Als Clair Obscur Expedition 33 im April 2025 veröffentlicht wurde, überschlugen sich Presse und Community mit Lob. Atmosphäre, Stil und Gameplay sorgten für Begeisterung. Doch nun, einige Monate später, stellt sich die Frage, ob das Rollenspiel dem Hype gerecht wird oder ob die Euphorie übertrieben war.
Clair Obscur: Expedition 33 erschien im April 2025, und wurde von Presse wie Community gleichermaßen gefeiert. Auf Steam glänzt es mit 97 % „äußerst positiv“, Metacritic listet stolze 93 Punkte im Critic-Score und 97 beim User-Score. Werte, die normalerweise nur absoluten Genre-Meisterwerken vorbehalten sind. Doch verdient das Spiel diesen fast makellosen Status wirklich? Ich habe mir das Abenteuer jetzt selbst genau angesehen und komme zu einem Schluss.
Mehr zu meinem Highlight des Jahres – Game of the Year 2025: Kingdom Come Deliverance II.
Clair Obscur: Expedition 33 fängt herausragend an
Jeder von euch, der den Anfang gespielt hat oder sich zumindest ein Let’s Play angesehen hat, weiß, was ich meine. Als die Gommage losging und die Musik eingespielt wurde, schlug mein Herz höher. Innerlich konnte ich die Gefühle der Charaktere spüren, so glaubhaft sind die Gesichtsanimationen.
Dann folgt nicht viel später die berühmte Expedition. Der starke und brutale Auftakt ist wahrlich episch. Insbesondere das rundenbasierte Kampfsystem mit Echtzeit-Elementen macht richtig Spaß. Ihr müsst im richtigen Moment parieren, springen oder ausweichen. Wenn ihr eine Reihe von Angriffen oder einen speziellen Angriff richtig pariert, schlagt ihr zurück. Später gibt es noch Spezialangriffe, die ihr auch nur mit der richtigen Taste kontern könnt.
Stundenlang verlor ich mich in der Welt. Es gibt sogar stimmige Lagerszenen, wobei ihr mit euren Gefährten interagieren könnt. Allerdings muss ich jetzt auch zu den negativen Punkten kommen, ohne viel zu verraten.
Clair Obscur: Expedition 33 verliert seinen Reiz
Nach rund zehn Stunden erreicht die Handlung einen starken Höhepunkt, und präsentiert sogar einen neuen Charakter. Doch ab diesem Moment begann für mich die Spannung zu bröckeln. Vieles ließ sich plötzlich erahnen, und die Story entpuppte sich als erstaunlich simpel.

Auch die Spielwelt kann ihre Qualität nicht durchgehend halten. Zwar bringen die niedlichen Gestrals etwas Charme hinein, doch einige Nebenaktivitäten wirken schlicht überflüssig. Der anfängliche Sog wich daher nach und nach einer gewissen Ernüchterung.
Zwischen Indie-Meisterleistung und Hype
Unbestritten: Atmosphärisch und spieltechnisch hat Expedition 33 einiges zu bieten. Aber im direkten Vergleich mit Genre-Größen wie The Witcher 3, Baldur’s Gate 3 oder Kingdom Come: Deliverance II fehlt der letzte Funke, um auf demselben Level zu stehen.

Natürlich muss man fair bleiben: Ein kleines Team wie Sandfall Interactive hat hier Erstaunliches geschaffen. Trotzdem empfinde ich den „bahnbrechenden“ Ruf des Spiels als etwas überzogen. Für mich bleibt am Ende eine solide 8/10 – stark, aber kein Jahrhundertwerk. Seht ihr es ähnlich wie ich, oder verdient Clair Obscur: Expedition 33 tatsächlich jede Lobeshymne?
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