Octopath Traveler 0 startet auf Steam mit 68 % User-Bewertungen und geteiltem Echo. Warum kommt das neue JRPG nicht ganz so gut an?
Die Octopath-Reihe hat mit ihrem einzigartigen HD-2D-Look längst Kultstatus erreicht. Genau deshalb war die Vorfreude auf Octopath Traveler 0 groß. Doch statt eines weiteren Triumphs erlebt das Prequel einen eher stillen Start. Kritiker loben, Spieler meckern. Woran liegt es, dass die Begeisterung diesmal ausbleibt?
Wünscht ihr euch auch ein Remake aus Akira Torijamas Feder? Vielleicht kehrt die legendäre Spielperle Chrono Trigger zurück.
Hohe Erwartungen an Octopath Traveler 0
Octopath Traveler 0 trägt den Namen einer bekannten Reihe, das weckt Erinnerungen und Erwartungen. Doch viele Spieler empfinden die Geschichte und Charaktere als schwach. Ein Nutzer schreibt auf Steam: „Alle drei Antagonisten sind brutal schlecht geschrieben. … Ich musste mich zwingen, die Dialoge anzuhören … es ist einfach unkreativ und unglaubwürdig geschrieben.“
Solche Rückmeldungen zeigen, wenn ein Titel unter berühmtem Namen erscheint, fallen Enttäuschungen härter ins Gewicht. Hingegen sieht der Metascore auf Metacritic mit einer 84er-Wertung (PS5) und 80er-Wertung (PC) richtig gut aus. Einige Kritiker vergaben sogar glatte 100 Punkte, was den Gesamtscore entsprechend nach oben zieht. IGN Benelux vergab mit 68 Punkten den schlechtesten Wert, aber auch das kann man noch als annehmbar bezeichnen.
Octopath Traveler 0: Geteiltes Feedback beim Gameplay

Auf der positiven Seite loben viele Spieler die Freiheit. Man kann den eigenen Charakter gestalten und sein Schicksal formen. Housing und Basisbau kommen gut an, Ressourcenknappheit & Stress bleiben aus. Das ist bestens für alle Spieler, die ein RPG ohne Grind suchen. Doch der Mix aus Nostalgie, Retro-Look und moderner RPG-Logik scheint nicht alle anzusprechen. Bei der Masse bleibt der Wow-Effekt aus.
Lokalisierung und Marktbarrieren
Viele User bemängeln außerdem die fehlenden deutschen Bildschirmtexte. Gerade in Deutschland ist das ein Minuspunkt. Ein Spieler schreibt: „Wenn schon keine deutsche Vertonung, dann wenigstens Texte auf Deutsch.“
Das schränkt die Zugänglichkeit ein, denn nicht jeder versteht Englisch perfekt. Ich kann diesen Punkt durchaus verstehen.
Trotz Nostalgie-Bonus und solider Ansätze bleibt der große Funke vorerst aus. Jetzt liegt es an Square Enix, Vertrauen zurückzugewinnen, und an den Spielern, ob sie dem Prequel eine Chance geben möchten.
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