Nachtkampf gegen Infizierte im Action-Rollenspiel Dying Light 2 in einer düsteren Endzeitstadt

20 Jahre nach dem Ausbruch des Virus ist die Welt verloren. Dying Light 2 wirft uns erneut in eine düstere Endzeit, in der Parkour, Kämpfe und Atmosphäre den Ton angeben. Im Winter Sale ist das Action-Rollenspiel gerade deutlich günstiger zu haben.

Dying Light 2 Reloaded Edition hat mich atmosphärisch sofort wieder in diese kaputte Welt hineingezogen. Bereits der erste Teil zog mich so stark in seine düstere Endzeit, dass ich kaum loskam. Wenn die Nacht hereinbricht und die gefährlicheren Infizierten aus ihren Verstecken kommen, entsteht eine Anspannung, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Wäre ich selbst Teil dieser Welt, hätte ich vermutlich niemals den Mut, mich nach Sonnenuntergang noch nach draußen zu wagen.

Der zweite Teil setzt zwanzig Jahre später an und erzählt die Geschichte von Aiden Caldwell, der sich durch die letzte große Stadt der Menschheit bewegt. Villedor wirkt tagsüber fast lebendig, doch sobald die Sonne untergeht, kippt die Stimmung spürbar. Genau dieser Kontrast macht den Reiz aus. Den ersten Teil müsst ihr nicht zwingend gespielt haben. Ich würde ihn trotzdem empfehlen, denn er ist bis heute sehr gut und häufig für kleines Geld zu haben.

Wer im Winter Sale neben großen Actiontiteln auch Lust auf etwas mehr taktische Tiefe hat, findet mit einem Strategie-RPG mit 94 % Steam-Wertung ebenfalls eine spannende Alternative.

Action-Rollenspiel mit epischem Parkour-Gameplay

Spielerisch gefällt mir Dying Light 2 in vielen Punkten mehr als sein Vorgänger. Die neuen Parkour-Elemente fühlen sich flüssiger an und geben mir ein starkes Freiheitsgefühl, wenn ich über Dächer springe, an Fassaden hochklettere oder in letzter Sekunde vor einer Horde Infizierter entkomme. Bewegung ist nicht nur Mittel zum Zweck, sondern ein zentraler Bestandteil des Gameplays.

Nahkampf und Parkour-Action im Action-Rollenspiel Dying Light 2 während eines intensiven Gefechts
Quelle: Techland

Auch die Kämpfe wirken wuchtiger und vielseitiger. Gerade im Zusammenspiel mit den vertikalen Arealen entstehen dynamische Situationen, in denen Improvisation oft wichtiger ist als rohe Gewalt. Tagsüber geht es eher kontrolliert zu, doch nachts wird jede Entscheidung riskant. Dieser permanente Druck trägt erhöht die Atmosphäre enorm. Man hat wirklich das Gefühl, dass sich die Welt nie wirklich sicher anfühlt.

Dying Light 2 hat emotionale Nebenquests

Besonders positiv sind mir die Nebenquests aufgefallen. Viele davon sind emotional erzählt und lassen meine Entscheidungen spürbare Auswirkungen auf einzelne Charaktere haben. Diese kleinen Geschichten tragen deutlich mehr zur Bindung an die Spielwelt bei als die Hauptstory selbst.

Die Hauptgeschichte rund um Aiden und seine Suche nach seiner Schwester ist solide, bleibt für mich aber eher Beiwerk. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und Mut gewünscht, gerade angesichts des starken Settings. Trotzdem schadet das dem Gesamteindruck kaum, weil Dying Light 2 seine Stärken woanders ausspielt: Atmosphäre, Bewegung und das Gefühl, sich in einer feindlichen Welt behaupten zu müssen.

Unterm Strich ist Dying Light 2 für mich ein sehr gutes Action-Rollenspiel, das mir Gänsehaut und zugleich einen starken Entdeckungsdrang beschert hat. Im aktuellen Winter Sale ist der Einstieg besonders attraktiv, vor allem für alle, die Endzeitstimmung, Parkour und intensive Nächte lieben. Habt ihr Dying Light schon gespielt? Würdet ihr euch ebenfalls einen dritten Teil wünschen?

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