Ein Astronaut steht auf einer fremden Planetenoberfläche und blickt auf eine weite Berglandschaft mit einem Ringplaneten am Himmel in Starfield.

Starfield sollte für Bethesda ein Neuanfang werden. Rückblickend sieht einer der kreativen Köpfe das Projekt jedoch differenzierter und spricht offen über verpasste Chancen.

Mit Starfield wagte Bethesda den Sprung in ein neues Universum. Die Erwartungen waren entsprechend hoch. Jahre nach dem Release blickt nun Co-Lead-Designer Kurt Kuhlmann selbstkritisch auf das Projekt zurück und erklärt, warum Starfield aus seiner Sicht nie ganz zu dem Spiel wurde, das es hätte sein können.

Der selbstkritische Blick auf das Science-Fiction-RPG passt gut zu einer größeren Frage, die Bethesda seit einiger Zeit begleitet. So steht es aktuell um die Rückkehr legendärer Klassiker wie mögliche Fallout Remakes.

Ein gutes Spiel ohne ein geschlossenes Erlebnis

Im Gespräch mit PC Gamer beschreibt Kuhlmann Starfield als ein solides, aber nicht herausragendes Spiel. Aus seiner Sicht war der Titel zum Release bereit und funktional, doch es fehlte etwas Entscheidendes. Das große Ganze wollte sich nicht vollständig zusammenfügen.

Innerhalb von Bethesda habe man durchaus damit gerechnet, dass sich Starfield stärker bei den Spielern verfängt. Umso überraschender sei es gewesen, dass das RPG viele Erwartungen nicht erfüllen konnte. Kuhlmann betont jedoch, dass Starfield zumindest einen deutlich ruhigeren Start hatte als etwa Fallout 76. Genau dieser Umstand sei auch ein Grund gewesen, warum das Projekt über einen so langen Zeitraum entwickelt wurde.

Starfield: Zu viele neue Systeme auf einmal

Als zentrale Herausforderung nennt Kuhlmann den ambitionierten Ansatz, gleich mehrere neue Spielsysteme und Genres miteinander zu verbinden. Das Science-Fiction-Abenteuer wollte Rollenspiel, Erkundung und Weltraumkämpfe vereinen, ohne sich auf einen klaren Schwerpunkt festzulegen.

Gerade der Einstieg in den Space-Combat-Bereich sei schwierig gewesen. Laut Kuhlmann könne man nicht erwarten, in einem Genre sofort auf Augenhöhe mit Spielen zu landen, die sich seit Jahren ausschließlich darauf konzentrieren. Starfield habe hier vieles ausprobiert, sei dabei aber nie wirklich über ein „gut genug“ hinausgekommen.

Im Vergleich zu The Elder Scrolls V: Skyrim, an dem Kuhlmann ebenfalls maßgeblich beteiligt war, fehlte Starfield letztlich die klare Identität. Skyrim habe von Anfang an gewusst, was es sein will. Das Weltraum-RPG dagegen wollte zu viel auf einmal und verlor dabei etwas von seiner Wirkung. Wie denkt ihr über seine Aussagen? Habt ihr Starfield selbst gespielt? Wenn ja, wie fällt euer Urteil aus?

Quelle: PC Gamer

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