Offizielles PlayStation-Logo als Symbol für Sonys Konsolenstrategie.

Ein Analyst rechnet mit einer späteren PS6 und verweist auf wirtschaftliche Zwänge. Die Prognose ist nachvollziehbar, doch sie erzählt nicht die ganze Geschichte.

Die Diskussion um die PlayStation 6 nimmt wieder Fahrt auf, getrieben von Gerüchten und Vermutungen, die schneller unterwegs sind als belastbare Fakten. Ein Analyst von MST Financial geht davon aus, dass sich Sonys nächste Konsole länger verzögern könnte, als viele derzeit erwarten. Als Gründe nennt er unter anderem steigende RAM-Preise und einen bewusst verlängerten Lebenszyklus der PlayStation 5. Die Einschätzung wirkt plausibel, wirft aber auch neue Fragen auf. Eine Verzögerung bedeutet nicht automatisch Stillstand. Ein späterer Start ist zudem nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit einem sehr späten.

Während sich immer mehr Gerüchte um Sonys nächste Konsole ranken, stellen sich ähnliche Fragen auch bei anderen Herstellern. Die Nintendo Switch 2 verfügt über ein starkes Image. Doch wie gut deckt sich das mit der realen Exklusivstrategie?

Analysten werden plötzlich vorsichtiger

Die Argumentation hinter der Prognose ist zunächst schlüssig. Die PlayStation 5 verkauft sich stabil, Sonys Softwaregeschäft läuft stark und es gibt aktuell keinen wirtschaftlichen Druck, den Generationswechsel zu beschleunigen. Hinzu kommen steigende Kosten bei zentralen Hardware-Komponenten wie Arbeitsspeicher. Gerade bei einer neuen Konsole, die langfristig geplant und in großen Stückzahlen produziert werden muss, spielt diese Planungssicherheit eine entscheidende Rolle.

Aus dieser Perspektive ergibt ein verlängerter PS5-Zyklus Sinn. Sony kann sich mit der PS6 Zeit lassen, ohne Marktanteile zu verlieren. Dass Analysten deshalb vorsichtiger werden, ist nachvollziehbar. Vor allem trifft das zu, weil sich die aktuelle Generation für viele Spieler erst jetzt wirklich entfaltet.

PS6: 2028 wäre ein Release möglich

Technisch steht die PlayStation 5 derzeit noch solide da. Die meisten Spiele laufen stabil, echte Grenzfälle sind selten und eher die Ausnahme als die Regel. Spannend wird jedoch sein, wie sich dieser Eindruck mit großen Ausnahmetiteln wie Grand Theft Auto VI entwickelt. Selbst bei starker Optimierung stellt sich die Frage, wie viel Spielraum langfristig noch bleibt. Für Sony besteht damit kein akuter Zwang, sofort auf neue Hardware umzuschwenken. Genau dieser Umstand spricht jedoch auch gegen ein extremes Hinauszögern der PS6 bis 2029 oder 2030.

Konsolenzyklen werden nicht dann beendet, wenn die bestehende Hardware versagt, sondern wenn der nächste Schritt langfristig vorbereitet werden muss. Entwicklung, Produktion und Software-Planung einer neuen Konsole beginnen Jahre vor dem eigentlichen Release. Ein Start im Jahr 2028 würde weitgehend Sonys bisherigem Rhythmus entsprechen und gleichzeitig genug Zeit lassen, die PS5 weiterhin stark zu unterstützen, ohne den Übergang unnötig in die Länge zu ziehen.

Auch aus strategischer Sicht spricht wenig für ein sehr spätes Szenario. Ein zu langer Zyklus birgt das Risiko, dass technologische Sprünge nicht mehr sauber kommuniziert werden können und Entwickler ihre ambitionierteren Projekte künstlich ausbremsen müssen. 2028 wäre dagegen meiner Meinung nach ein kontrollierter Zeitpunkt. Es wäre spät genug, um die PS5 voll auszuschöpfen, aber früh genug, um einen klaren, geplanten Generationswechsel für die PS6 einzuleiten.

Die aktuelle Analysten-Prognose, die GamingBolt aufgegriffen hat, mahnt zur Vorsicht. Sie widerspricht einem frühen Launch jedoch nicht. Vielmehr spricht vieles dafür, dass Sony sich Zeit nimmt, ohne den nächsten Schritt aus den Augen zu verlieren. Wie seht ihr es? Wird die PS6 nach eurer Meinung auch vor 2030 erscheinen?

Quelle: GamingBolt

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