Pixelgrafik aus Haunted Chocolatier mit einer verschneiten Stadt und einem Schokoladenladen im Mittelpunkt.

Seit der Ankündigung von Haunted Chocolatier ist es ungewöhnlich still geworden. Nun meldet sich Eric Barone selbst zu Wort und bezieht klar Stellung.

Eric Barone, bekannt als ConcernedApe, hat sich ausführlich zur Entwicklung von Haunted Chocolatier geäußert. Es geht nicht um neue Features. Stattdessen sagt er etwas zum Entwicklungsstand, die Beziehung zu Stardew Valley und den Umgang mit Erwartungen, die durch eine sehr frühe Ankündigung entstanden sind.

Auch andere Entwickler äußerten sich zuletzt offen zu Entwicklungsentscheidungen und Erwartungsdruck. So erklärte Square Enix kürzlich, warum Final Fantasy 7 Remake Part 3 bewusst auf einen Engine-Wechsel verzichtet.

ConcernedApe widerspricht Abbruch-Gerüchten

In seinem aktuellen Statement reagiert Eric Barone direkt auf eine der hartnäckigsten Annahmen rund um Chocolatier-Projekt Das Spiel sei keineswegs aufgegeben worden. Er arbeite weiterhin regelmäßig daran und habe zuletzt sogar immense Fortschritte gemacht.

Barone macht deutlich, dass ihn vor allem die wiederkehrende Behauptung gestört habe, Haunted Chocolatier könnte irgendwann stillschweigend eingestellt oder in ein anderes Projekt integriert werden. Diese Vorstellung weist er klar zurück. Das neue Cozy-Werk sei von Anfang an als eigenständiges Spiel konzipiert worden, mit eigener Technik und eigener Ausrichtung. Ein Abbruch stehe für ihn nicht zur Debatte.

Auffällig ist der Ton, den Barone dabei wählt. Er wirkt nicht defensiv, sondern nüchtern und reflektiert. Statt Versprechen zu machen, beschreibt er den aktuellen Zustand so, wie er ist. Das Projekt braucht Zeit, aber es bewegt sich vorwärts. Gerade diese Zurückhaltung verleiht seinen Aussagen Glaubwürdigkeit und nimmt dem Thema einen Teil der aufgeheizten Spekulationen.

Haunted Chocolatier ist kein Stardew-Valley-Update

Ein weiterer Punkt, den Barone klarstellt, betrifft die immer wiederkehrende Vermutung, Haunted Chocolatier könnte am Ende doch mit Stardew Valley verschmelzen. Diese Idee weist er nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch zurück. Beide Spiele seien vollständig getrennte Projekte. Haunted Chocolatier werde von Grund auf neu entwickelt und basiere nicht auf derselben technischen Grundlage wie Stardew Valley.

Ebenso deutlich äußert sich Barone zu der Annahme, Updates für Stardew Valley würden als Testfeld für Ideen aus Haunted Chocolatier dienen. Auch das sei nicht der Fall. Beim Arbeiten an Stardew Valley denke er nicht an sein neues Spiel und umgekehrt. Alles andere wäre aus seiner Sicht unfair gegenüber beiden Projekten. Stardew Valley erhalte Updates, weil es weiterhin eine große und wachsende Spielerschaft habe und weil er noch eigene Ideen dafür umsetzen wolle, nicht weil ihm die Arbeit an Haunted Chocolatier schwerfalle.

Diese klare Trennung ist wichtig, weil sie zeigt, dass Barone beide Spiele ernst nimmt. Haunted Chocolatier soll kein Ableger, kein Experiment und kein Übergangsprojekt sein, sondern ein eigenständiges Spiel mit eigener Identität.

Zu früh angekündigt und bewusst ohne Release-Datum

Am selbstkritischsten wird Barone beim Thema Ankündigung. Rückblickend räumt er ein, Haunted Chocolatier zu früh vorgestellt zu haben. Damit seien Erwartungen entstanden, die ein kleines Solo-Projekt kaum erfüllen könne. Gleichzeitig betont er, dass es für ihn keine Alternative gebe, als seinen eigenen Rhythmus beizubehalten.

Richtig deutlich wird das bei der Frage nach einem möglichen Release-Zeitraum. Spekulationen über ein Erscheinen im Jahr 2030 oder noch später weist Barone zurück. Er habe lediglich gesagt, dass er hoffe, das Spiel innerhalb der nächsten Jahre fertigstellen zu können. Ein festes Datum wolle er bewusst nicht nennen. Haunted Chocolatier solle erscheinen, wenn es bereit sei, nicht früher.

Zum Abschluss macht Barone klar, worauf es ihm ankommt. Entscheidend sei allein, dass er kontinuierlich Fortschritte mache und das Spiel irgendwann veröffentliche. Keine Roadmap, keine Versprechen, kein künstlicher Zeitdruck. Diese Haltung mag ungeduldig machen, wirkt aber ehrlich. Und sie erklärt, warum Haunted Chocolatier zwar lange auf sich warten lässt, aber nicht in Vergessenheit gerät.

Quelle: GamesRadar

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