Szene aus Assassin’s Creed Shadows mit zwei Assassinen im feudalen Japan, die sich vor brennender Kulisse gegenüberstehen, während eine Klinge zwischen ihnen gehalten wird.

Assassin’s Creed sollte sich weiter ausdehnen. Ubisoft plante offenbar etwas Großes. Aber ist es jetzt endgültig Geschichte?

Ubisoft hat ein geplantes Multiplayer-Projekt im Assassin’s Creed-Universum offenbar eingestellt. Laut einem Bericht wurde das unter dem Codenamen „League“ entwickelte Spiel nach einer internen Neubewertung nicht weiterverfolgt, obwohl es ursprünglich als kooperative Erweiterung zu Assassin’s Creed Shadows vorgesehen war.

Die Entscheidung passt zu einem größeren Bild, das sich bei Ubisoft zuletzt immer deutlicher abzeichnet. In einer früheren Analyse habe ich bereits die Frage gestellt, ob Ubisoft aktuell eine klare strategische Richtung verfolgt.

Assassin’s Creed vom Koop-DLC zur Einstellung

Ursprünglich war „League“ als Multiplayer-Erweiterung für Assassin’s Creed Shadows geplant. Das Konzept sah vier Assassinen vor, die gemeinsam in kooperativen Missionen im feudalen Japan agieren sollten. Die Inhalte waren laut Bericht als Abschluss des Season Pass gedacht und sollten aus speziell inszenierten Vier-Spieler-Missionen bestehen.

Im Laufe des vergangenen Jahres wurde das Projekt jedoch neu bewertet. Verantwortlich dafür war offenbar Ubisoft Annecy, das zu dem Schluss kam, dass der geplante Umfang nicht in der gewünschten Qualität umzusetzen sei, ohne den Zeitrahmen deutlich zu sprengen. In der Folge entschied man sich, das Projekt in seiner ursprünglichen Form nicht weiterzuführen.

Ideen sollen in anderer Form weiterleben

Ganz aufgegeben scheint das Konzept dennoch nicht zu sein. Laut Bericht prüfte Ubisoft mehrere Alternativen, darunter die Integration der Multiplayer-Struktur in ein anderes Assassin’s-Creed-Projekt oder eine deutliche Verkleinerung als eigenständiges Koop-Spiel auf Basis der bestehenden Spielwelt von Shadows.

Letzteres wurde offenbar favorisiert. Geplant sei ein deutlich reduziertes Projekt mit einer kleinen Entwicklergruppe, die zunächst damit beschäftigt ist, technische Fortschritte in die Anvil-Engine zu überführen. Erst danach sollen kooperative Spielansätze ausgearbeitet werden, die künftig auch in anderen Creed-Titeln Verwendung finden könnten.

Der Schritt reiht sich in eine Reihe von Projektanpassungen und Streichungen ein, die Ubisoft im Zuge seiner laufenden Umstrukturierung vorgenommen hat. „League“ ist damit kein Einzelfall, sondern Teil einer größeren Neuausrichtung. Betrüben euch diese Neuigkeiten oder interessieren euch ohnehin RPGs ohne Multiplayer-Elemente? Dann dürfte euch freuen, dass Assassin’s Creed Hexe auf einen erfahrenen Autor setzt. Ich hoffe, dass dieses Spiel mutig wird und wir endlich wieder ein gutes Spiel bekommen.

Quelle: Insider-Gaming

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