Marathon: Ego-Perspektive im dichten Dschungel mit Waffe im Vordergrund und einem Gegner zwischen den Bäumen

Marathon erscheint bald, doch Bungie hat offenbar gemerkt, dass die Community noch nicht überzeugt ist. Jetzt reagiert das Studio mit einem Feedback-Dokument und nimmt die Kritikpunkte der Spieler direkt auf.

Nach dem „Access All Areas“-Server-Slam befindet sich Marathon in einer heiklen Phase, als würden sie vor einem Vulkan stehen, der kurz vom Ausbruch ist. Allerdings kann der Ausbruch je nach Arbeit der Entwickler komplett andere Folgen haben. Viele Spieler haben das Extraction-Konzept kürzlich intensiv getestet und dem Studio dabei nicht mit Kritik gespart. Bungie reagiert nun öffentlich, nur wenige Tage vor dem Launch am 5. März.

Nicht nur Marathon zählt 2026 zu den Shootern, auf die viele warten. Welche Titel sonst noch vielversprechend aussehen, habe ich mir bereits angeschaut.

UI, PvP und Performance: Hier hakt es noch

In einem über soziale Medien geteilten Beitrag listet Bungie sechs Kernprobleme auf: UI-Feedback, PC-Performance, PvP-Häufigkeit, Bewegung und Hitze-Generierung, Medizin- und Munitions-Ökonomie sowie sogenannte Weasel-Fehlercodes.

Vor allem die Benutzeroberfläche zieht Kritik auf sich. Viele Spieler empfinden sie als überladen und schwer zugänglich. Der Einstieg falle unnötig kompliziert aus. Bungie sammelt weiterhin Rückmeldungen und verweist auf einen UI-Thread im Discord, um gezielt nachzubessern.

Noch gravierender wirkt die Diskussion um das PvP. Einige Spieler berichteten, komplette Raids absolviert zu haben, ohne auf andere Teams zu treffen. Für einen PvPvE-Extraction-Shooter ist das ein Problem. Bungie untersucht deshalb die Spielerdichte außerhalb der Anfängergebiete. In einem ersten Update wurde die Spieleranzahl auf frühen Karten bereits erhöht, um direkte Konfrontationen wahrscheinlicher zu machen.

Auch das Hitze-System, das in Marathon die klassische Ausdauer ersetzt, steht in der Kritik. Wer sich aggressiv bewegt, überhitzt schnell und stößt rasch an Grenzen. Viele empfinden das als zu restriktiv. Bungie prüft Anpassungen. Hinzu kommt die Knappheit von Munition und medizinischer Ausrüstung. Es ist ein sensibles Thema in einem Spiel mit widerstandsfähigen KI-Gegnern.

Marathon: Zwischen Hoffnung und Risiko

Ich hatte gehofft, dass Bungie mit Marathon ein Zeichen setzen kann. Kaum ein anderes Studio versteht es so gut, uns Shooter mit präzisem Gunplay zu bescheren. Doch die Konkurrenz im Extraction-Genre ist groß. Die Mängel, die Spieler benannt haben, sind keine Kleinigkeiten.

Marathon startet am 5. März. Bungie hat schnell reagiert, aber ob das reicht, werden die ersten Tage nach dem Launch zeigen. Deshalb bin ich zwiegespalten, ob Marathon erfolgreich wird. Falls das nicht geschieht, könnte es leider der Sargnagel für Bungie sein.

Quelle: Insider-Gaming

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