Logo von Capcom auf schwarzem Hintergrund

Capcom zieht bei KI eine klare Linie. In Spielen soll die Technik aktuell nicht auftauchen, im Hintergrund wird sie dennoch geprüft.

Capcom hat sich zur Nutzung von KI in der Spieleentwicklung geäußert. In einer Investoren-Fragerunde stellte das Unternehmen klar, dass aktuell keine KI-generierten Inhalte in eigenen Spielen eingesetzt werden. Die Technologie verschwindet damit aber nicht aus dem Studioalltag.

Habt ihr schon gewusst, dass Resident Evil Code Veronica ein Remake erhalten könnte? RE2- und RE4-Team soll beteiligt sein.

Capcom hat eine offene Tür bei der Entwicklung

Die Aussage ist eindeutig. Capcom will keine KI-Inhalte direkt in seine Spiele integrieren. Damit positioniert sich das Unternehmen in einer Phase, in der viele Studios mit generativer KI experimentieren. Zuletzt ist auch bei Crimson Desert auf Drängen von Spielern etwas preisgegeben worden. Die Entwickler geben KI-Inhalte zu und entschuldigen sich.

Capcom prüft aber, wo sich KI sinnvoll einsetzen lässt, von der Grafik über Sound bis zur Programmierung. So sollen Abläufe schneller werden und die Teams Luft bekommen. Solange KI wirklich nur als Unterstützung gilt und nicht die kreative Arbeit verdrängt, habe ich damit überhaupt kein Problem. Ich positioniere mich selbst in ein Zwischenlager: Einsatz gern, solange die wahre Kunst nicht verloren geht. Aktuell sieht man im Netz ja ganz klar zwei Lager. Es gibt welche, die KI unendlich feiern und welche, die die Technologie verteufeln.

Die Branche sucht ihren Umgang mit der KI

Auch andere Unternehmen verfolgen ähnliche Ansätze. Square Enix arbeitet beispielsweise mit Forschungseinrichtungen zusammen, um Prozesse wie Qualitätssicherung und Debugging zu automatisieren.

In der Branche regt sich Widerstand. Strauss Zelnick, CEO von Take-Two Interactive, hält wenig von der Idee, dass KI eigenständig große Spiele entwickeln kann. Seiner Einschätzung nach helfen solche Tools vor allem bei einzelnen Aufgaben. Den Erfolg eines Spiels bestimmen weiterhin Ideen, Umsetzung und Timing.

Die Aussagen von Capcom zeigen eine Richtung, die sich derzeit bei vielen Studios abzeichnet. KI wird als Werkzeug gesehen, nicht als Ersatz für kreative Arbeit. Solange der Einsatz klug verpackt wird, spricht in meinen Augen nichts dagegen. Es ist aber trotzdem vorauszusehen, dass vor allem viele Indie-Entwickler uns mit KI zuspammen werden, um schnelles Geld abzugreifen.

Andererseits könnten selbst große Studios ihre Position ändern und immer mehr KI integrieren, um Kosten zu sparen. Trotz dieser düsteren Einschätzung bleibe ich optimistisch, denn meistens regelt der Markt etwas von selbst. Gute Spiele mit KI werden genauso erfolgreich wie gute Spiele ohne KI. Umgekehrt ist es genauso. Oder wie seht ihr das?

Quelle: GamingBolt

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