Arrowhead Game Studios tauscht den bisherigen Anti-Cheat-Schutz von Helldivers 2 gegen Easy Anti-Cheat aus.
Für die Demokratie zu kämpfen, ist schon schwierig genug. Wenn dann noch Mitspieler mit manipulierten Waffen, unfairen Vorteilen und anderen Tricks nachhelfen, vergeht selbst dem treuesten Helldiver die Lust am Befreien fremder Planeten.
Die Entwickler von Helldivers 2 haben deshalb eine grundlegende Entscheidung getroffen. Am 20. Oktober 2026 wurde der bisherige Anti-Cheat-Schutz nProtect GameGuard durch Easy Anti-Cheat ersetzt. Damit möchte Arrowhead Game Studios Betrügern das Leben schwerer machen.
Für Spieler, die ihr Spiel gerne mit Mods verändern, könnte der Wechsel jedoch unangenehme Folgen haben.
GameGuard konnte die Entwickler nicht überzeugen
Seit der Veröffentlichung im Februar 2024 nutzt Helldivers 2 den Anti-Cheat-Schutz GameGuard. Das Programm überwacht das Spiel und soll unerlaubte Manipulationen erkennen.
Nach mehr als zweieinhalb Jahren ist Arrowhead mit dem Ergebnis aber nicht zufrieden.
In einer offiziellen Stellungnahme auf Steam schreibt das Studio, dass GameGuard nicht so zuverlässig funktioniert habe wie erhofft.
Zuletzt machten den Entwicklern vor allem Mods Probleme, mit denen sich Spieler unfaire Vorteile verschaffen konnten.
Das blieb nicht auf einzelne Gefechte beschränkt. Laut Arrowhead gelang es Betrügern sogar, den Fortschritt des gemeinsamen Galaktischen Krieges zu beeinflussen.
Einzelne Spieler beeinflussten nicht nur ihre eigenen Missionen, sondern möglicherweise auch den Verlauf der übergreifenden Geschichte.
Easy Anti-Cheat schützt Helldivers 2 ab sofort vor Betrügern. Weitere Sicherheitsmaßnahmen sollen Manipulationen erschweren und faire Gefechte sichern.
Selbst harmlose Mods könnten plötzlich nicht mehr funktionieren
Arrowhead möchte kosmetische Mods nicht grundsätzlich loswerden. Änderungen an Rüstungen oder anderen rein optischen Elementen gehören für das Studio zur PC-Spielkultur.
Ein pauschales Verbot solcher Mods ist deshalb nicht geplant.
Anders sieht es bei Erweiterungen aus, die Spielmechaniken verändern oder anderen Spielern einen Nachteil verschaffen. Gegen solche Eingriffe will Arrowhead mit Easy Anti-Cheat härter vorgehen.
Der Wechsel könnte trotzdem Mods erwischen, die eigentlich niemandem schaden. Manche kosmetischen Erweiterungen funktionieren womöglich erst wieder, nachdem ihre Entwickler sie an den neuen Anti-Cheat-Schutz angepasst haben.
Ob eine bestimmte Mod nach der Umstellung noch läuft, kann Arrowhead nicht versprechen. Wird eine harmlose Erweiterung blockiert, bittet das Studio die betroffenen Spieler, sich beim Kundendienst zu melden.
Steam-Deck-Spieler können aufatmen
Wer Helldivers 2 unter Linux oder auf dem Steam Deck spielt, muss wegen des Wechsels zu Easy Anti-Cheat keine Probleme befürchten.
Laut Arrowhead bleibt die Kompatibilität mit Linux und dem Steam Deck unverändert. Mehr Leistung verlangt der neue Anti-Cheat-Schutz von eurem Rechner ebenfalls nicht.
Easy Anti-Cheat muss erst beweisen, dass es Betrüger besser in Schach hält als GameGuard.
Nutzt ihr Mods, schaut vor dem nächsten Einsatz besser nach, ob eure Erweiterungen ein Update bekommen haben. Es wäre bitter, erst kurz vor dem Abwurf festzustellen, dass die liebgewonnene Rüstung plötzlich streikt.
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