Probably Stolen: Ein Händler verkauft in seinem Laden auf einer futuristischen Raumstation eine Waffe an einen bewaffneten Kunden, während ein Sicherheitsbeamter danebensteht.

Ein kleiner Laden auf einer heruntergekommenen Raumstation, ein paar zwielichtige Geschäfte und die Spielerzahlen explodieren: Probably Stolen hat sich innerhalb weniger Stunden mehr als 200.000 Mal verkauft und über 86.000 Spieler gleichzeitig angelockt.

Manche Menschen träumen davon, eines Tages ihren eigenen Laden zu eröffnen. Ein bisschen Ware einkaufen, nette Kunden bedienen und abends zufrieden die Kasse zählen. Klingt nach einem entspannten Leben, oder?

In Probably Stolen könnt ihr den ehrlichen Teil getrost vergessen. Ihr verkauft gestohlene Waren, fälscht Etiketten und versucht nebenbei, die Sicherheitskräfte einer dystopischen Raumstation an der Nase herumzuführen. Hauptsache, am Ende des Tages stimmt die Kasse und niemand legt euch Handschellen an.

Questing Goose Studio hat wohl einen Nerv erwischt. Nur wenige Stunden nach dem Release am 28. Oktober 2026 meldeten das Studio und Publisher tinyBuild mehr als 200.000 verkaufte Exemplare.

Und auf der Raumstation wurde es verdammt schnell voll. Laut SteamDB erreichte Probably Stolen schon innerhalb der ersten 90 Minuten 86.099 gleichzeitig aktive Spieler.

97 Prozent positive Bewertungen: Probably Stolen knallt stark auf Steam

Der Verkaufserfolg kommt nicht aus dem Nichts. Schon die kostenlose Demo gehörte zu den meistgespielten Titeln des Oktober-Steam-Next-Fests und landete in der offiziellen Rangliste auf Platz zwei.

Kurz vor der Veröffentlichung hatten mehr als 500.000 Menschen das Spiel auf ihre Steam-Wunschliste gesetzt.

Viele Spieler anzulocken ist das eine. Sie hinterher bei Laune zu halten, etwas ganz anderes. Hier sieht es wirklich richtig stark aus. Mittlerweile sind 97 Prozent von über 1.400 Steam-Nutzerrezensionen positiv.

An der Kasse klingelte es ordentlich. Laut Entwickler schoss das Spiel am Veröffentlichungstag auf Platz zwei der weltweiten Steam-Bestsellerliste.Für ein kleines Indie-Studio ist das ein beachtlicher Einstand.

Für Questing Goose Studio hätte der Verkaufsstart kaum besser laufen können.

Hier könnt ihr mit gestohlenen Waren reich werden – oder alles verlieren

In Probably Stolen spielt ihr einen ehemaligen Schrottsammler, der sich mit geliehenem Geld einen eigenen Laden auf einer Raumstation aufbaut.

Blöd ist halt, dass die Miete ständig steigt. Irgendwann soll euch der Laden komplett gehören, bis dahin muss aber ordentlich Geld in die Kasse.

Wie ihr das verdient, bleibt euch überlassen. Ihr könnt Waffen verkaufen, Medikamente herstellen, Wasser aufbereiten oder euch direkt auf gestohlene Ware stürzen.

Hierbei wird es schön schmutzig. Ihr könnt Etiketten fälschen, billigen Kram als teure Markenware verkaufen und Schmuggelgut verstecken, bevor die Sicherheitskräfte durch eure Tür marschieren.

Ihr dürft den Laden auch ehrlich führen. Auf dem Schwarzmarkt sind aber oft die dickeren Gewinne. Nur kommt das Geld dort selten ohne Ärger. Gut, das ist auch kein Wunder.

Kunden können euch übers Ohr hauen, Sicherheitskräfte unangekündigt auftauchen und rivalisierende Fraktionen eure Geschäfte vermiesen. Als wäre das nicht genug, treibt auf der Raumstation auch noch eine außer Kontrolle geratene künstliche Intelligenz ihr Unwesen. Manche Menschen sehen völlig normal aus, obwohl die KI sie längst übernommen hat.

Ihr feilscht also nicht nur um den besten Preis. Manchmal müsst ihr erst herausfinden, ob der Kunde vor euch überhaupt noch ein Mensch ist.

Sogar eigene Mods sind schon vorhanden

Die Vollversion lässt euch mit verschiedenen Startbedingungen und Schwierigkeitsgraden loslegen. Je nachdem, welches Geschäft ihr eröffnet, startet ihr mit anderer Ausrüstung und müsst einen eigenen Weg finden, um die nächste Miete zusammenzukratzen.

Auch der Steam Workshop ist schon geöffnet. Laut Entwickler standen nur wenige Stunden nach dem Release bereits mehrere Dutzend Mods zum Download bereit. An den ersten Macken wurde ebenfalls gearbeitet. Updates haben Probleme beim Handel, mit der Benutzeroberfläche und bei einzelnen Spielmechaniken behoben.

Probably Stolen ist seit dem 28. Oktober für PC auf Steam erhältlich. Deutsche Bildschirmtexte und Untertitel werden unterstützt.

Vielleicht kommt das Spiel auch deshalb so gut an, weil der Kampf gegen steigende Mieten verdächtig vielen Menschen bekannt vorkommen dürfte. Im echten Leben bleibt nur zu hoffen, dass wir dafür weder Etiketten fälschen noch Schmuggelware unter der Ladentheke verstecken müssen.

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Quellen: Questing Goose Studio (Verkaufszahlen), SteamDB (Spielerzahlen), Steam (Bewertungen und Spielbeschreibung)

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