Tausende Spieler hatten Mayday: The Survival Island vor seiner Veröffentlichung auf dem Wunschzettel. Die ersten Käufer zeigen sich begeistert. Trotzdem bleibt der große Ansturm auf Steam bislang aus.
Ein Flugzeugabsturz, eine einsame Insel und ein paar Werkzeuge in der Tasche. In Mayday: The Survival Island fangt ihr nach der Bruchlandung praktisch bei null an und baut euch stückchenweise ein neues Zuhause auf.
Pausenlos Hunger, Durst und irgendwelche Monster? Nada. Das Survival-Spiel möchte es mit seiner Pixelgrafik etwas ruhiger angehen. Auf der Insel gibt es aber nicht nur Palmen und gemütlichen Hausbau. Mystische Symbole, alte Ruinen und andere Geheimnisse locken euch immer wieder aus der sicheren Behausung.
Entwickelt wurde Mayday vom kleinen brasilianischen Team Pequi Studios. Am 2. November 2026 ging das Spiel auf Steam an den Start.
Eigentlich bringt Mayday vieles mit, was bei Cozy- und Survival-Fans gut ankommen könnte. Tausende Spieler hatten zuvor sogar die Demo ausprobiert. Beim eigentlichen Release blieb der große Ansturm trotzdem aus.
45.000 Wunschlisten, aber nur 249 gleichzeitige Spieler
Im Oktober verkündeten die Entwickler stolz, dass 45.000 Menschen Mayday: The Survival Island auf ihre Steam-Wunschliste gesetzt hatten. Tausende Interessierte probierten während des Steam Next Fest die Demo aus und gaben dem Team Rückmeldungen.
Der tatsächliche Start fällt aber viel ruhiger aus. Laut SteamDB erreichte das Survivalspiel bis zum Morgen des 3. November einen Höchststand von lediglich 249 gleichzeitig aktiven Spielern.
An der ersten Resonanz scheint es nicht zu scheitern. Rund 90 Prozent der bisherigen Steam-Rezensionen fallen positiv aus. Die Zahl der Bewertungen ist noch klein, sodass sich daraus kein endgültiges Urteil über die allgemeine Spielerzufriedenheit ableiten lässt.
Warum aus dem Interesse bisher so wenige aktive Spieler geworden sind, lässt sich schwer festnageln. Wunschlisten verraten schließlich nicht, wie viele Leute am Ende wirklich gekauft haben, und auch die Steam-Charts zeigen nur gleichzeitig aktive Spieler.
Komplett unsichtbar war Mayday vor dem Release jedenfalls nicht. Allein der Veröffentlichungstrailer bei IGN kommt inzwischen auf fast 70.000 Aufrufe. An mangelnder Reichweite dürfte es also nicht ausschließlich gelegen haben.
Vielleicht hat das Spiel einen ungünstigen Moment erwischt. Zwischen Cozy-Games, Survival-Titeln und Pixel-Abenteuern ist die Auswahl inzwischen riesig, und selbst ein sympathisches Spiel kann da schnell zwischen den Neuerscheinungen verschwinden.
Drei Entwickler erschaffen 24 Inseln von Hand
Hinter Mayday: The Survival Island stehen gerade einmal drei Entwickler aus Goiânia in Brasilien. Pequi Studios wurde 2017 gegründet, fing mit kleineren Projekten an und stemmt mit Mayday jetzt sein erstes größeres Spiel.
Bei der Inselwelt hat sich das Trio einiges aufgehalst. Alle 24 Inseln wurden von Hand gebaut, statt sie per Zufallsgenerator zusammenwürfeln zu lassen. Für die Hauptfigur entstanden zudem mehr als 1.000 einzelne Animationsbilder.
Auf den Inseln könnt ihr erkunden, angeln, Landwirtschaft betreiben, kämpfen und euch ein eigenes Zuhause bauen. Möbel sind dabei nicht bloß hübsches Beiwerk. Richtet ihr eure Behausung gemütlicher ein, kann das eure Gesundheit verbessern oder den Energieverbrauch senken.
Zwischen Feldern und Fischteichen zieht euch das Spiel immer wieder hinaus in die Wildnis. Alte Ruinen, magische Totems und rätselhafte Symbole erzählen von einer Zivilisation, die lange vor euch auf dem Archipel gelebt hat.
Mit ihrer Demo schafften es die drei Entwickler 2026 sogar auf die Gamescom und die PAX West, wo Besucher selbst eine Runde auf den Inseln drehen konnten.
Kann Mayday noch mehr Spieler erreichen?
Die Entwickler haben jedenfalls nicht untätig auf die Veröffentlichung gewartet. Während des Steam Next Fest passten sie das Spiel mehrfach anhand der Rückmeldungen an.
Zu starke Gegner wurden abgeschwächt, Gegenstände lassen sich leichter einsammeln und beim Bauen hat das Team ebenfalls nachgebessert. Zum Release kamen drei Schwierigkeitsgrade hinzu, damit auch Spieler ihren Spaß haben können, die nicht bei jedem Ausflug um ihr virtuelles Leben kämpfen wollen.
Vielleicht kommt der große Ansturm am nächsten Wochenende, wenn möglicherweise mehr Streamer einen kleinen Hype auslösen. Manchmal muss nur ein kleiner Kieselstein irgendwo einschlagen und es kommt zur Lawine.
Ebenso kann dieses charmante Pixelspiel aber auch untergehen. Es gibt viele gute Perlen, die weder ich noch ihr jemals sehen werden.
Wer neugierig geworden ist, kann sich auf Steam selbst ein Bild machen. Dort steht eine kostenlose Demo bereit. Deutsche Bildschirmtexte sind ebenfalls vorhanden.
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Quellen: Pequi Studios auf Steam, Pequi Studios / indie.io via GamesPress

