Szene aus Clair Obscur Expedition 33

Ein Rollenspiel, das 2025 ohnehin kaum zu übersehen war, setzt nun auch historisch ein Ausrufezeichen. Clair Obscur: Expedition 33 hat einen Rekord erreicht, der lange als unerreichbar galt.

Es gibt diese Momente, in denen Zahlen mehr erzählen als jede Marketingkampagne. Clair Obscur: Expedition 33 gehört genau in diese Kategorie. Das RPG von Sandfall Interactive hat laut aktuellem Tracking mehr Game of the Year-Auszeichnungen gesammelt als Elden Ring und stößt damit einen der größten Meilensteine der jüngeren Spielegeschichte um. Es ist ein Erfolg, der nicht nur beeindruckt, sondern auch Fragen aufwirft.

Über die frühe Dominanz von Clair Obscur: Expedition 33 habe ich bereits im letzten Monat ausführlicher gesprochen. In einem Video habe ich damals die Frage gestellt, ob der Erfolg bei den Game Awards wirklich gerecht war.

Ein neuer Spitzenreiter bei den GOTY-Auszeichnungen

Nach einer Auswertung des Community-Trackings auf ResetEra kommt Clair Obscur: Expedition 33 inzwischen auf 436 Game of the Year-Auszeichnungen. Damit zieht das Spiel an Elden Ring vorbei, das bislang mit 429 Awards als Maßstab galt.

Auszeichnungen kamen dabei nicht nur von kleineren Redaktionen, sondern auch von großen Namen. Dazu zählen unter anderem die Game Awards von Geoff Keighley, Famitsu, GameSpot, IGN, Game Rant, GamesRadar+ und Esquire. Zusätzlich sicherte sich Expedition 33 mehrere Leserpreise, etwa bei Insider Gaming, Destructoid und Game Informer.

Diese Zahlen stammen aus einer aggregierten Erhebung, nicht aus einem offiziellen Branchenverband. Dennoch gelten solche Trackings seit Jahren als anerkannter Gradmesser für Resonanz und Reichweite eines Spiels.

Clair Obscur: Expedition 33 – Anerkennung und ein kleiner Schatten

Der enorme Erfolg kam selbst für das Entwicklerteam überraschend. Creative Director Guillaume Broche erklärte in einem Interview mit Edge Magazine, dass vor allem die starke Reaktion auf Story, Inszenierung und Figuren unerwartet gewesen sei. Gerade diese emotionale Bindung lasse sich im Vorfeld kaum planen.

Ein junges Team machte Expedition 33 zum RPG-Hit. Externe Unterstützung spielte dabei eine größere Rolle, als viele vermuten.

Ganz ohne Makel verlief der Siegeszug jedoch nicht. Bei den Indie Game Awards wurde Clair Obscur: Expedition 33 disqualifiziert, nachdem der Einsatz generativer KI festgestellt wurde. An der breiten Anerkennung des Spiels ändert das wenig, zeigt aber, wie sensibel das Thema inzwischen wahrgenommen wird.

Unabhängig von der eigenen Haltung zu Expedition 33 ist dieser neue Höhepunkt bemerkenswert. Ein neues RPG überholt einen der größten Genrevertreter der letzten Jahre und schreibt sich damit fest in die Geschichtsbücher. Ob dieser Rekord langfristig Bestand hat, wird sich zeigen. Für den Moment steht jedoch fest, dass Clair Obscur etwas erreicht hat, das vor kurzem noch kaum vorstellbar war.

Quelle: Insider-Gaming

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