Leon S. Kennedy in Resident Evil Requiem – der neue Trailer vermittelt Zeitdruck und Ungewissheit

Es gibt Trailer, die neue Infos liefern. Und es gibt Trailer, die ein Gefühl auslösen. Der neue Blick auf Resident Evil Requiem gehört für mich klar zur zweiten Kategorie. Nicht, weil er besonders laut oder spektakulär wäre, sondern weil er etwas transportiert, das sich ungewohnt ernst anfühlt. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dieses Abenteuer wirklich direkt zum Release erleben zu wollen. Meistens übe ich mich in letzter Zeit in Geduld, aber hier bin ich wirklich gespannt.

Der Grund liegt in der Entfaltung des Trailers. Resident Evil Requiem fühlt sich plötzlich nicht mehr wie ein weiteres Kapitel an, sondern wie ein Spiel, das auf eine Zielgerade zusteuert. Nicht für das Franchise insgesamt, Capcom wird uns garantiert noch lange mit Resident-Evil-Stoff versorgen, sondern für eine Figur, die diese Reihe seit Jahren prägt. Kürzlich erschien auch ein Live-Action-Trailer zu Resident Evil Requiem und traf den Nerv vieler Spieler.

Leon wirkt in Resident Evil Requiem gehetzt

Besonders Leon S. Kennedy hinterlässt einen Eindruck, der hängen bleibt. Der Trailer vermittelt nicht das Bild eines Helden, der alles im Griff hat. Stattdessen wirkt Leon wie jemand, dem die Zeit davonläuft. Seine graue Hand und die auffälligen Verfärbungen sehen nicht nach einem kleinen Detail aus, sondern nach einem sichtbaren Zeichen von Verfall oder Veränderung. Es fühlt sich an, als würde der Plot selbst Druck auf ihn ausüben.

Dieses Motiv ist für Resident Evil nicht neu, aber selten so klar gesetzt. Leon ist hier nicht nur der erfahrene Profi, sondern eine Figur, deren Zustand selbst Teil der Spannung wird. Das verändert den Blick auf jede Szene. Man schaut nicht mehr nur auf das Monster oder die Bedrohung, sondern fragt sich, wie lange Leon überhaupt noch durchhält.

Ein Abenteuer mit offenem Ausgang

Was mich besonders neugierig macht, ist die Frage nach dem Ende. Der Trailer legt sich nicht fest, und genau das wirkt stark. Stirbt Leon? Opfert sich jemand anderes für ihn? Oder gibt es mehrere mögliche Ausgänge, abhängig von Entscheidungen, die wir treffen? Resident Evil Requiem streut diese Fragen, ohne sie auszuerzählen, und genau das bleibt im Kopf.

Gerade im Zusammenspiel mit Grace entsteht der Eindruck, dass dieses Spiel stärker auf Konsequenzen setzt als frühere Teile. Grace wirkt nicht mehr nur wie eine Begleitfigur, sondern wie jemand, der im Verlauf der Handlung sichtbar härter wird. Der Ton kippt von reinem Überleben hin zu Entscheidungen, die nicht mehr bequem sind. Das passt zu dem Gefühl, dass Requiem weniger auf reine Eskalation setzt und mehr auf Verantwortung.

Dass Requiem mehr sein will als ein klassischer Serienableger, zeigt sich nicht nur im Ton der Trailer. In einem Essay habe ich beschrieben, wie das Spiel seinen Wiederspielwert neu denkt und warum das für die Reihe spannend ist.

Resident Evil Requiem fühlt sich anders an

Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Zeitdruck, Ungewissheit und persönlicher Fallhöhe, die bei mir etwas ausgelöst hat. Resident Evil Requiem wirkt nicht wie ein Spiel, das euch einfach durch seine Geschichte führt. Es wirkt wie eines, das euch wissen lässt, dass nicht alles kontrollierbar ist. Und dass manches, was hier passiert, nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Ich weiß nicht, wie Resident Evil Requiem endet. Und genau deshalb will ich dieses Abenteuer diesmal nicht erst Monate später nachholen, sondern von Anfang an dabei sein. Wenn Capcom diesen Ton konsequent durchzieht, könnte Resident Evil Requiem einen eigenen Platz innerhalb der Reihe einnehmen. Mich würde interessieren, wie ihr das einschätzt.

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