Sam Fisher mit aktivierter Nachtsichtbrille im Dunkeln

Ubisoft beteuert, dass das Splinter Cell Remake weiterentwickelt wird. Gleichwohl verlieren dutzende Entwickler ihren Job. Das ist ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.

Mehr als drei Jahre nach der Ankündigung des Splinter Cell Remake erhebt Ubisoft erneut seine Stimme. Das Projekt sei weiterhin in Arbeit, heißt es. Diese Zusicherung kommt jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem beim verantwortlichen Studio Stellen abgebaut werden. Vertrauen entsteht so nur bedingt.

Nicht nur Ubisoft hat mit Schließungen zu kämpfen. Sony verabschiedet sich von Bluepoint Games. Diese Meldung traf sogar mich, weil das Remake von Demon Souls für mich eines der besten Spiele ist und ich mir mehr vom Studio gewünscht habe.

Entlassungen bei Ubisoft Toronto

Wie Ubisoft bestätigt, wurden rund 40 Entwickler bei Ubisoft Toronto entlassen. Das Studio arbeitet seit der Ankündigung im Jahr 2021 am Splinter Cell Remake. Laut Unternehmenssprecher sei die Entscheidung Teil eines größeren Umbaus und stelle weder die Fähigkeiten noch das Engagement der betroffenen Mitarbeiter infrage.

Ubisoft betont, man wolle die Entlassenen mit Abfindungen und Unterstützung beim beruflichen Übergang begleiten. Überdies versichert der Publisher, dass die Entwicklung des Remakes fortgesetzt werde. Wie genau das bei einem verkleinerten Team aussehen soll, bleibt natürlich offen.

Splinter Cell Remake im Käfig des Umbaus

Dass Ubisoft an Projekten lange festhält, ist bekannt. Skull and Bones hat es nach Jahren der Ungewissheit tatsächlich auf den Markt geschafft. Andere Titel hingegen verschwanden leise oder wurden offiziell eingestellt, darunter das Prince of Persia: Sands of Time Remake. Verrückterweise bleibt Beyond Good & Evil 2 von Ubisofts Umbau unberührt, obwohl das Spiel in wenigen Jahren bald 20 Jahre Entwicklungszeit auf dem Buckel hat.

Vor diesem Hintergrund fällt es schwer, die erneute Zusicherung rund um Splinter Cell unkritisch hinzunehmen. Seit der Ankündigung gab es kein Gameplay, keinen Trailer und kein konkretes Lebenszeichen von Sam Fisher. Dass das Projekt dennoch weiterlaufen soll, ist möglich, aber keineswegs garantiert.

Am Ende stehen ohnehin nicht einzelne Marken im Vordergrund, sondern die Menschen, die an ihnen arbeiten. Ubisoft hat Investoren bereits weitere Einschnitte in Aussicht gestellt und spricht von einer notwendigen „Neuausrichtung“. Die Entlassungen in Toronto könnten also nur ein weiterer Schritt in einem größeren Umbau sein.

Quelle: GamesRadar

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