Kaum jemand spricht über Kentum, und genau das macht es so spannend. Zwischen Automation, Crafting und stiller Melancholie entfaltet das Spiel einen unerwarteten Reiz. Es erinnert mich daran, warum ich Indie-Spiele liebe.

Nach einem rekordverdächtigen Nickerchen von ein paar Jahrtausenden wacht Kent auf, mit nichts weiter als einem Stock, einem kaputten Raumschiff und einer guten Portion Sarkasmus. Willkommen im Jahr 10.000, wo der Büroalltag längst Geschichte ist, aber der Überlebenskampf erst richtig beginnt.

In Kentum streift ihr durch eine fremde, sich ständig verändernde Welt voller seltsamer Kreaturen, Wetterumschwünge und Ressourcen, die ihr mühsam zu einer funktionierenden Basis zusammensetzen müsst. Schritt für Schritt entsteht aus Schrott, Knochen und Holz eine kleine, automatisierte Fabrik.

Das Spiel kombiniert Crafting, Exploration und Überleben auf charmant schräge Weise. Zwischen Staunen, Basteln und gelegentlichen Bissen durch wilde Tiere entsteht etwas Eigenes. Es wie eine Mischung aus No Man’s Sky, Factorio und einem leicht verschlafenen Humor, der es schwer macht, nicht weiterzuspielen.

Hier findet ihr meine Meinung auf YouTube.

Indie-Spiel: Ein Release, den kaum jemand bemerkt hat

Kentum ist eines dieser Spiele, die man leicht übersieht. Laut SteamDB erreichte es kurz nach Release gerade einmal 293 gleichzeitige Spieler. Aktuell sind es weniger als hundert. Und trotzdem sind die Bewertungen „sehr positiv“, und das völlig zu Recht.

Ein Bild aus dem Spiel Kentum, wie ein Baby-Klon in eine Kapsel steckt.
Quelle: Tlön Industries

Ein Teilkommentar auf Steam sagt folgendes aus: Der Grafikstil wirkt frisch und hebt sich angenehm von den typischen Pixelart-Games ab.

Warum Kentum trotzdem hängen bleibt

Der charmante 2D-Look, erstellt mit der Unity-Engine, hat etwas fast Magisches an sich. Viele großartige Indie-Spiele wurden bereits mit ihr entwickelt, darunter Hollow Knight oder Ori and the Blind Forest. Besonders gefallen mir in Kentum die derben Sprüche, der trockene Humor und die rauen, postapokalyptischen Umgebungen, die trotzdem etwas Warmes ausstrahlen.

Auf Steam kostet das Spiel aktuell 17,49 €, die Spielzeit liegt, je nach Spielstil, bei etwa 30 Stunden.
Nach meiner eigenen Erfahrung mit der Demo kann ich Kentum uneingeschränkt empfehlen.

Mehr spannende Projekte wie Kentum findet ihr in meiner Liste der besten Indie-Spiele 2025.

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