Soulslikes Beitragsbild mit dem Quest-Knight vor einem mystischen Nebeltor und der Silhouette eines bedrohlichen Bosses im Hintergrund

Soulslikes wirken abschreckend, doch nicht jeder Einstieg muss mit Frust beginnen. Ich zeige euch, welche Spiele sich wirklich für Einsteiger eignen und warum Mut hier belohnt wird.

Soulslikes haben den Ruf, gnadenlos zu sein. Sie gelten als Spiele für Menschen mit unerschöpflicher Geduld, schnellen Reflexen und einer fast masochistischen Freude am Scheitern. Genau deshalb zögern viele davor, überhaupt den ersten Schritt zu wagen. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Diese leise Unsicherheit, ob man dem Ganzen überhaupt gewachsen ist, begleitet ein oft schon vor dem ersten Gegner.

Wer sich gerade ein wenig zu stark fühlt, darf gern meinen Comedy-Short mit dem Quest-Knight ansehen. Er verkörpert einen Soulslike-Einsteiger, der seinen Mut etwas überschätzt.

Nicht alle Soulslikes sind komplett gnadenlos

Doch nicht jedes Soulslike will uns überwältigen. Manche führen die Spieler behutsam heran, geben uns Raum zum Lernen und lassen Fehler zu, ohne sie sofort zu bestrafen. Der Einstieg kann schwer sein, aber er muss nicht hoffnungslos wirken. Es gibt Spiele, die einen auffangen und die erklären, statt bloß zu strafen.

In diesem Artikel möchte ich zeigen, welche Soulslikes sich wirklich für Einsteiger eignen. Nicht aus der Perspektive eines Perfektionisten, sondern aus der eines Spielers, der selbst Respekt vor diesem Genre hatte. Ehrlich, ohne Beschönigung, aber mit dem Wissen, dass hinter all dem Frust oft etwas Besonderes wartet. Ein Gefühl, das bleibt, wenn man den ersten großen Gegner endlich überwunden hat.

Bevor ich näher auf jedes Spiel eingehe, findet ihr hier eine kompakte Übersicht aller Soulslikes, die ich für Einsteiger als sinnvoll erachte. Sicherlich gibt es noch mehr und vielleicht seht ihr es als Souls-Veteran anders. Alles, was folgt, ist schließlich meine Meinung.

SpielReleaseGenre
Code Vein2019Action-RPG / Soulslike
First Berserker: Khazan2025Action-RPG / Soulslike
Lies of P2023Action-RPG / Soulslike
Dark Souls Remastered2018Action-RPG / Soulsvater
Asterigos2022Action-RPG / Soulslike
Flintlock: The Siege of Dawn2024Action-RPG / Soulslike
Star Wars Jedi: Fallen Order2019Action-Adventure / Soulslike-Elemente
Elden Ring2022Action-RPG / Open-World-Soulslike
Nioh2017Action-RPG / Soulslike

Code Vein: Soulslikes mit KI-Gefährten

Soulslikes wie Code Vein sind optimal für Einsteiger, mit vampirischem Kämpfer und Gegner in verschneiter Ruinenlandschaft während eine Feuerexplosion den Hintergrund erhellt
Quelle: Bandai Namco Entertainment

Code Vein fühlt sich wie eine sanftere Einladung in das Soulslike Genre an. Die Welt ist düster und melancholisch, doch man ist selten wirklich allein. Der KI Begleiter an meiner Seite nimmt viel Druck aus den ersten Stunden und schafft ein Sicherheitsgefühl, das gerade Einsteigern guttut. Fehler werden nicht sofort gnadenlos bestraft, sondern lassen Raum zum Lernen. Gleichzeitig bleibt die Spannung erhalten, denn jeder Gegner verlangt Aufmerksamkeit und Respekt. Das flexible Klassensystem erlaubt es euch, den eigenen Spielstil immer wieder neu zu formen, ohne sich endgültig festzulegen. Dadurch entsteht Freiheit statt Frust. Code Vein eignet sich besonders für alle, die das Soulsgefühl erleben möchten, ohne sich dabei ständig am Rand der Verzweiflung zu bewegen. Es ist fordernd, aber verständnisvoll und genau darin liegt seine Stärke.

The First Berserker Khazan: Soulslikes mit Schwierigkeitsgrad

Düstere Szene aus The First Berserker Khazan. Im Hintergrund sieht man eine Sonnenfinsternis und davor den Krieger Khazan.
Quelle: Neople

Khazan wirkt auf den ersten Blick roh und kompromisslos, doch unter dieser rauen Oberfläche verbirgt sich eine unerwartete Zugänglichkeit. Die wählbaren Schwierigkeitsgrade nehmen Anfängern die Angst vor dem Scheitern und geben Zeit, das Kampfsystem in Ruhe zu verinnerlichen. Jeder Schlag hat Gewicht und jede Bewegung fühlt sich bewusst an. Trotzdem wird man nicht ständig überwältigt, sondern darf sich Schritt für Schritt an das Tempo herantasten.

Khazan erzählt von Zorn, Verlust und einem inneren Kampf und genau diese Stimmung überträgt sich auf das Spielgefühl. Mich erinnert das Design immer wieder ein wenig an den Manga Berserk, weshalb das Spiel bei mir automatisch einen hohen Stellenwert einnimmt. Besonders die englische Stimme von Blade Phantom wirkt rau und düster und verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.

Für Einsteiger ist es ein guter Mittelweg zwischen Herausforderung und Kontrolle. Wer sich langsam an das Genre herantasten möchte, findet hier einen ernsthaften, aber fairen Einstieg. Unterschätzen solltet ihr es trotzdem nicht, denn präzises Timing ist hier enorm wichtig.

Lies of P: Gehört zu den besten Soulslikes für Einsteiger

Die Straßen von Krat in Lies of P. Gehört zu den besten Soulslikes für Einsteiger.
Quelle: NEOWIZ

Lies of P ist kein sanftes Spiel und doch fühlt es sich erstaunlich einladend an. Die düstere Märchenwelt zieht einen still hinein, während das Kampfsystem euch klare Regeln vermittelt, die man mit Geduld verstehen kann. Die Schwierigkeitsoptionen helfen euch dabei, den eigenen Rhythmus zu finden, ohne das Erlebnis zu entwerten. Jeder Kampf wird zu einer Lektion, jeder Sieg zu einem leisen Moment des Stolzes. Besonders für Einsteiger ist das Spiel spannend, weil es fordernd bleibt, aber nie unfair wirkt. Es respektiert die Lernkurve und lässt Raum für Fehler, ohne sie als Scheitern wirken zu lassen. Lies of P ist damit ein intensiver Einstieg, der fordert, aber gleichzeitig behutsam begleitet.

Außerdem könnt ihr auch hier euren Schwierigkeitsgrad anpassen, was keine Schande ist. Schließlich fangen wir alle mal an. Ich spiele es übrigens gerade immer noch selbst und finde es richtig unterhaltsam.

Dark Souls Remastered: Verstärkte Rüstungen helfen enorm

Kampfszene aus Dark Souls, dem Vater aller Soulslikes. Ein Ritter steht einer dämonischen Kreatur gegenüber.
Quelle: FromSoftware

Ihr könnt Dark Souls als Soulsvater betrachten, während Demon’s Souls eher der Urvater ist. Ich ordne beide trotzdem diesem Genre zu, weil sie genau das begründet haben, was wir heute als Soulslikes kennen und lieben.

Dark Souls 3 war mein persönlicher Einstieg in dieses Genre. Der Erstling war für mich aber viel einfacher, obwohl sich Dark Souls 3 flüssiger anfühlt. Das hat einen guten Grund. Ihr könnt nämlich im Verlauf des Spiels eure Rüstungen aufwerten, wodurch ihr mehr aushält. Dadurch sind viele Bosskämpfe deutlich einfacher, weil ihr euch mehr Fehltritte erlauben könnt.

Die Welt ist trotzdem rau, unbarmherzig und doch erstaunlich fair, wenn man beginnt, seine Regeln zu verstehen. Jeder Sieg fühlt sich ehrlich verdient an, jeder Rückschlag wie eine Lektion, die mich vorsichtiger und aufmerksamer macht. Die Welt erzählt ihre Geschichte leise, fast scheu, und genau das macht ihren Reiz aus. Für Einsteiger ist Dark Souls kein leichter Weg, aber ein ehrlicher. Wer Geduld mitbringt, erlebt hier einen Einstieg, der prägt und lange nachhallt.

Asterigos

Kampfszene aus Asterigos mit Kriegerin im Duell gegen einen gerüsteten Gegner vor klassischer Tempelkulisse
Quelle: Acme Gamestudio

Asterigos wirkt wie ein stillerer Vertreter des Genres, weniger düster, dafür zugänglicher und überraschend sanft in seiner Grundstimmung. Aus der Distanz betrachtet vermittelt es einen Eindruck von Abenteuer statt reiner Bestrafung. Die wählbaren Schwierigkeitsgrade geben Einsteigern die Möglichkeit, sich langsam an das Kampfsystem heranzutasten, ohne sofort an einer Wand zu zerschellen.

Die klarere Erzählweise und die hellere Welt nehmen dem Ganzen einen Teil der Schwere, die viele Soulslikes auszeichnet. Gerade für Spieler, die das Genre kennenlernen möchten, ohne sich in endloser Trostlosigkeit zu verlieren, könnte Asterigos ein angenehmer erster Schritt sein. Es scheint eher zu führen als zu fordern, ohne dabei seine Identität zu verlieren.

Flintlock The Siege of Dawn

Soulslikes-Kampfszene aus Flintlock The Siege of Dawn mit Kriegerin im Gefecht gegen einen übermenschlichen Gegner in felsiger Fantasy-Landschaft
Quelle: A44 Games

Flintlock wirkt wie ein moderner Versuch, Soulslike-Mechaniken mit einem erzählerischeren Ansatz zu verbinden. Auch hier helfen die verschiedenen Schwierigkeitsgrade dabei, den Einstieg zu erleichtern und nicht sofort im Frust zu versinken. Aus der Außenperspektive betrachtet liegt seine Stärke in der Mischung aus klassischem Kampfgefühl und einem etwas zugänglicheren Spielfluss. Die Welt wirkt weniger erdrückend, dafür offener und greifbarer.

Für Einsteiger könnte Flintlock deshalb ein guter Kompromiss sein, wenn der Wunsch nach Herausforderung da ist, aber die Angst vor völliger Überforderung mitschwingt. Es verspricht Spannung ohne ständige Überwältigung und könnte genau für jene Spieler interessant sein, die vorsichtig, aber neugierig in das Genre eintauchen möchten.

Star Wars Jedi Fallen Order

Kampfszene aus Jedi Fallen Order mit Lichtschwertduell zwischen Cal Kestis und einer imperialen Inquisitorin in düsterer Sci-Fi-Umgebung
Quelle: Electronic Arts

Jedi Fallen Order fühlt sich für mich wie eine sanfte Brücke zwischen Soulslike und klassischem Action-Adventure an. Das Kampfsystem verlangt Aufmerksamkeit und Timing, doch die frei wählbaren Schwierigkeitsgrade geben mir die Kontrolle zurück, wenn es zu viel wird. Genau das macht den Einstieg so angenehm. Ich darf lernen, scheitern und mich verbessern, ohne ständig an meine Grenzen gedrückt zu werden.

Die Geschichte trägt mich leise durch diese Welt und verleiht jedem Kampf einen emotionalen Rahmen. Für Einsteiger ist es ein guter Ort, um das Gefühl des Genres kennenzulernen, ohne sich darin zu verlieren. Es fordert, aber es schreckt nicht ab. Und genau diese Balance lässt Vertrauen entstehen.

Elden Ring: Eine große Welt mit vielen Ansätzen

Soulslikes Stimmungsszene aus Elden Ring mit zwei Figuren am leuchtenden Lagerfeuer unter einem goldenen Baum vor nächtlicher Fantasy-Kulisse
Quelle: FromSoftware

Elden Ring wirkt überwältigend und gleichzeitig befreiend. Die offene Welt erlaubt mir, meinen eigenen Weg zu finden und mich zurückzuziehen, wenn ein Gegner zu stark erscheint. Diese Freiheit nimmt viel von der typischen Enge klassischer Soulslikes. Ich kann erkunden, sammeln, wachsen und erst dann zurückkehren, wenn ich mich bereit fühle.

Für Einsteiger ist das ein stiller Vorteil, auch wenn das Spiel seine Härte nie ganz verliert. Jeder Fortschritt fühlt sich wie ein persönlicher Sieg an, jede Entdeckung wie ein leiser Atemzug in einer fremden, gefährlichen Welt. Elden Ring ist kein leichter Einstieg, doch es gibt mir Zeit, meinen eigenen Rhythmus zu finden. Ich würde es euch klar empfehlen, wenn ihr zumindest Dark Souls oder Code Vein durchgespielt habt.

Nioh: Transformationen können alles wenden

Soulslikes Kampfszene aus Nioh mit Samurai im Gefecht gegen einen dämonischen Yokai mit flammenden Hörnern in düsterer Umgebung
Quelle: KOEI TECMO GAMES CO., LTD.

Nioh ist ein Spiel, das Respekt verlangt. Das Kampfsystem ist komplex, schnell und gnadenlos, selbst wenn mir die Möglichkeit der Transformation kurzzeitig Sicherheit schenkt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie fordernd jeder Schritt sein kann. Jede Unachtsamkeit wird bestraft, jede Ungeduld entlarvt. Und doch liegt darin auch eine merkwürdige Faszination.

Wer als Einsteiger hier beginnt, tut das mit offenen Augen und einem gewissen Mut. Nioh bietet Kraft, Intensität und Tiefe, aber wenig Schonung. Für mich ist es kein sanfter Einstieg, sondern ein Sprung ins kalte Wasser. Doch wer diesen Weg wählt, wird mit einem intensiven, fast schon kämpferischen Lernprozess belohnt. Anhand dieser Liste würde ich Nioh nur bedingt für Einsteiger empfehlen. Ich muss aber sagen, dass die Transformationen einiges wieder wettmachen, wodurch es für mich einsteigerfreundlicher ist als andere Soulslikes.

Wenn ihr nach dem Einstieg in Soulslikes Lust auf frische Entdeckungen habt, werft gern auch einen Blick auf meine Übersicht über die besten Spiele im Dezember 2025.

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