MIO: Memories in Orbit könnte die nächste Metroidvania-Hoffnung werden. In meiner Quest-Vorschau analysiere ich das Potenzial.
Viele Metroidvania-Fans warten auf starke Alternativen nach Silksong. Während die Geduld auf die Probe gestellt wird, tauchen immer wieder Spiele auf, die zumindest einen Teil dieser Lücke füllen wollen. MIO: Memories in Orbit ist eines davon und wirkt auf den ersten Blick erstaunlich vielversprechend. Das Sci-Fi-Metroidvania setzt auf flüssige Bewegung, eine melancholische Atmosphäre und ein bewusst ruhiges Erkundungstempo. Doch reicht das, um sich langfristig im Schatten eines Genre-Giganten zu behaupten?
Dass Indie-Spiele zuletzt wieder stärker in den Fokus gerückt sind, zeigt sich auch an vielen Highlights aus dem Jahr 2025.
Das will MIO: Memories in Orbit sein
MIO schickt euch in die Rolle eines Androiden durch ein verlassenes Raumschiff, das langsam von Natur und defekten Maschinen zurückerobert wird. Action spielt dabei eine wichtige Rolle, doch im Vordergrund stehen Erkundung, Bewegung und Atmosphäre. Auffällig ist der Fokus auf Bewegung. Gleiten, Wandmanöver und präzise Sprünge sollen nicht nur Mittel zum Zweck sein, sondern das eigentliche Rückgrat des Gameplays bilden. Visuell setzt MIO auf handgezeichnete Sci-Fi-Kulissen, die eher nach Einsamkeit und Verfall als nach Bombast aussehen.
Wer ist Douze Dixièmes?

Douze Dixièmes ist ein unabhängiges französisches Studio (gegründet 2017) aus Saint-Ouen/Paris. Bekannt wurden sie vor allem durch ihr Debüt Shady Part of Me (2020). Aktuell arbeiten sie vollständig an MIO: Memories in Orbit (Publisher: Focus Entertainment). Focus hat Douze Dixièmes 2021 übernommen (als Studio/Tochter).
Wie lange ist MIO: Memories in Orbit in Arbeit?
Nach einem Studio-Besuch/Interview arbeitet das Team seit mehreren Jahren an MIO, und die Entscheidung, eine eigene Engine zu nutzen bzw. weiterzuentwickeln, fiel schon 2017 (also praktisch ab Studio-Start). Öffentlich angekündigt wurde MIO im Juni 2024, ursprünglich mit einem 2025-Fenster; inzwischen ist der Release auf den 20. Januar 2026 angelegt. Quelle: pointnthink
Gab es Probleme bei der Entwicklung?
„Probleme“ im Sinne von Skandalen sind nicht breit dokumentiert, aber es gab klassische Risikopunkte, die das Team selbst offen beschreibt:
- Eigenes Engine-Fundament statt Unity/Unreal: ambitioniert, zeitintensiv, aber bewusst gewählt.
- Viele Iterationen (z. B. an der Map/Navigation, Death-/Ressourcen-System): Das klingt nach „lange feilen“ statt geradliniger Produktion.
- Release-Verschiebung: von „2025“ auf 20.01.2026 – ohne dass in der offiziellen Mitteilung ein detaillierter Grund genannt wird.
Details zur Engine und Grafik
Douze Dixièmes baut MIO auf einer proprietären In-House-Engine (eigene Engine), die ihnen maximale Kontrolle über Look & Atmosphäre geben soll.

Stil & Atmosphäre:
- handgemalte/illustrative Anmutung, deutlich farbiger als Shady Part of Me.
- Sci-Fi-Welt mit starkem „organisch vs. maschinell“-Motiv (Roboterkörper, „biologische“ Strukturen, Körper/Blood/Breath-Themen).
- Ästhetische Inspiration wird u. a. mit der Tradition von Métal Hurlant (französische Sci-Fi-Comic-Ästhetik) in Verbindung gebracht.
- Das Spiel soll als zusammenhängende Welt funktionieren (Streaming statt klassischer Level-Schnitte) – was die räumliche Kohärenz stärkt, aber auch eine harte technische Vorgabe ist.
Demo-Resonanz und Erwartungen bis zum Release
Zeitweise war auf Steam bereits eine spielbare Demo verfügbar, die in der Community sehr positiv aufgenommen wurde. Viele Spieler lobten vor allem Atmosphäre, Steuerung und das flüssige Bewegungsgefühl. Die Gesamtstimmung entsprach in etwa einer 4,5-Sterne-Wertung, auch wenn es keine offizielle Sternebewertung gab. Inzwischen ist die Demo wieder offline, was darauf hindeutet, dass Feedback aktiv in die Weiterentwicklung einfließt. Der Release ist aktuell für den 20. Januar 2026 angesetzt. Bis dahin bleibt MIO ein Titel, den Metroidvania-Fans im Blick behalten sollten – nicht als Silksong-Ersatz, sondern als eigenständiges Spiel mit klarer Handschrift.
Fazit zu MIO: Memories in Orbit
Auf Basis der bisherigen Eindrücke halte ich eine Wertung im Bereich von 85 bis 90 Punkten für realistisch. Der Stil wirkt äußerst liebevoll, und die bereits spielbare Demo konnte viele Spieler überzeugen. Ein Ausnahmeereignis wie Silksong wird es vermutlich nicht, dafür aber eine sehr hochwertige Alternative mit eigener Identität. Habt ihr das Spiel schon auf dem Schirm gehabt? Freut ihr euch darauf?
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