Nicht jedes Remaster sorgt für Begeisterung. Die Reaktionen auf Tales of Berseria zeigen, warum viele Spieler inzwischen skeptischer geworden sind.
Der Announcement-Trailer ist bereits einige Wochen alt, doch die Diskussion darum wirkt erstaunlich zeitlos. Denn viele Spieler stellen sich bis heute dieselbe Frage: Warum eigentlich? Optisch scheint sich kaum etwas getan zu haben, und selbst Fans des Spiels reagieren eher ratlos als euphorisch.
Während Tales of Berseria Remastered eher Fragen aufwirft, gibt es auf Steam derzeit ein hoch bewertetes Strategie-RPG mit 94 % Zustimmung, das im Winter Sale überrascht.
Tales of Berseria Remastered ist sehr düster
Wer Tales of Berseria gespielt hat, weiß, warum es bis heute einen besonderen Ruf genießt. Mich persönlich hat vor allem der düstere Einstieg gepackt. Die Tonlage ist rauer als bei vielen anderen Teilen der Reihe, stellenweise fast schon nihilistisch. Das Spiel ist ein wenig vergleichbar mit dem kompromisslosen Beginn vom Berserk-Manga.
Auch spielerisch hat Berseria seine Stärken. Wenn Velvet im Kampfsystem richtig loslegt, fühlt sich das wuchtig, schnell und kontrolliert an. Besonders im späteren Verlauf wirkt das Action-Kampfsystem dynamischer. Hinzu kommt die wahre Stärke von Tales of Berseria, nämlich die Charakterentwicklung. Viele Figuren verändern sich glaubhaft, wachsen an ihren Konflikten und wirken am Ende deutlich anders als zu Beginn. All das macht Berseria bis heute gut spielbar, vielleicht sogar zu gut, um ein Remastered wirklich zu rechtfertigen.
Genau darin liegt das grundsätzliche Dilemma vieler moderner Remaster: Wenn ein Spiel spielerisch und erzählerisch noch überzeugt, wird es immer schwieriger, eine Neuauflage sinnvoll zu begründen.
Community-Reaktionen: „Wozu ein Remaster?“
Genau hier setzt die Kritik vieler Spieler an. In den Kommentaren zum Trailer wird immer wieder betont, dass Tales of Berseria bereits in seiner Originalfassung überzeugend sei. Aussagen wie „Sie haben drei Kleinigkeiten hinzugefügt und nennen es ein Remaster“ oder „Das sieht exakt aus wie das Original“ tauchen auffällig häufig auf. Einige sprechen sogar offen von einem reinen Geldgriff, andere reagieren mit Ironie, etwa mit Kommentaren wie „Ich freue mich schon auf das Tales of Arise Remaster“.

Besonders interessant ist aber ein anderer Punkt. Viele Fans wünschen sich Remasters oder Remakes ganz anderer Tales-Teile. Namen wie Tales of the Abyss, Destiny, Rebirth oder Legendia fallen immer wieder. Spiele, die entweder schwer zugänglich sind oder technisch deutlich stärker gealtert wirken. Vor diesem Hintergrund erscheint Berseria für viele schlicht als die falsche Wahl, nicht, weil das Spiel schlecht wäre, sondern weil es dafür noch nicht alt genug wirkt.
Tales of Berseria Remastered rührt an einem beliebten Spiel, ohne ihm sichtbar etwas hinzuzufügen. Vielleicht erklärt genau das, warum die Ankündigung weniger Vorfreude als vielmehr Verwunderung ausgelöst hat. In meinen Augen hätte der Titel eher ein komplettes Remake verdient, mit einer visuellen Qualität, die sich zumindest an Tales of Arise orientiert oder diese sogar übertrifft. Schon zum ursprünglichen Release war Berseria kein grafisches Vorzeigespiel, und das jetzige Remaster baut auf dieser Basis kaum spürbar auf. Die Reaktionen zeigen damit weniger ein Problem dieses einen Spiels, sondern vielmehr eine wachsende Erwartungshaltung der Spieler an Remaster insgesamt.
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