Cloud Strife und Sephiroth stehen sich in einer nächtlichen Szene aus Final Fantasy VII Rebirth gegenüber, während im Hintergrund bewaffnete Soldaten zu sehen sind.

Bei Final Fantasy 7 Remake Part 3 setzt Square Enix bewusst auf Kontinuität. Die Entscheidung gegen einen Engine-Wechsel ist weniger technisches Statement als ein pragmatischer Blick auf Entwicklung, Timing und Erwartungen.

Während viele große Rollenspiele derzeit auf neue Technik setzen, verfolgt Final Fantasy 7 Remake Part 3 einen anderen Ansatz. Statt Umbrüche in der Produktion zu riskieren, priorisiert das Team einen reibungslosen Abschluss der Trilogie.

Der Fokus auf Planungssicherheit und einen sauberen Abschluss ist derzeit auch bei anderen Großprojekten zu beobachten. Crimson Desert hat zuletzt den Goldstatus erreicht und damit einen entscheidenden Schritt Richtung Veröffentlichung gemacht.

Vertraute Technik statt riskanter Umstellung

Die Unreal Engine 4 ist dabei keineswegs ein unveränderter Standardbaukasten. Hamaguchi macht deutlich, dass das Team die Engine über mehrere Projekte hinweg stark angepasst und erweitert hat. Viele interne Tools, Pipelines und Optimierungen sind speziell auf die Bedürfnisse der Remake-Trilogie zugeschnitten. Ein Wechsel auf Unreal Engine 5 würde bedeuten, diese gewachsenen Strukturen zumindest teilweise neu aufzubauen.

Gerade in einer späten Entwicklungsphase kann ein solcher Umbruch erhebliche Risiken verursachen. Eine neue Technik verspricht zwar zusätzliche Möglichkeiten, erfordert aber auch Einarbeitung, Tests und Anpassungen. Niemals ist garantiert, dass sich der Aufwand am Ende auszahlt. Vor allem gilt das, wenn ein Projekt bereits auf einer stabilen Grundlage steht.

Hamaguchi hatte bereits 2024 betont, dass ein Engine-Wechsel nur dann sinnvoll wäre, wenn er die Entwicklung messbar beschleunigt. Diese Einschätzung scheint sich nun bestätigt zu haben. Statt technischer Experimente setzt Square Enix auf Planungssicherheit und ein eingespieltes Team.

Final Fantasy 7 Remake Part 3: Ein sauberer Abschluss der Trilogie

In seinen aktuellen Aussagen macht Hamaguchi zudem klar, dass sich Part 3 in einer fortgeschrittenen Phase befindet. Das Projekt habe einen Punkt erreicht, an dem es zunehmend der ursprünglichen Vision entspreche, die er für den Abschluss der Trilogie hatte. Auch wenn konkrete Details oder ein Release-Zeitraum weiterhin offenbleiben, lässt diese Formulierung auf einen stabilen Entwicklungsstand schließen.

Das Auslassen der Unreal Engine 5 ist kein technischer Abstrich. Weder Grafikqualität noch Umfang lassen sich allein an der verwendeten Engine festmachen. So viel ist sicher. Ich persönlich finde es gut, wenn sich Entwickler auf bewährte Strukturen konzentrieren, statt jedem neuen Techniktrend sofort hinterherzuspringen. Enttäuscht euch die Entscheidung von Naoki Hamaguchi? Oder findet ihr seine Haltung gut?

Quelle: GamesRadar

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