Steam-Logo auf schwarzem Hintergrund

Über Valve ziehen erneut dunkle Wolken auf. In den USA nimmt eine Sammelklage das Lootbox-System des Unternehmens ins Visier.

Gegen Valve wurde in den Vereinigten Staaten eine Sammelklage eingereicht. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, über Lootboxen in Videospielen ein rechtswidriges Glücksspielsystem betrieben zu haben. Die Klage ging am 9. März 2026 beim US-Bezirksgericht für den Western District of Washington ein.

Unternehmen haben nicht immer extern mit Klagen oder Konkurrenz zu kämpfen, manchmal brennt es auch von innen. So war es bereits im Januar 2026 bei Ubisoft. Gewerkschaften stellten sich offen gegen CEO Guillemot.

Vorwürfe gegen Lootbox-Systeme von Valve

Die Kanzlei Hagens Berman vertritt eine Gruppe betroffener US-Verbraucher. Laut Klage soll Valve Lootboxen gezielt so gestaltet haben, dass sie durch psychologische Mechanismen Spieler zum Geldausgeben bewegen.

Kritiker verweisen vor allem darauf, dass auch Minderjährige auf diese Systeme zugreifen können. Laut den Klägern habe Valve keine ausreichenden Schutzmaßnahmen wie Altersverifikation oder elterliche Zustimmung eingeführt. Der Anwalt Steve Berman erklärte, das Unternehmen habe die Chancen bewusst gegen Spieler ausgerichtet, die eigentlich nur Unterhaltung gesucht hätten.

Bereits im letzten Jahr führte Indien eigene Maßnahmen gegen Loot-Systeme ein. Das Gesetz verbietet Online-Money-Games sowie deren Werbung und Zahlungsabwicklung. Gleichzeitig schaffte es eine Aufsichtsbehörde und stellte eSports sowie sogenannte „sichere“ Online-Spiele unter Förderung.

Mehrere Spiele auf Steam genannt

In der Klage werden unter anderem mehrere bekannte Titel genannt, darunter Counter-Strike 2, Dota 2 und Team Fortress 2. Betroffene Spieler können sich über eine Website der Kanzlei melden, wenn sie glauben, durch Lootbox-Systeme finanziell geschädigt worden zu sein.

Der neue Fall ist nicht der erste rechtliche Schritt gegen Valve. Erst kürzlich hatte auch der US-Bundesstaat New York eine Klage gegen das Unternehmen eingereicht.

In beiden Verfahren geht es vor allem um Lootboxen. Die Kläger argumentieren, dass diese Systeme Spieler, besonders jüngere Nutzer, früh mit Glücksspielmechaniken konfrontieren. Wie steht ihr zu dieser Situation? Muss Valve einen Riegel vorgeschoben bekommen?

Quelle: Insider-Gaming

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