Naoki Hamaguchi spricht ausführlicher darüber, wie sich Final Fantasy nach der Remake-Trilogie weiterentwickeln könnte. Dabei geht es auch um jüngere Spieler und die Zukunft der Reihe.
Die Reihe steht seit Jahren vor einer schwierigen Aufgabe. Einerseits besitzt die Marke eine riesige und treue Fanbasis, andererseits wird genau diese Spielgemeinde zunehmend älter. Jetzt hat Final-Fantasy-VII-Remake-Director Naoki Hamaguchi darüber gesprochen, wie Square Enix die Reihe langfristig für neue Generationen öffnen könnte.
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Hamaguchi denkt bereits über die Zeit nach der Remake-Trilogie nach
In einem Interview mit Nintenderos erklärte Naoki Hamaguchi, dass ihn sowohl neue Projekte außerhalb von Final Fantasy als auch die Zukunft der Reihe selbst reizen würden. Zunächst wolle er jedoch die Erwartungen rund um die laufende Final-Fantasy-VII-Remake-Trilogie erfüllen. Wichtig sei ihm dabei, Fans noch mehr Tiefe bei den Figuren und der Welt zu bescheren. Er beobachtete allerdings sehr genau, dass die Fanbasis immer älter werde.
Deshalb müsse Square Enix laut Hamaguchi darüber nachdenken, wie sich das Potenzial der Marke für die nächste Spielergeneration erweitern lasse. Auch Produzent Naoki Yoshida, besser bekannt als Yoshi-P, sprach zuletzt über ähnliche Probleme. Die langen Entwicklungszeiten moderner Final-Fantasy-Spiele würden dazu führen, dass jüngere Spieler oft kaum noch eine enge Verbindung zur Reihe aufbauen.
Marktforschungsdaten scheinen diese Entwicklung zu bestätigen. Berichten zufolge waren rund 77 Prozent der Spieler von Final Fantasy VII Rebirth in den USA älter als 30 Jahre. Trotzdem machte Hamaguchi deutlich, dass seine Zukunft nicht zwangsläufig nur aus Final Fantasy bestehen müsse. Er könne sich auch Projekte vorstellen, die sich stärker von bisherigen Square-Enix-Spielen unterscheiden.
Final Fantasy muss sich weiterentwickeln
Genau darin liegt vermutlich die schwierigste Aufgabe für Square Enix. Man wird es nie allen Spielern gleichzeitig recht machen können. Viele jüngere Spieler wachsen heute mit anderen Prioritäten auf. Service-Games, Multiplayer-Systeme und dauerhaft laufende Inhalte dominieren große Teile des Marktes, weil dort oft enorme Umsätze entstehen.
Darum entsteht aber häufig der Eindruck, dass manche Spiele stärker auf Masse und Monetarisierung ausgelegt sind als auf Atmosphäre, Figuren oder erinnerungswürdige Abenteuer. Dabei zeigen neuere Spiele wie Clair Obscur: Expedition 33 oder Baldur’s Gate 3 ziemlich genau, dass auch jüngere Spieler weiterhin großes Interesse an umfangreichen Einzelspieler-Rollenspielen besitzen. Selbst The Witcher 3: Wild Hunt bleibt Jahre nach Release ständig ein Gesprächsthema.
Vielleicht liegt die Zukunft deshalb eher in einem Mittelweg. Square Enix könnte versuchen, modernere Ideen einzubauen, ohne den Ur-Kern aufzugeben. Dass sich eine Reihe weiterentwickeln muss, wirkt nachvollziehbar. Es wäre jedoch schade, wenn Final Fantasy irgendwann nur noch Trends hinterherläuft statt seine eigene Identität zu bewahren. Seht ihr es auch so?
Quelle: GamesRadar
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