Pal mit Gatling-Geschütz kämpft in der offenen Welt von Palworld

Seit dem Top-Start von Version 1.0 hat Palworld einige Spieler verloren. Für Pocketpair ist die aktuelle Zahl trotzdem kein Beinbruch.

Für manche Spiele genügt bereits ein sinkender Balken auf SteamDB, um sie feierlich für tot zu erklären. Palworld kennt diese Diskussion spätestens seit dem ersten Hype im Jahr 2024. Die nächste Runde macht jetzt Ding Dong.

John „Bucky“ Buckley, Leiter für Publishing und Kommunikation bei Pocketpair, nimmt die erwarteten Untergangsrufe mit Humor. Drei Wochen nach dem Start von Version 1.0 versammeln sich unter der Woche beständig rund eine halbe Million Spieler zur selben Zeit auf Steam.

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Palworld hält sich bei einer halben Million Spielern

Buckley veröffentlichte seine Reaktion am 30. Juli 2026 in den sozialen Medien. Er zeigte sich verblüfft darüber, dass Palworld drei Wochen nach Version 1.0 unter der Woche noch immer die Marke von 500.000 gleichzeitig aktiven Steam-Spielern erreicht. Diese Entwicklung bezeichnete er schlicht als verrückt. Da muss ich ihm zustimmen, denn welche Spiele halten so viele Leute gleichzeitig auf eine Plattform?

Anschließend wandte er sich scherzhaft an diejenigen, die bereits auf den nächsten großen Absturz warten. Einige Menschen würden liebend gerne verkünden, Palworld habe einen bestimmten Anteil seiner Spieler verloren und sei daher ein totes Spiel. Beim aktuellen Tempo müssten sie sich damit jedoch mindestens eine oder zwei weitere Wochen gedulden.

Buckley bedankte sich erneut bei den Spielern, die Version 1.0 zu einem solchen Erfolg gemacht haben. Die Zahlen stützen seine Reaktion. Zum Zeitpunkt meiner Prüfung am 31. Juli spielten knapp 495.000 Menschen Palworld auf Steam. Der Tageshöchstwert lag bei mehr als 542.000 gleichzeitig aktiven Spielern. Damit gehörte das Survival-Abenteuer immer noch zu den meistgespielten Titeln der Plattform.

Übrigens: Palworld räumt nach Version 1.0 eines seiner größten Mod-Probleme aus.

Der Rekord von 2024 lässt fast jede Zahl klein aussehen

Natürlich hat Palworld seit seinen größten Tagen zahlreiche Spieler verloren. Beim ursprünglichen Early-Access-Start erreichte das Spiel im Januar 2024 einen Höchstwert von mehr als 2,1 Millionen gleichzeitig aktiven Steam-Nutzern. Gemessen an diesem Wunder-Rekord entspricht eine halbe Million nur noch ungefähr einem Viertel.

Solche Vergleiche machen Buckley zufolge jedoch keinen Sinn. Ein Spiel muss seinen Rekord nicht dauerhaft halten, um erfolgreich zu bleiben. Neue Veröffentlichungen erleben häufig einen gewaltigen Ansturm, bevor ein Teil der Spieler weiterzieht oder nur noch zu Updates zurückkehrt.

Palworld bewies nach dem Start der Vollversion zudem, dass das Interesse nicht sofort wieder verschwand. Am zweiten Wochenende nach Version 1.0 kletterte der Höchstwert auf beinahe 962.000 gleichzeitig aktive Steam-Spieler. Das waren über 100.000 mehr als am vorherigen Wochenende.

Version 1.0 erschien am 10. Juli 2026 und beendete die mehr als zweijährige Early-Access-Phase. Pocketpair ergänzte unter anderem 72 neue Pals, die fliegende Insel Sunreach, den Weltenbaum und umfangreiche Überarbeitungen an der Spielwelt, dem Basisbau und dem Mehrspielermodus.

Pocketpair kennt die „Dead Game“-Debatte bereits

Buckley äußerte sich nicht zum ersten Mal zu vorschnellen Todeserklärungen. Bereits im Juni kritisierte er die Angewohnheit, Spiele allein anhand einer sinkenden Zahl gleichzeitig aktiver Nutzer abzuschreiben.

Eine Momentaufnahme verrät laut seiner Erklärung nicht, wie viele unterschiedliche Menschen ein Spiel innerhalb eines Tages oder Monats besuchen. Während einige Nutzer eine Sitzung beenden, können andere ihren Platz einnehmen, ohne dass sich die Zahl verändert. Tages- und Monatswerte zu einzigartigen Spielern seien für eine Bewertung daher wesentlich aussagekräftiger.

Buckley bestreitet nicht, dass Online-Spiele tatsächlich sterben oder vollständig eingestellt werden können. Viele Titel würden jedoch jahrelang mit einigen Tausend täglichen Spielern auskommen. Nicht jedes Spiel brauche Millionen Nutzer oder eine stündliche Prüfung seiner Steam-Kurve.

Bei Palworld wirkt die nächste Todeserklärung ohnehin verfrüht. Eine halbe Million gleichzeitig aktive Spieler auf nur einer Plattform dürfte für die meisten Entwickler eher wie ein Traum als wie eine Beerdigung klingen.

Was meint ihr? Sind sinkende Steam-Zahlen ein berechtigter Grund zur Sorge oder werden Spiele mittlerweile viel zu schnell für tot erklärt? Mehr Gaming-Inhalte von Quest Knight findet ihr auch auf YouTube. Dort teile ich News, Shorts und persönliche Eindrücke zu aktuellen Spielen, die mich gerade beschäftigen.

Quelle: GamesRadar

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