The Relic: First Guardian wollte Soulslike-Fans wie mich mit koreanischen Mythen und zahlreichen Bosskämpfen locken. Direkt nach der Veröffentlichung kippt die Stimmung jedoch in eine andere Richtung. Jetzt überlege ich mir ganz streng, ob ich es mir überhaupt selbst hole.
Bis zu 80 Bosse, fünf Waffentypen und eine halboffene Fantasy-Welt klingen nach einem gewaltigen Abenteuer für alle Leute, die düstere Action-RPGs lieben. The Relic: First Guardian wollte sich so einen Platz zwischen den zahlreichen Soulslikes erkämpfen.
Der erste Eindruck auf Steam sieht aktuell nicht gerade top aus, und das ist noch sehr untertrieben. Nur ein kleiner Teil der bisherigen Käufer empfiehlt das Spiel weiter. Auch erste internationale Tests gehen hart mit dem neuen Abenteuer ins Gericht. Man könnte salopp formulieren, dass selbst Justiziar brennen würde.
Ihr sucht nach harten Alternativen? Das sind die besten Soulslikes 2025.
The Relic startet mit größtenteils negativen Rezensionen
The Relic: First Guardian erschien am 30. Juli 2026 auf Steam. Zum Zeitpunkt meiner Prüfung fallen lediglich 31 Prozent von 45 gewerteten Rezensionen positiv aus. Steam fasst die bisherigen Meinungen daher als „größtenteils negativ“ zusammen.
Die Bewertungsbasis ist noch sehr klein und kann sich innerhalb weniger Tage immens verändern. Für ein frisch veröffentlichtes Spiel ist das frühe Urteil dennoch wie saure Milch in der Gaming-Welt. Die Zahl zeigt zumindest, dass viele der ersten Käufer nicht zufrieden aus Arsiltus zurückkehren.
Die offizielle Beschreibung sparte hingegen nicht mit großen Versprechen. In der halboffenen Welt sollen euch bis zu 80 mythische Bossbegegnungen erwarten. Jede dieser Kreaturen besitzt laut Entwickler eine eigene tragische Geschichte. Dazu kommen fünf Waffenarten, eigene Fähigkeiten und mehr als 70 passive Effekte für unterschiedliche Ausrüstungen.
Das kleine Kernteam von Project Cloud Games soll sechs Jahre an dem Action-RPG gearbeitet haben. Umso härter trifft die Entwickler der schwache Empfang unmittelbar nach dem Release.
Auch erste Tests zerlegen das Soulslike
Nicht nur die Nutzerwertungen auf Steam fallen schlecht aus. GamingTrend vergab lediglich 30 von 100 Punkten und bezeichnet The Relic: First Guardian sogar als einen Kandidaten für das schlechteste Spiel des Jahres 2026.
Der Test kritisiert unter anderem eine schwache technische Umsetzung, ständige Ruckler, lange Ladezeiten und eine verschwommene Darstellung. Auch die Kamera, das Kampfsystem und die häufig wiederverwendeten Umgebungen kommen schlecht weg. Lob erhält zumindest die Möglichkeit, verschiedene Relikte miteinander zu kombinieren.
CGMagazine kommt zu einem ähnlich harten Ergebnis und bewertet die PS5-Fassung mit drei von zehn Punkten. Der Tester bemängelt verzögerte Eingaben, eine unzuverlässige Kamera und ein Blocksystem, dessen Regeln kaum nachvollziehbar seien. Die Bosskämpfe würden dadurch nicht wegen ihrer Schwierigkeit, sondern wegen der technischen und spielerischen Probleme zur Geduldsprobe.
Beide Tests beziehen sich auf die PlayStation-5-Version. Einzelne technische Probleme lassen sich daher nicht automatisch auf den PC übertragen. Die niedrige Steam-Wertung zeigt jedoch, dass auch dort viele Käufer mit dem Ergebnis hadern.
Das endgültige Urteil steht noch aus
Von einem endgültigen Flop lässt sich nach so kurzer Zeit und nur wenigen Steam-Rezensionen noch nicht sprechen. Die bisherigen Pressewertungen sehen jedoch nicht rosig aus. Auf Metacritic steht die PlayStation-5-Version aktuell bei 54 Punkten, während die PC-Fassung auf 57 Punkte kommt. Damit fallen beide Durchschnittswertungen eher durchwachsen aus.
Updates könnten technische Fehler beheben und die Stimmung nachträglich drehen. Der erste Eindruck bleibt trotzdem hängen. Ausgerechnet das Spiel, das mit bis zu 80 tragischen Bossgeschichten wirbt, erlebt nun selbst einen ziemlich tragischen Start.
Habt ihr The Relic: First Guardian bereits ausprobiert oder schrecken euch die frühen Wertungen ab? Mehr Gaming-Inhalte von Quest Knight findet ihr auch auf YouTube. Dort teile ich News, Shorts und persönliche Eindrücke zu aktuellen Spielen, die mich gerade beschäftigen.
Quelle: Steam
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