Militsioner macht aus einem eigentlich ernsten Problem eine der seltsamsten Ausgangslagen, die ich seit Langem in einer immersiven Simulation gesehen habe. Ihr werdet verhaftet, obwohl ihr angeblich nichts verbrochen habt, und müsst aus einer surrealen Stadt entkommen. Dummerweise wacht über euch ein gigantischer Polizist, dessen Blick fast überallhin reicht. Und ja, statt nur vor ihm wegzulaufen, könnt ihr auch versuchen, dem gigantischen Gesetzeshüter schöne Augen zu machen.
TALLBOYS und Critical Reflex schicken MILITSIONER 2027 auf Xbox Series X|S und PC los. Auf Xbox wandert der bizarre Polizeitrip direkt in den Game Pass und unterstützt Xbox Play Anywhere. Die Steam-Version stand schon fest, jetzt hat das Spiel auch eine Xbox-Fassung und endlich ein grobes Release-Fenster.
Auf Steam könnt ihr euch obendrein für den Playtest anmelden. Eine deutsche Benutzeroberfläche und deutsche Untertitel sind ebenfalls drin.
Der riesige Polizist sieht fast alles in Militsioner
Ihr spielt einen einfachen Bürger, der festgenommen wird. Vor Gericht sieht es für euch recht düster aus, also bleibt eigentlich nur die Flucht aus der Stadt. Dummerweise liegt zwischen euch und dem rettenden Bahnhof noch einiges an Ärger.
Über den Häusern hockt ein gigantischer Polizist und beobachtet, was ihr treibt. Brecht ihr nachts irgendwo ein und veranstaltet dabei zu viel Krach, kann der Riese aufwachen und direkt nach euch greifen. Dann hilft nur noch Beine in die Hand nehmen und irgendwo untertauchen.
Militsioner möchte euch selten nur eine einzige Lösung vor die Nase setzen. Braucht ihr etwa ein Zugticket, könnt ihr der Mitarbeiterin am Schalter ein Geschenk machen und versuchen, sie auf eure Seite zu ziehen. Ihr könnt aber auch die Absperrung zerlegen oder nachts einbrechen und das Ticket klauen. Eure Aktionen verschwinden danach nicht einfach im Nirgendwo. Die Stadt reagiert auf das, was ihr euch erlaubt.
Ihr könnt euch mit dem Polizisten sogar verabreden
Noch schräger wird es beim Beziehungssystem. Zuerst dachte ich, ich lese nicht richtig. Jeder Charakter besitzt eine Art Tamagotchi-ähnliche Stimmung, selbst der riesige Gesetzeshüter über euren Köpfen. Ihr könnt Menschen helfen, sie ausnutzen, bestehlen, belügen oder einfach versuchen, ihre Laune in eine für euch angenehmere Richtung zu schubsen.
Beim Polizisten nimmt das Ganze endgültig seltsame Formen an. Ihr könnt ihm schmeicheln, mit ihm flirten und ihn offenbar so weit um den Finger wickeln, dass am Ende sogar eine Verabredung drin ist. Xbox erwähnt diese Möglichkeit tatsächlich selbst. Ein paar Blumen im Inventar können bei einem haushohen Gesetzeshüter also sinnvoller sein als ein Dietrich.
Falls euch das Date mit dem Riesen zu viel Romantik für einen Fluchtversuch ist, könnt ihr natürlich anders vorgehen. Schleichen, Diebstahl, Einbrüche und einfaches Davonrennen funktionieren ebenfalls. Bewohner, Autos, Züge und sogar der Polizist folgen eigenen Tagesabläufen. Wer nachts irgendwo einbrechen möchte, sollte also vorher prüfen, wer gerade schläft und wer noch aus dem Fenster glotzt.
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Quelle: Xbox Wire
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