Stalker 2 drei Stalker sitzen und stehen an einem Lagerfeuer in der Zone

Stalker 2 hat seit seiner Veröffentlichung einen langen Weg hinter sich. GSC Game World erklärt nun, warum das Studio nicht einfach noch ein oder zwei Jahre weiterentwickelte, bevor Spieler überhaupt in die Zone durften.

Nach einem holprigen Launch ist der Ratschlag schnell ausgesprochen. Das Spiel hätte einfach länger in Entwicklung bleiben müssen. GSC-Chef Ievgen Grygorovych findet diese Rechnung jedoch zu einfach. Denn irgendwann geht Entwicklern nicht nur das Geld aus.

Mit Update 2.0 kamen auch neue Waffen dazu. Wo ihr die geheime ARev Jagerblick findet, zeige ich euch in meinem Guide.

Frisches Spielerfeedback war für GSC wichtig

Im Gespräch mit PC Gamer auf der Gamescom wurde Grygorovych gefragt, warum Stalker 2 nicht einfach so lange in Entwicklung blieb, bis es den heutigen Stand erreicht hatte.

Seine Antwort beginnt bei den Spielern. Ein Entwickler könne sein eigenes Spiel nicht ewig nur aus der Innensicht beurteilen. Irgendwann brauche es frische Reaktionen von Menschen, die nicht schon seit Jahren jeden Winkel, jede Mechanik und jeden Fehler kennen.

Dass Stalker 2 zum Release trotzdem ordentlich Probleme mitschleppte, ist bekannt. Die Entwicklung verlief alles andere als ruhig. Das Studio musste mehrfach umplanen, kämpfte mit internen Rückschlägen und verschob das Spiel vor der Veröffentlichung mehrfach. Einfach noch ein paar Monate dranzuhängen hätte Grygorovychs Problem also nicht zwangsläufig gelöst.

Stalker 2: Zwei weitere Jahre wären kaum finanzierbar gewesen

Und dann ist da noch das Geld. Zwei zusätzliche Jahre Entwicklung müssen schließlich auch bezahlt werden. Grygorovych glaubt nicht, dass sich die meisten Studios einen solchen Zeitraum leisten können.

Mehr Zeit würde wohl kaum ein Entwickler ablehnen. Nur müssen währenddessen laufend Gehälter, Büros und die restliche Produktion finanziert werden. Grygorovych verweist auf Entlassungen und  Studioschließungen und beschreibt die Lage am Markt als miserabel.

Irgendwann muss ein Studio deswegen entscheiden, wie lange es sich die weitere Entwicklung überhaupt noch leisten kann. Bei Stalker 2 kam der Release, obwohl intern noch reichlich Arbeit übrig war. GSC machte danach weiter und schob über zahlreiche Updates Verbesserungen nach.

Das entschuldigt den holprigen Zustand zum Start nicht. Aber „Dann verschiebt das Spiel eben noch zwei Jahre“ klingt erheblich einfacher, wenn man die zwei Jahre nicht bezahlen muss.

Inzwischen ist auch die nächste große Erweiterung für Stalker 2 erschienen. Wie ihr Cost of Hope startet, zeige ich euch in meinem Guide.

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Quelle: PC Gamer

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