Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor – Eine Heldengruppe steht in einer alten Tempelruine zwei gefährlichen Kobraschlangen gegenüber.

Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor wollte 2001 mit Baldur’s Gate 2 konkurrieren, scheiterte jedoch an zahlreichen Schwächen. Jetzt bekommt der D&D-Klassiker eine zweite Chance.

Manche Rollenspiele werden erst Jahre nach ihrer Veröffentlichung richtig geschätzt. Andere verschwinden in der Versenkung, weil sie die hohen Erwartungen ihrer Fans nicht erfüllen können. Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor gehört eher zur zweiten Kategorie.

Als das Dungeons-&-Dragons-Rollenspiel 2001 erschien, wollte es an die Erfolge der legendären Gold-Box-Reihe anknüpfen. Doch langatmige Kämpfe, technische Probleme und eine schwache Handlung machten dem ambitionierten Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.

25 Jahre später bekommt das Spiel eine zweite Chance. Publisher SNEG holt den Klassiker am 6. November 2026 auf Steam und GOG zurück. Wer neugierig geworden ist, kann schon jetzt eine kostenlose Demo herunterladen.

Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor konnte sogar Windows beschädigen

Hinter Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor steckte Stormfront Studios, während Ubisoft damals den Vertrieb übernahm.

Das Rollenspiel führte euch in die Vergessenen Reiche, die D&D-Fans auch aus Baldur’s Gate kennen. Es gehörte zu den ersten PC-RPGs, die mit dem Regelwerk der dritten D&D-Edition arbeiteten.

Die Erwartungen waren hoch. Baldur’s Gate 2 hatte nur ein Jahr zuvor gezeigt, wie groß die Begeisterung für solche Rollenspiele sein konnte.

Pool of Radiance konnte daran nicht anknüpfen. GameStar vergab 2001 lediglich 69 Punkte und kritisierte unter anderem die langsamen Kämpfe sowie das verwirrende Spieldesign.

Richtig übel wurde es bei der Technik. Die ursprüngliche US-Fassung besaß einen Installationsfehler, der beim Deinstallieren unter bestimmten Umständen wichtige Windows-Dateien löschen konnte. Das bestätigt der Bericht von GameSpot.

Ein Rollenspiel, das beim Verlassen noch einen letzten Angriff auf euren Computer startet, dürfte kaum jemand vermisst haben.

4K, Controller-Unterstützung und ein Modus für Nostalgiker

Für die Neuveröffentlichung hat SNEG gemeinsam mit Wizards of the Coast ordentlich am alten Spiel gewerkelt.

Die neue Fassung unterstützt Breitbildauflösungen bis 4K, nutzt hochskalierte Hintergründe und bekommt eine überarbeitete Benutzeroberfläche.

Eine neue Aktionsleiste, mehr Hilfetexte, eine angepasste Kamerasteuerung und vollständige Controller-Unterstützung sollen die Bedienung weniger sperrig machen.

Die Geschwindigkeit der Kampfanimationen könnt ihr ebenfalls verändern. Die langsamen Gefechte gehörten 2001 zu den großen Kritikpunkten. Wer keine Lust auf minutenlanges Zugucken hat, kann hier also nachhelfen.

Mit dem optionalen Legacy-Modus lässt sich das Spiel näher an die ursprüngliche Fassung rücken. Einzelne Modernisierungen könnt ihr separat ein- oder ausschalten.

Steam-Erfolge, Cloud-Speicherstände und Unterstützung für das Steam Deck sind ebenfalls dabei. Laut Publisher wurden zudem zahlreiche Fehler des Originals beseitigt.

Kostenlose Demo lässt euch euren Fortschritt behalten

Die kostenlose Demo auf Steam ist am 19. Oktober 2026 gestartet und Teil des Steam Next Fest, das bis zum 26. Oktober läuft.

Ihr könnt eine Heldengruppe zusammenstellen, das erste Gebiet erkunden und ausprobieren, wie sich die überarbeitete Fassung spielt.

Euren Spielstand müsst ihr danach nicht wegwerfen. Der Fortschritt lässt sich in die Vollversion übernehmen.

Im fertigen Rollenspiel erstellt ihr bis zu vier eigene Charaktere und nehmt zwei weitere Begleiter mit. Danach geht es durch große Verliese, gegen Monster und einer Bedrohung entgegen, die ganz Faerûn in Schwierigkeiten bringt.

Der Publisher spricht von mehr als 100 Stunden Spielzeit. Deutsche Bildschirmtexte sind laut Steam vorgesehen. Wer wissen möchte, ob aus dem Problemkind von 2001 diesmal ein besseres Rollenspiel geworden ist, kann sich mit der Demo schon vor dem Release selbst ein Bild machen.

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Quelle: Gamepress

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