Eine Güterlinie in Transport Fever 3 kann Waren bewegen und trotzdem rote Zahlen schreiben. Der Transport allein bringt noch kein Geld: Bezahlt wird erst, wenn die Fracht ihr Ziel erreicht.
Jedes eingesetzte Fahrzeug kostet Geld. Schickt ihr zu viele Lkw, Züge oder Schiffe auf eine Strecke, steigen die laufenden Kosten, ohne dass eure Einnahmen im gleichen Maß wachsen.
Eine gut ausgelastete Linie ist deshalb wichtiger als möglichst viele Fahrzeuge. Wenn drei Lkw dieselbe Warenmenge schaffen, bringt euch ein vierter im Zweifel nur eine weitere Rechnung.
Geld gibt es erst am Ende eines Transportabschnitts
Bei Lieferketten mit mehreren Verkehrsmitteln bekommt nicht jede Linie sofort Geld, sobald sie ihre Fracht irgendwo abliefert.
Bringt ein Schiff Rohöl zu einem Lager und übernimmt dort ein Lkw den Weitertransport zur Raffinerie, erhält die Schiffsverbindung am Lager noch keine Einnahmen. Bezahlt werden die beteiligten Transportwege erst, wenn das Rohöl die Raffinerie erreicht.
Sieht eine Linie zeitweise nach einem Verlustgeschäft aus, prüft deshalb die komplette Lieferkette. Bleibt die Ware in einem Lager hängen, wartet auch die vorherige Verbindung noch auf ihr Geld.
Zu viele Fahrzeuge können eure Linie ins Minus drücken
Jeder Lkw, jeder Zug, jedes Schiff und jedes Flugzeug verursacht laufende Kosten. Mehr Fahrzeuge bringen euch nur etwas, wenn die Linie diese Kapazität auch braucht.
Fahren mehrere Lkw ständig halb leer oder warten Züge lange auf neue Ware, bezahlt ihr für Kapazität, die kaum genutzt wird.
Schaut deshalb, wie viel Fracht tatsächlich nachkommt. Stehen regelmäßig große Warenmengen bereit, kann ein weiteres Fahrzeug helfen. Haben eure bisherigen Fahrzeuge schon viel freien Platz, macht eine größere Flotte die Linie nur teurer.
Produziert die angeschlossene Industrie zu wenig, erhöht lieber ihren Ausstoß, statt noch mehr Fahrzeuge auf die Strecke zu schicken.
Lange Ladezeiten kosten euch Geld
Langsame Verladung kann eine Güterlinie ebenfalls ins Minus drücken.
Transport Fever 3 unterscheidet mehrere Frachtarten sowie darauf ausgelegte Fahrzeuge, Stationen und Lager. Spezialisierte Infrastruktur lädt die richtige Ware schneller, während universelle Lösungen flexibler bleiben, dafür aber mehr Zeit brauchen.
Transportiert ihr Rohöl mit einem ungeeigneten Lkw, kann sich das Beladen stark verzögern. Während das Fahrzeug am Terminal herumsteht, laufen die Kosten weiter, ohne dass Geld hereinkommt.
Schreibt eine Güterlinie rote Zahlen, prüft deshalb die Frachtart, das Fahrzeug und die Verladestation.
Prüft die komplette Lieferkette statt nur eine einzelne Linie
Eine rote Linie bedeutet nicht immer, dass dieser Streckenabschnitt falsch gebaut wurde.
Bei mehrstufigen Lieferketten hängen die Einnahmen der einzelnen Abschnitte zusammen. Bleibt die Ware am nächsten Lager liegen oder erreicht die Industrie oder den Abnehmer nicht, kann auch eine funktionierende Zubringerlinie lange ohne Einnahmen dastehen.
Werden eure Waren nicht weitertransportiert, prüft zuerst die komplette Lieferkette. Funktioniert sie, schaut auf die Auslastung, die Fahrzeugzahl, die Ladezeiten und die laufenden Kosten.
Zehn Lkw lösen schließlich kein Finanzproblem, wenn acht davon hauptsächlich bezahlte Stadtrundfahrten unternehmen.
Noch mehr von Quest Knight gibt es auf YouTube. Dort landen News, Shorts und Videos zu Spielen, die mich gerade beschäftigen. Wer auch beim Blog nichts verpassen möchte, kann zusätzlich meinen Newsletter abonnieren. Und vergesst nicht: Immer schön weiterquesten.
Quelle: Dev Blog – Episode 2

