Symbolisches Bild über die besten Soulslikes 2025. Der Quest-Knight steht einem Monster gegenüber.

Schwer, erbarmungslos und trotzdem wunderschön: Soulslikes gehören für mich zur Königsdisziplin moderner Action-RPGs. 2025 zeigt sich, wie vielfältig es geworden ist. Folgende Spiele haben mich geprägt, überrascht oder einfach nicht mehr losgelassen.

Es gibt kaum ein Genre, das mich so fasziniert wie Soulslikes. Früher war das völlig anders. Ich belächelte Spieler, die sich freiwillig solche Spiele angetan haben. Warum sollte man Areale durchqueren, nur um am Ende von einem Mega-Boss aufs Maul zu bekommen? Doch irgendwann kam der Tag, an dem ich es mir mit Freuden selbst antat. Denn jedes Mal, wenn ich sterbe, lerne ich etwas Neues über Gegner, Mechaniken, aber auch über mich selbst.

Im Jahr 2025 haben mich Soulslikes wie The First Berserker: Khazan besonders mitgerissen, aber auch in den letzten Jahren sind einige echte Spielperlen erschienen. Also habe ich meine persönlichen Favoriten zusammengestellt. Hier sind Spiele, die mich fordern, belohnen und manchmal auch an den Rand der Verzweiflung bringen, im besten Sinne.

Findet hier mehr über die Psychologie hinter Soulslikes heraus.

SpielReleasePlattformen
The First Berserker: Khazan2025PC, PS5, Xbox Series X/S
Sekiro: Shadows Die Twice2019PC, PS4, Xbox One
Lies of P2023PC, PS4, Xbox One, PS5, Xbox Series X/S
Demon’s Souls (Remake)2020PS5
Mortal Shell2020PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Switch
Wuchang: Fallen Feathers2025PC, PS5, Xbox Series X/S
Wo Long: Fallen Dynasty2023PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S, Xbox One
The Surge2017PC, PS4, Xbox One
Nioh 22020PC, PS4, PS5

Die besten Soulslikes 2025 – The First Berserker: Khazan

Manchmal reicht ein einziger Schlag, um zu verstehen, dass man es hier mit einem echten Berserker zu tun hat. The First Berserker: Khazan ist wuchtig, brutal und stolz auf seine rohe Energie. Die Geschichte spielt im „Dungeon & Fighter“-Universum, doch wer das nicht kennt, wird trotzdem sofort von der düsteren Rachehandlung gepackt. Ein gefallener Held, entehrt und verraten, kämpft sich durch eine Welt aus Blut und Metall. Was mir besonders an diesem Spiel gefällt, ist die Inspiration vom Manga Berserk. Außerdem erinnert mich Blade Phantom, einer der mysteriösesten Charaktere in Khazan, stark an die Berserk-Armor.

Ein gepanzerter Krieger steht in einer dunklen Gebirgslandschaft unter einem verfinsterten Mond – epische Fantasy-Szene aus The First Berserker: Khazan.
Quelle: Neople

Das Kampfsystem ist schnell, präzise und lässt mich jede Parade fühlen. Die wuchtigen Animationen, kombiniert mit einem brachialen Soundtrack, machen jede Auseinandersetzung zum kleinen Adrenalinschub. Grafisch überzeugt Khazan mit detailreichen Arenen, zerrissenen Bannern und finster glimmenden Ruinen, die an klassische Souls-Momente erinnern. Es ist ein Spiel, das nicht versucht, FromSoftware zu kopieren, sondern seinen eigenen, blutgetränkten Weg geht.

Ich kann nur sagen: Bitte mehr davon.

Sekiro: Shadows Die Twice

Unter den besten Soulslikes darf dieses meisterhafte Spiel nicht fehlen. Verschmilzt mit eurer Klinge und erfahrt, was wahre Willenskraft bedeutet.

Es gibt Spiele, die verlangen Geduld. Sekiro verlangt pure Entschlossenheit. FromSoftwares Schwertkampf-Epos schickt mich als Wolf durch ein Japan zwischen Tod und Legende. Es ist ein Ort, an dem jedes Duell eine Prüfung der Seele ist. Die Handlung erzählt leise von Loyalität und Vergänglichkeit, aber sie trifft mit der Wucht eines Katanas. Keine Level, keine Builds, keine Zuflucht in Zahlen, nur ich, mein Schwert und der Atem des Gegners.

Ein Shinobi läuft über ein Tempeldach, während rote Ahornblätter durch die Luft wirbeln – atmosphärische Herbstszene aus Sekiro: Shadows Die Twice.
Quelle: FromSoftware

Das Gameplay ist eine Meisterklasse in Timing und Kontrolle. Jeder Schlag, jede Parade fühlt sich wie ein Tanz an. Wenn sich Funken an den Klingen entzünden, vergisst man alles um sich herum. Die Grafik unterstreicht das Gefühl: goldene Tempel im Sonnenuntergang, schneebedeckte Bergdörfer und dämonische Krieger, die aussehen, als wären sie einem Albtraum entsprungen. Sekiro gehört für mich zu den besten Schwertkampfspielen auf der Welt. Aufgrund dessen, dass man sich nicht wie in Dark Souls oder Elden Ring zwischendurch hochleveln kann, ist es für viele Spieler eines der härtesten, wenn nicht sogar das härteste Soulslikes überhaupt.

Ein Stern unter den besten Soulslikes: Lies of P

Kaum ein Soulslike hat mich so überrascht wie Lies of P. Ich muss aber gestehen, dass ich es bisher nur angespielt habe, aber es wird demnächst komplett nachgeholt. Das viktorianische Krat-Stadtbild wirkt wie ein Fiebertraum aus Metall, Puppen und Lügen. Es ist düster, aber wunderschön. Ich schlüpfe in die Rolle von Pinocchio, doch hier ist nichts märchenhaft: Maschinen erheben sich, Menschen verfallen in Wahnsinn, und hinter jedem Lächeln lauert Misstrauen.

Straßen im Soulslike Lies of P.
Quelle: NEOWIZ

Das Gameplay bleibt dem klassischen Souls-Rhythmus treu, doch alles fühlt sich geschliffener an. Waffen kombinieren sich zu individuellen Stilen, Paraden klingen wie Glockenschläge aus Stahl, und jede Begegnung fordert Disziplin. Besonders die Bosskämpfe sind filmreif inszeniert.
Grafisch braucht sich Lies of P nicht zu verstecken. Die schimmernden Lichter auf nassem Pflaster und der bleierne Nebel über zerbrochenen Statuen zogen mich hinein. Es ist eine Welt, die mich gleichzeitig anzieht und abstößt.

Vorreiter aller Soulslikes: Demon’s Souls (Remake)

Das Remake auf der PS5 ist für mich ein Stück Videospielgeschichte in neuer Rüstung. Schon der Einstieg in Boletaria, mit seinem Nebel, den Türmen und den schwebenden Funken in der Luft, lässt mich spüren, dass hier alles begann. Es ist witzig, dass ich gerade ich das schreibe. Einst habe ich das ursprüngliche Demon Souls nämlich als Spiel abgeschmettert. Mir gefiel zwar die düstere Atmosphäre, aber das Soulslike-Genre war damals gar nicht meins. Erst Dark Souls 3 hat mich damals abgeholt, und aus irgendeinen Grund wurde ich selbst ein Spieler, der die Herausforderung liebt.

Ein Ritter blickt auf ein düsteres Schloss im Nebel – stimmungsvolle Szene aus Demon’s Souls (PS5 Remake).
Quelle: Bluepoint Games

Die Rahmenhandlung von Demon Souls bleibt vage, fast schon mythisch: Dämonen, gebundene Seelen, ein König, der zu viel wollte. Doch gerade dieses Geheimnisvolle ist die wahre Stärke. Ich mag, wie das Spiel mir nichts erklärt, sondern mich einfach hineinwirft, ohne Kompass, ohne Erbarmen.
Gameplay und Atmosphäre greifen perfekt ineinander. Jede Bewegung, jeder Schlag hat Gewicht. Die Beleuchtung, das metallische Klingen und die hallenden Schritte in leeren Hallen.

Kleiner Bruder unter den Soulslikes: Mortal Shell

Mortal Shell ist so etwas wie ein flüsternder Bruder der großen Souls-Titel. Das Spiel ist leiser, kompakter, aber nicht weniger fordernd. Ich liebe, wie es mit seinen eigenen Ideen spielt, vor allem mit den „Shells“, den Kriegerhüllen, die ich übernehmen kann. Jede Shell verändert meine Spielweise, meine Ausdauer, mein Tempo. Das gibt dem klassischen Souls-Gefühl einen frischen Dreh.

Ein gepanzerter Krieger steht einer untoten Gestalt gegenüber, während Flammen zwischen ihnen lodern – düstere Szene aus dem Soulslike Mortal Shell.
Quelle: Cold Symmetry

Die Handlung bleibt kryptisch, fast traumartig: Verlorene Körper, zerbrochene Welt, Schatten, die ihre Identität vergessen haben. Trotzdem schwingt etwas Menschliches mit, die Suche nach einem Sinn in einer Welt, die längst untergegangen ist. Was mich am meisten fasziniert, ist die Atmosphäre. Und dann dieser Moment, wenn man im richtigen Augenblick versteinert, um einem Angriff zu entgehen. Es fühlt sich an, als würde man den Tod selbst austricksen. Mortal Shell ist klein, aber es trägt eine große Seele.

Wuchang: Fallen Feathers

Kaum ein kommendes Soulslike hat mich so neugierig gemacht wie Wuchang: Fallen Feathers. Ich habe es selbst noch nicht gespielt, aber alles, was ich bisher gesehen habe, lässt mich glauben, dass hier etwas Besonderes entsteht. Das Setting in der düsteren Ming-Dynastie wirkt einzigartig – Krankheit, Aberglaube und Verfall liegen wie ein bleierner Nebel über dem Land.

Eine Kriegerin steht mit gezücktem Schwert vor einem Tempel im Bambuswald – atmosphärische Szene aus dem Soulslike Wuchang: Fallen Feathers.
Quelle: Leenzee

Die Hauptfigur Wuchang leidet an einer mysteriösen Krankheit, die sie gleichzeitig schwächt und stärker macht. Dies ist eine Idee, die perfekt zum tragischen Kern des Genres passt. Das Kampfsystem erinnert laut den ersten Eindrücken an Sekiro, aber wirkt etwas gemächlicher und bedachter, fast schon rituell. Was mich besonders reizt, ist die Atmosphäre anhand Gameplay-Videos und Trailer: nebelverhangene Dörfer, rote Ahornblätter im Wind und das goldene Licht der späten Sonne über verfallenen Tempeln. Wuchang scheint diese stille Melancholie einzufangen, die ich an Soulslikes so liebe. Auf Steam wird das Spiel derzeit sehr positiv bewertet, während die Kritiken auf Metacritic etwas verhaltener ausfallen, wohl auch wegen technischer Probleme zum Release.

Wo Long: Fallen Dynasty

Wo Long: Fallen Dynasty war für mich ein wilder Ritt durch Mythen, Stahl und Blut. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich das erste Mal gegen einen Boss kämpfte und verstand, wie wichtig der Rhythmus ist. Team Ninja schafft es, das Tempo eines Actionspiels mit der Präzision eines Soulslikes zu verbinden. Die Handlung spielt im alten China zur Zeit der Drei Königreiche, verwebt mit übernatürlichen Wesen und Dämonen. Mir gefällt, wie das Spiel historische Figuren mit Fantasie vermischt.

Zwei Krieger liefern sich einen intensiven Schwertkampf auf einer Brücke, Funken fliegen durch die Luft – dynamische Szene aus dem Soulslike Wo Long: Fallen Dynasty.
Quelle: KOEI TECMO GAMES CO., LTD.

Das Moralsystem, bei dem man durch Erfolge stärker wird, ist ein spannender Twist im sonst harten Souls-Prinzip. Was mich abholt, ist das Gefühl ständiger Bewegung. Sowohl Sprünge als auch Ausweichrollen und Paraden fließen ineinander. Es fühlt sich so an, als würde man eine tödliche Tanzform erlernen. Grafisch ist Wo Long kein Brett, aber die Inszenierung der Bosse und die martialische Musik reißen vieles heraus. Für mich eines der modernsten und aggressivsten Soulslikes der letzten Jahre. Vor allem das Kontersystem ist außergewöhnlich befriedigend und mitreißend.

The Surge

The Surge habe ich vor etwa sechs Jahren zufällig im Game Pass entdeckt. Eine Zeit lang spielte ich mit der Xbox One X auf meinem TV, neben einer PlayStation und dem klassischen PC. Das Setting ist mal etwas anderes. Statt dunklen Burgen oder mystischen Wäldern kämpfe ich hier in einer dystopischen Zukunft voller Stahl, Kabel und Funkenregen. Es ist ein Soulslike, das Mut beweist, weil es das vertraute Fantasy-Setting komplett verlässt.

Ein Exosuit-Kämpfer stellt sich einem brennenden Mech in einer zerstörten Industrieumgebung – futuristische Szene aus dem Sci-Fi-Soulslike The Surge.
Quelle: Deck13

Die Rahmenhandlung dreht sich um Warren, einen Arbeiter, der nach einem Unfall in einem Exoskelett-System aufwacht. Von da an kämpft er sich durch eine zerstörte Industrieanlage, in der Maschinen Amok laufen. Vor allem Gliedmaßen-System hat mir gefallen. Ich entscheide selbst, welches Körperteil ich anvisiere, um neue Ausrüstung zu erhalten. Das verleiht dem Kampfsystem eine taktische Tiefe, die ich in kaum einem anderen Soulslike erlebt habe. Optisch ist The Surge kühl, fast steril, und genau das macht seinen Reiz aus. Überall surrt, zischt und brennt etwas. Es fühlt sich wie ein kalter Alptraum aus Technologie, Mensch und Wahnsinn an.

Nioh 2

Nioh 2 ist für mich pure Kampfkunst. Ich beschreibe es als eine Symphonie aus Präzision, Geduld und Wut. Ich liebe, wie es die japanische Mythologie mit einem gnadenlosen Gameplay verbindet. Die Geschichte erzählt von einem Halb-Yokai, der sich durch ein verwüstetes Japan kämpft, in dem Dämonen, Samurai und Geister aufeinandertreffen.

Ein Samurai kämpft gegen eine feuerspeiende Schlangenbestie in einer düsteren Landschaft – intensive Kampfszene aus dem japanischen Soulslike Nioh 2.
Quelle: KOEI TECMO GAMES CO., LTD.

Was mich an Nioh 2 begeistert, ist die Tiefe des Kampfsystems. Dieses ist sogar besser als beim Erstling. Es gibt unzählige Waffen, Stances und Fertigkeiten, und jeder Stil fühlt sich wirklich anders an. Wenn ich in den Yokai-Modus wechsle und meine dämonischen Kräfte entfessele, ist das ein Gänsehautmoment. Es ist fast so ähnlich, als würde man ein Super-Saiyajin in Dragon Ball werden.
Auch optisch überzeugt das Spiel mit seinem warmen, farbenreichen Stil. Schimmernde Tempel, leuchtende Blüten, feurige Dämonen.

Vom Flow her ist dieses actionreiche Spiel eine spektakuläre Wucht. Was mich sowohl an Nioh 1 als auch an Nioh 2 stört, sind die vielen Nebenquests, die kaum Relevanz haben.  Sie ziehen das Spiel etwas in die Länge. Außerdem gibt es schlicht zu viel Loot. Trotzdem verdienen Soulslikes wie dieses einen festen Platz in dieser Liste.

Welche Soulslikes haben euch am meisten überrascht und gefordert? Seid ihr auch einst gegen dieses Genre gewesen? Oder hat es euch von Anfang an gepackt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

TOP