Ubisoft verstärkt die Arbeit an Assassin’s Creed Hexe mit einem bekannten Namen. Die Personalie sagt weniger über Gameplay aus, dafür umso mehr über den erzählerischen Anspruch des geheimnisvollen Serienablegers.
Mit Assassin’s Creed Hexe arbeitet Ubisoft an einem der bislang rätselhaftesten Hauptteile der Reihe. Nun gibt es zumindest ein handfestes Zeichen aus der Entwicklung: Der langjährige Serienautor Christopher Grilli übernimmt die Rolle des Lead-Scriptwriters. Grilli war bereits an Assassin’s Creed Origins, Valhalla und Mirage beteiligt und kehrt dafür zu Ubisoft Montreal zurück.
Dass große Serien aktuell wieder stärker über Atmosphäre und Figuren definiert werden sollen, zeigt sich auch an anderer Stelle: Resident Evil Requiem setzt laut Capcom bewusst auf Story und Charaktere. Das Spiel wirft mit neuem Gameplay aber zugleich neue Fragen rund um Leon auf.
Das sagt die Wahl von Christopher Grilli
Dass Christopher Grilli die Leitung des Skripts übernimmt, wirkt auf den ersten Blick wie eine Randnotiz. Bei genauerem Hinsehen sagt diese Entscheidung jedoch einiges über die Ausrichtung des Projekts aus. Grilli kennt die Reihe aus unterschiedlichen Phasen: Er war nicht nur an Origins beteiligt, sondern prägte auch Valhalla und zuletzt Mirage mit. Damit bringt er Erfahrung aus großen, systemlastigen Open Worlds ebenso mit wie aus einem kompakteren, stärker fokussierten Ableger.
Gerade für ein Projekt wie Assassin’s Creed Hexe, das sich tonal deutlich von bisherigen Serienteilen abheben soll, ist diese Mischung entscheidend. Ubisoft setzt damit offenbar bewusst auf jemanden, der die DNA der Reihe kennt, aber auch weiß, wie man sie neu interpretiert, ohne den Kern völlig zu verlieren.
Hexe als Richtungswechsel für Assassin’s Creed
Über Hexe ist weiterhin wenig bekannt. Vieles spricht dafür, dass Ubisoft mit dem Spiel ein düsteres RPG im Europa des 16. Jahrhunderts anstrebt, geprägt von Hexenprozessen und einer deutlich dichteren Atmosphäre als zuletzt. Genau hier könnte ein erfahrener Autor den Unterschied machen.
Assassin’s Creed ist für mich eine spannende Reihe, auch wenn sie in den letzten Jahren an einer bekannten Schwäche leidet. Die immer weiter aufgeblähten Open Worlds lassen durch ihre große Zahl an Aktivitäten oft die Würze einer guten Geschichte verloren gehen. Vieles wirkt dann weniger wie ein organisches Abenteuer und mehr wie Beschäftigungstherapie. Persönlich wünsche ich mir eine kleinere, dichtere Spielwelt, die ihre Stärke aus starken Geschichten zieht und sich natürlich anfühlt.
Wird Hexe diese alte Stärke wieder aufgreifen? Abwarten. Gameplay und Release-Termin stehen weiterhin aus. Erzählerisch scheint Ubisoft mit Hexe bewusst einen neuen Weg einschlagen zu wollen. Deswegen blicke ich optimistisch auf das Projekt. Wie denkt ihr darüber?
Quelle: GamesRadar
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