Collage mit Pokémon-Alternativen wie Monster Hunter Stories 2, Nexomon Extinction und Coromon

Pokémon begeistert seit Jahrzehnten Millionen Spieler, doch längst existieren viele andere Abenteuer mit ähnlichen Ideen. Monster sammeln, trainieren und gemeinsam kämpfen bleibt ein faszinierendes Konzept, das immer wieder neu interpretiert wird. Die besten Pokémon-Alternativen zeigen, wie unterschiedlich dieses Genre inzwischen geworden ist.

Pokémon gehört zu den bekanntesten Reihen der Gaming-Geschichte. Das Sammeln von Kreaturen, das Aufbauen eines Teams und die Reise durch eine lebendige Welt haben Generationen von Spielern geprägt, so auch mich. Kein Wunder also, dass andere Entwickler ähnliche Konzepte aufgegriffen und eigene Ideen daraus entwickelt haben.

Deshalb werfen wir einen Blick auf die besten Pokémon-Alternativen. In dieser Liste findet ihr neun Spiele, die das Grundprinzip auf ihre eigene Weise interpretieren. Anfangs findet ihr bekannte Vertreter wie Monster Hunter Stories 1 & 2 oder Digimon Story Cyber Sleuth. Die Liste enthält aber jede Menge Geheimtipps, die vor allem zu euch passen, wenn ihr nichts gegen eine Retro-Optik habt.

Die besten Pokémon-Alternativen: Die Faszination des Monstersammelns

Als Kind konnte ich gar nicht genug von Pokémon oder Digimon bekommen. Ich erinnere mich noch gut an einen Kindertag, an dem mehrere Folgen hintereinander im Fernsehen liefen. Ich war überglücklich. In den 90ern gab es schließlich noch keine Streamingdienste. Wir mussten uns gedulden und darauf warten, dass neue Episoden ausgestrahlt wurden. Gerade dieses Warten machte die Momente aber oft noch besonderer.

Mich faszinierte vor allem die Verbindung zwischen Mensch und Monster. Die Serien zeigten uns, dass selbst völlig unterschiedliche Wesen zusammenarbeiten können. Ihre Abenteuer vermittelten Werte, die vielen Kindern im Gedächtnis geblieben sind: Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.

Diese Erinnerungen begleiten mich bis heute. Vielleicht liegt genau darin der Grund, warum mich das Sammeln und Trainieren von Kreaturen in Videospielen immer noch begeistert. Wenn ein Spiel dieses Gefühl einfängt, entsteht schnell wieder ein Stück jener Magie, die viele von uns schon als Kinder erlebt haben.

Monster Hunter Stories 1 & 2

Die Monster Hunter Stories-Reihe zeigt eine ganz andere Seite des bekannten Monster-Hunter-Universums. Statt riesige Kreaturen zu jagen, übernehmt ihr hier die Rolle eines sogenannten „Riders“. Diese Figuren leben mit Monstern zusammen, sammeln ihre Eier und ziehen die geschlüpften Begleiter anschließend groß. Die Kreaturen, die ihr so aufzieht, nennt das Spiel „Monsties“. Gemeinsam mit ihnen zieht ihr durch die Welt und stellt euch rundenbasierten Kämpfen.

Gerade für Pokémon-Fans wirkt dieses Konzept sofort vertraut. Ihr stellt Teams zusammen, verbessert eure Monster und nutzt ihre Fähigkeiten im Kampf. Das Kampfsystem setzt dabei auf ein einfaches, aber taktisches Prinzip aus verschiedenen Angriffstypen, die sich gegenseitig kontern. Dadurch entsteht ein strategischer Rhythmus, der leicht zu verstehen ist, aber trotzdem genug Tiefe bietet.

Monster schlüpft aus einem Ei in Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin
Quelle: Capcom

Der zweite Teil, Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin, baut dieses Konzept weiter aus. Die Welt wirkt größer, es gibt mehr Monster zu entdecken und zusätzliche Systeme rund um Begleiter und Teamkämpfe.

Wer Pokémon vor allem wegen des Sammelns und Trainierens von Kreaturen liebt, findet hier eine der spannendsten Alternativen. Monster Hunter Stories übernimmt viele bekannte Ideen, verpackt sie aber in eine farbenfrohe Fantasywelt mit eigener Geschichte.

Ich habe beide Spiele in der Vergangenheit selbst getestet und sowohl die Story als auch das Kampfsystem besser als in den meisten Pokémon-Spielen. Die Fortsetzung wurde übrigens heute veröffentlicht. Monster Hunter Stories 3 enthüllt mehr über seine Geschichte.

Digimon Story Cyber Sleuth: Complete Edition

Die Digimon Story Cyber Sleuth: Complete Edition vereint zwei Rollenspiele in einem Paket: Digimon Story: Cyber Sleuth und Digimon Story: Hacker’s Memory. Beide Abenteuer spielen in einer Welt, in der digitale Netzwerke immer stärker mit der Realität verschmelzen. In dieser Umgebung tauchen seltsame Vorfälle auf, die oft mit Digimon zusammenhängen. Das sind digitale Kreaturen, die sich in virtuellen Systemen entwickelt haben.

Ihr schlüpft je nach Geschichte in die Rolle eines Cyber-Detektivs oder Hackers und untersucht mysteriöse Ereignisse rund um diese digitale Welt. Während ihr Hinweisen folgt und verschiedene Orte erkundet, stoßt ihr immer wieder auf neue Digimon, die ihr für euer Team gewinnen könnt. Insgesamt warten mehr als 300 Kreaturen darauf, entdeckt, trainiert und weiterentwickelt zu werden.

Mechanisches Digimon im Kampf in Digimon Story: Cyber Sleuth
Quelle: h.a.n.d., Inc.

Die Kämpfe laufen klassisch rundenbasiert ab. Typen, Fähigkeiten und die Zusammensetzung eures Teams spielen dabei eine wichtige Rolle. Wer sich gerne mit unterschiedlichen Digimon-Entwicklungen und Teamkombinationen beschäftigt, findet hier viel Raum zum Experimentieren.

Ich selbst hatte mit Digimon Story Cyber Sleuth viel Spaß. Für mich wirkte dieses Franchise schon immer etwas reifer als Pokémon. Genau deshalb gehört dieses Spiel für mich zu den spannendsten Alternativen für alle, die das Sammeln und Trainieren von Kreaturen mögen, aber eine etwas andere Welt erleben möchten.

Nexomon: Extinction

Nexomon: Extinction richtet sich vor allem an Spieler, die die klassischen Pokémon-Teile aus der Game-Boy- und DS-Zeit besonders mögen. Das Spiel greift viele vertraute Ideen auf: Ihr fangt Kreaturen, trainiert sie und stellt euch mit eurem Team rundenbasierten Kämpfen. Zugleich entfaltet sich eine eigene Geschichte in einer Welt, die kurz vor dem Zusammenbruch steht.

Kampf zwischen zwei Kreaturen im rundenbasierten Kampfsystem von Nexomon: Extinction
Quelle: VEWO Interactive Inc.

Zu Beginn verlasst ihr das Waisenhaus, in dem eure Figur aufgewachsen ist, und schließt euch der Gilde der Nexomon-Bändiger an. Schon bald merkt ihr, dass die Lage ernster ist, als sie zunächst scheint. Mächtige Kreaturen, sogenannte Tyrann-Nexomon, bedrohen das Gleichgewicht der Welt. Eure Aufgabe besteht darin, stärker zu werden, neue Nexomon zu finden und euch Schritt für Schritt größeren Herausforderungen zu stellen.

Insgesamt lassen sich über 300 verschiedene Kreaturen entdecken, die unterschiedlichen Elementen zugeordnet sind. Viele von ihnen entwickeln sich im Laufe des Spiels weiter und erhalten neue Fähigkeiten. Dadurch könnt ihr euer Team immer wieder anpassen und neue Strategien ausprobieren.

Die Spielwelt führt euch durch verschiedene Regionen. Mit zunehmendem Fortschritt ziehen auch die Gegner an. Trainer kehren stärker zurück und halten die Kämpfe weiterhin fordernd.

Die besten Pokémon-Alternativen: Cassette Beasts

Cassette Beasts gehört zu den Pokémon-Alternativen, die ihre eigene Idee besonders konsequent umsetzen. Das Spiel wurde auf Steam von vielen Spielern sehr positiv aufgenommen und hebt sich vor allem durch sein ungewöhnliches Konzept vom klassischen Monsterfangen ab.

Drei Figuren stehen in einem Café in der Welt von Cassette Beasts
Quelle: Bytten Studio

Statt Kreaturen direkt in den Kampf zu schicken, nehmt ihr sie zunächst auf spezielle Kassetten auf. Diese funktionieren wie eine Art Aufnahmegerät für Monsterfähigkeiten. Spielt ihr eine Kassette ab, verwandelt sich eure Figur selbst in das entsprechende Monster. Dadurch kämpft ihr nicht nur mit euren Kreaturen, sondern werdet im Kampf praktisch selbst zu ihnen.

Die Insel Neu Wirral bildet die offene Spielwelt des Abenteuers. Hier entdeckt ihr verschiedene Regionen, Dungeons und zahlreiche Monsterarten. Insgesamt warten über hundert Kreaturen darauf, gefunden und aufgenommen zu werden. Viele Fähigkeiten lassen sich außerdem auch außerhalb von Kämpfen einsetzen, etwa um neue Wege zu erreichen oder Rätsel zu lösen.

Eine der interessantesten Mechaniken ist das Fusionssystem. Zwei Monster können sich zusammenschließen und völlig neue Gestalten bilden. Dadurch entstehen tausende mögliche Kombinationen, die Kämpfe deutlich abwechslungsreicher machen.

Die besten Pokémon-Alternativen: Coromon

Coromon richtet sich an Spieler, die die klassischen Pokémon-Spiele aus der Game-Boy-Zeit mochten. Schon der Pixelstil erinnert an diese Ära, doch auch spielerisch orientiert sich das Rollenspiel stark an den bekannten Mechaniken des Monsterfangens.

Pixelart-Kampf zwischen zwei Coromon-Kreaturen in einer Höhle
Quelle: TRAGsoft

Ihr beginnt euer Abenteuer als neuer Kampfforscher beim Unternehmen Lux Solis. Eigentlich sollte der erste Arbeitstag ruhig verlaufen, doch ein mysteriöser Angriff bringt alles durcheinander. Schnell wird klar, dass hinter den Ereignissen mehr steckt. Während ihr die Spur der Verantwortlichen verfolgt, erkundet ihr die Welt Velua und stellt euch einer wachsenden Bedrohung.

Natürlich dreht sich alles um das Sammeln und Trainieren der namensgebenden Coromon. Mehr als hundert Kreaturen lassen sich finden, entwickeln und zu einem Team zusammenstellen Jede von ihnen besitzt eigene Elemente, Fähigkeiten und Eigenschaften, die den Verlauf der Kämpfe bestimmen. Die Gefechte laufen rundenbasiert ab, setzen jedoch auf ein leicht anderes System als viele andere Monster-RPGs. Aktionen verbrauchen Ausdauer, weshalb ihr eure Angriffe gut planen müsst. Zusätzlich beschert euch Coromon mehrere Schwierigkeitsoptionen, die das Spielerlebnis enorm verändern können.

Die besten Pokémon-Alternativen: Monster Sanctuary

Monster Sanctuary verbindet zwei Genres, die man nicht sofort zusammen erwartet: Monster-Sammelspiele und klassische Metroidvania-Abenteuer. Statt nur durch Städte und Arenen zu reisen, erkundet ihr hier eine zusammenhängende Welt voller Höhlen, Ruinen und versteckter Wege. Viele Abschnitte lassen sich erst erreichen, wenn eure Monster bestimmte Fähigkeiten besitzen.

Held springt mit Monsterbegleiter durch eine Pixel-Dungeonlandschaft in Monster Sanctuary
Quelle: moi rai games

Zu Beginn wählt ihr einen spektralen Begleiter, der euch auf euren ersten Schritten unterstützt. Schon bald trefft ihr auf zahlreiche weitere Kreaturen, die ihr für euer Team gewinnen könnt. Insgesamt warten über hundert Monster darauf, entdeckt, ausgebrütet und trainiert zu werden. Jedes von ihnen hat eigene Fähigkeiten sowie einen Skillbaum, der sich im Laufe des Spiels weiterentwickelt.

Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, setzen jedoch stark auf Teamarbeit. Mehrere Monster kämpfen gemeinsam und ihre Fähigkeiten können miteinander kombiniert werden. Dadurch entstehen unterschiedliche Strategien, je nachdem wie ihr eure Gruppe zusammenstellt.

Außerhalb der Kämpfe helfen euch eure Begleiter ebenfalls weiter. Einige Monster ermöglichen es euch zu fliegen, andere helfen beim Klettern oder öffnen neue Wege in der Spielwelt. Wer Pokémon-ähnliche Teamkämpfe mag, aber gleichzeitig Freude an Erkundung und Rätseln hat, findet in Monster Sanctuary eine ungewöhnliche, aber sehr gelungene Alternative.

Ooblets

Ooblets geht einen deutlich entspannteren Weg als viele andere Pokémon-Alternativen. Statt epischer Bedrohungen oder großer Monsterkämpfe erwartet euch hier eine farbenfrohe Welt voller skurriler Figuren, kleiner Farmen und ungewöhnlicher Kreaturen. Das Spiel kombiniert Monster-Sammeln mit Farming-Elementen und einem gemütlichen Alltag in einer kleinen Stadt.

Spieler interagiert mit Arcade-Automat in der bunten Welt von Ooblets
Quelle: Glumberland

Zu Beginn zieht eure Figur nach Badgetown und richtet sich dort ein neues Zuhause ein. Die heruntergekommene Hütte lässt sich nach und nach ausbauen und individuell gestalten. Zugleich sammelt ihr Ooblets. Das sind kleine Kreaturen, die ihr nicht fangt, sondern aus Samen auf eurer Farm wachsen lasst. Verschiedene Varianten bescheren euch wieder neue Begleiter.

Konflikte werden in Ooblets nicht mit klassischen Kämpfen gelöst. Stattdessen treten eure Kreaturen in Tanzduellen gegeneinander an. Jede Figur besitzt eigene Moves, die ihr im Team kombinieren könnt. Dadurch entsteht ein leicht verständliches, aber dennoch taktisches System. Neben diesen Duellen verbringt ihr viel Zeit damit, Feldfrüchte anzubauen, Aufträge für Bewohner zu erledigen und Freundschaften zu schließen.

Ihr mögt generell Cozy-Elemente? Ein Pokémon-Spin-off erreicht Millionenverkäufe in wenigen Tagen.

Anode Heart

Anode Heart ist ein kleines Indie-Spiel, das stark an Monster-Tamer-Spiele aus den frühen 2000er-Jahren erinnert. Wer damals Reihen wie Digimon oder andere klassische Monster-RPGs mochte, findet hier viele vertraute Ideen. Die Geschichte spielt in einer futuristischen Welt, in der digitale Netzwerke und Realität eng miteinander verbunden sind.

Pixelart-Kampf zwischen Kreaturen in Anode Heart
Quelle: Stove Powered Games

Ihr übernehmt die Rolle von Seek, einem Roboter, der ohne Erinnerungen an einem nebligen Strand erwacht. Auf der Insel Stack Island beginnt eine Reise, bei der ihr nach Antworten über eure eigene Herkunft sucht. Dabei begegnet ihr den sogenannten Tama. Das sind digitale Kreaturen, die ursprünglich aus dem Netz stammen, inzwischen aber auch in der realen Welt auftauchen.

Im Laufe des Abenteuers sammelt ihr diese Wesen, trainiert sie und stellt ein eigenes Team zusammen. Mehr als hundert Kreaturen lassen sich entdecken, die unterschiedliche Techniken erlernen können. Kämpfe laufen schnell und rundenbasiert ab, während ihr eure Gruppe immer weiter verbessert.

Eine interessante Mechanik ist das sogenannte Reboot-System. Setzt ihr ein Monster wieder auf Level eins zurück, wächst sein langfristiges Potenzial. So können eure Kreaturen mit der Zeit immer stärker werden.

Eine deutsche Lokalisierung gibt es für dieses Spiel leider nicht. Wer mit englischen Texten kein Problem hat, entdeckt hier jedoch einen echten Geheimtipp im Monster-Taming-Genre.

Die besten Pokémon-Alternativen: Siralim Ultimate

Siralim Ultimate gehört zu den umfangreichsten Monster-Sammelspielen überhaupt. Das Rollenspiel verbindet klassische Monster-RPG-Mechaniken mit einem Dungeon-Crawler-Prinzip. Viele Spieler beschreiben das Konzept gerne als eine Mischung aus Pokémon und Diablo. Statt nur neue Kreaturen zu sammeln, erkundet ihr immer wieder zufällig generierte Dungeons, um Ressourcen, Beute und weitere Monster zu finden.

Bestiarium-Menü mit Kreatur Ectoplasmic Slime in Siralim Ultimate
Quelle: Thylacine Studios

Mehr als 1200 verschiedene Kreaturen lassen sich im Spiel entdecken. Jede von ihnen besitzt eigene Eigenschaften und Fähigkeiten, die Kämpfe auf unterschiedliche Weise beeinflussen.  Interessant wirkt dabei das Fusionssystem: Zwei Monster können miteinander verschmelzen und eine neue Kreatur hervorbringen, die Eigenschaften und Werte ihrer Eltern übernimmt. Auf diese Weise entstehen unzählige mögliche Kombinationen.

Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab und stellen jeweils zwei Teams aus sechs Kreaturen gegenüber. Welche Strategie funktioniert, hängt stark davon ab, wie ihr eure Gruppe zusammenstellt. Zusätzlich könnt ihr euren eigenen Charakter spezialisieren und aus zahlreichen Klassen wählen, die euch unterschiedliche Spielstile bescheren.

Ein großer Teil der Spielzeit besteht darin, immer neue Dungeons zu erkunden und eure Kreaturen weiter zu verbessern. Nach der Hauptgeschichte warten obendrein noch zahlreiche zusätzliche Inhalte. Wer gerne experimentiert, Teams optimiert und möglichst viele Monster sammeln möchte, findet in Siralim Ultimate eine besonders tiefgehende Alternative zu klassischen Monster-RPGs.

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