Ein gepanzerter Ritter wird in Demon’s Souls auf der PS3 von blauem, geisterhaftem Nebel umhüllt.

Fast zwei Jahre vor der Veröffentlichung sah Demon’s Souls noch anders aus. Neu aufgetauchtes Material zeigt eine frühe Version des FromSoftware-Spiels mit seltsamer Kamera und verworfenen Gegnern.

Heute gehört Demon’s Souls zu den Spielen, mit denen FromSoftware den Grundstein für eine ganze Reihe erfolgreicher Action-Rollenspiele legte. Doch ein neu aufgetauchtes Video zeigt nun, wie anders das Projekt während seiner frühen Entwicklung aussah.

Lance McDonald hat eine interne Präsentation veröffentlicht, die im Mai 2007 bei Sonys Veranstaltung „Gameshare 4“ gezeigt wurde. Sie enthält neben einer Präsentation auch rund zwei Minuten frühes Gameplay. Das Material entstand fast zwei Jahre vor der japanischen Veröffentlichung von Demon’s Souls.

Neben Demon’s Souls existieren mittlerweile so viele Spiele, die euch richtig zum Schwitzen bringen können. Das sind die besten Soulslikes 2025. Wenn ihr die Nummer zwei davon schafft, verdient ihr meinen Respekt.

Demon’s Souls zeigt sich aus der Ego-Perspektive

Bei der Kamera musste ich zweimal hinschauen. Mehrere kurze Szenen zeigen Demon’s Souls aus der Ego-Perspektive. Das erinnert an FromSoftwares ältere King’s-Field-Spiele und unterscheidet sich vom später veröffentlichten Demon’s Souls.

PC Gamer vermutet anhand des Materials, dass damals ein Wechsel zwischen Ego- und Third-Person-Perspektive möglich gewesen sein könnte. Bestätigt wurde ein solcher Kameramodus von den Entwicklern allerdings nie.

Auch die Third-Person-Kamera funktionierte noch anders. Sie blieb in dieser frühen Version fest hinter der Spielfigur, während die frei drehbare Kamera des fertigen Spiels noch fehlte.

Bekannte Bosse sahen teilweise richtig vertraut aus

Nicht alles wurde während der weiteren Entwicklung verworfen. Das frühe Gameplay spielt in einer Version des späteren Tutorialgebiets und zeigt bereits den Vanguard Demon.

Seine Arena ähnelt laut PC Gamer stark der später veröffentlichten Variante. Auch der Gegner selbst ist bereits gut wiederzuerkennen.

Beim Dragon God sieht es anders aus. Seine Arena befindet sich im Prototyp unter freiem Himmel und ähnelt einem vulkanischen Krater. Im fertigen Demon’s Souls treffen Spieler dagegen in einer von Magma geprägten Höhlenumgebung auf den Boss.

Daneben tauchen Gegner auf, die es nicht bis in die Veröffentlichung geschafft haben. Darunter befinden sich zweibeinige Schlangenwesen, deren Erscheinungsbild an die späteren Schlangenmenschen aus Dark Souls erinnert.

FromSoftware plante den Abschluss viel früher

Auch die Präsentationsfolien verraten einiges über die damaligen Pläne von FromSoftware und Sony. Darin wird unter anderem der ungewöhnliche Multiplayer erklärt, den die Entwickler als Mischung aus MMO und reinem Einzelspieler beschrieben.

Beim Zeitplan lagen die damaligen Prognosen allerdings deutlich daneben. Laut Präsentation sollte die Entwicklung schon im Juni 2008 abgeschlossen sein. In Japan erschien Demon’s Souls erst im Februar 2009.

Mehrfach ist in den Unterlagen außerdem von einer weltweiten Veröffentlichung die Rede. Dazu kam es zunächst nicht. Sony veröffentlichte Demon’s Souls erst einmal nur in Japan, bevor das Spiel später andere Regionen erreichte.

Das Material stammt also aus einer Zeit, in der Demon’s Souls noch kräftig umgebaut wurde. Die Ego-Perspektive ist dafür wohl das ungewöhnlichste Beispiel. FromSoftware experimentierte damals offenbar mit Ideen, die es nie in das fertige Spiel schafften.

Wer weiß, vielleicht würden wir heute über Soulslikes aus der Ego-Perspektive sprechen, wenn FromSoftware damals an dieser Kamera festgehalten hätte. Und vergesst nicht: Immer schön weiterquesten. Mehr Gaming-Inhalte von Quest Knight findet ihr auch auf YouTube. Dort teile ich kurze News, Shorts und persönliche Eindrücke zu Spielen, die mir gerade im Kopf bleiben.

Quelle: PC Gamer

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