Pinocchio kämpft in Lies of P gegen einen großen mechanischen Gegner mit roten Augen und elektrischen Entladungen.

Lies of P war offenbar nicht nur für Spieler hart. Selbst im Entwicklerteam kamen viele nicht weit, was später Folgen für den Schwierigkeitsgrad hatte.

Lies of P machte sich 2023 auch mit seinen anspruchsvollen Kämpfen einen Namen. Zwei Jahre später ergänzten die Entwickler das Soulslike um verschiedene Schwierigkeitsgrade. Nun wissen wir mehr darüber, warum das Team diesen Weg einschlug.

NOUGH Studio hat am 7. August die Dokumentation „Games by Gamers“ veröffentlicht. Darin spricht Combat Director Lee Jeonghyeon über interne Spieltests, bei denen alle Entwickler selbst zum Controller greifen mussten. Für einen Teil des Teams wurde Lies of P dabei zur ziemlich großen Hürde.

Viele Entwickler kamen nicht einmal bis zur Hälfte

NOUGH Studio veranstaltet sogenannte Game Days. Während dieser Tests sollen sich die Entwickler in die Lage der späteren Spieler versetzen und selbst durch das Spiel kämpfen. Das hätte ich zu gern selbst gesehen.

Die ursprüngliche Aufgabe war, einen vollständigen Durchlauf mit einem festgelegten Schwierigkeitsgrad abzuschließen. Für die Combat-Designer und spielerisch erfahreneren Mitglieder des Teams lief es laut Jeonghyeon beinahe wie geschmiert.

Bei weniger geübten Entwicklern sah das anders aus. Viele von ihnen erreichten innerhalb der vorgesehenen Zeit nicht einmal die Hälfte des Spiels. Daraufhin führte das Studio für die internen Tests einen niedrigeren Schwierigkeitsgrad ein, damit auch diese Mitarbeiter einen vollständigen Durchlauf schaffen konnten.

Der neue Modus veränderte anschließend auch das Feedback. Laut Jeonghyeon fielen die Rückmeldungen der Entwickler viel positiver aus, nachdem sie mit der niedrigeren Schwierigkeit gespielt hatten. Spätestens da merkte das Team, dass unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auch den späteren Spielern helfen könnten.

Lies of P bekam 2025 drei Schwierigkeitsgrade

Bis dahin besaß Lies of P keine normale Auswahl für den Schwierigkeitsgrad. Das änderte sich am 6. Juni 2025 zusammen mit der Veröffentlichung von Lies of P: Overture.

Der dazugehörige Patch führte insgesamt drei Schwierigkeitsstufen ein. Spieler können seitdem selbst wählen, wie anspruchsvoll ihr Durchlauf ausfallen soll. Die Einstellung lässt sich jederzeit über das Gameplay-Menü verändern.

Mit demselben Update erschienen auch die Boss-Modi Battle Memories und Death March sowie verschiedene Komfortfunktionen. Die Auswahl des Schwierigkeitsgrads galt dabei nicht nur für Overture, sondern wurde direkt in Lies of P integriert.

Jetzt kennen wir auch einen Grund für diese Änderung. Die leichteren Optionen entstanden offenbar nicht nur am Reißbrett. Das Studio hatte bei den eigenen Game Days erlebt, wie unterschiedlich selbst die Entwickler mit denselben Kämpfen zurechtkamen.

Die Entwickler wollten das Spiel selbst wie Spieler erleben

Ich finde die Geschichte nicht übel, weil die internen Game Days nicht nur eine typische Fehlersuche waren. Das gesamte Team sollte das eigene Spiel aus der Sicht eines Spielers erleben.

Dass dabei nicht alle dieselben Erfahrungen machen würden, war eigentlich abzusehen, oder? Während Entwickler, die täglich an den Kämpfen arbeiteten oder spielerisch geübt waren, problemlos vorankamen, blieb ein Teil der Kollegen weit zurück.

Ich selbst kam mit Lies of P gut zurecht. Schon allein wegen der Wahl der Schwierigkeitsgrade gehört es für mich zu den besten Soulslikes für Einsteiger. Ja, an einigen Stellen war es auch für mich hart. Wenn ich insbesondere an die Namenlose Puppe zurückdenke, spüre ich immer noch einen Schauer der anderen Art.

Was haltet ihr von den Erfahrungen der Entwickler und davon, wie das Studio darauf reagiert hat?

Falls ihr noch in Lies of P unterwegs seid, wünsche ich euch viel Durchhaltevermögen. Ihr schafft das. Und vergesst nicht: Immer schön weiterquesten. Wenn ihr mehr von Quest Knight sehen möchtet, schaut gern auf YouTube vorbei. Dort spreche ich über aktuelle Spiele, spannende News und Themen, die mich gerade beschäftigen.

Quelle: GamesRadar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

TOP