Ich hätte nie gedacht, dass mich Yakuza: Like a Dragon so packt. Doch es erzählt eine Geschichte voller Herz, Schmerz und Menschlichkeit. Je länger ich gespielt habe, desto stärker wurde mir bewusst, warum diese Reihe Menschen über Jahre begleitet.

Ich kam erst vor einigen Jahren mit Yakuza: Like a Dragon in Berührung. Der Stil schreckte mich zunächst ab. Es sah mir ein wenig zu überdreht aus. Irgendwann sagte ich mir: Komm, versuche es einfach. Schon nach den ersten Minuten merkte ich, dass es kein gewöhnliches Spiel ist, das sich nur auf ein Element konzentriert. Yakuza: Like a Dragon vereint sowohl dramatische als auch lustige Situationen so tiefgreifend, dass es fast wie ein Abbild des echten Lebens wirkt. Warum Ichiban für mich einer der menschlichsten Videospielhelden ist, und was westliche Spiele von Yakuza lernen können, erfahrt ihr hier.

Hier findet ihr auch meine Video-Meinung zu Yakuza auf YouTube.

Warum Ichiban einer der menschlichsten Videospielhelden ist

Ichiban ist in Yakuza: Like a Dragon der neue Protagonist, der das Zepter übernommen hat. Ihr müsst die Vorgänger nicht zwingend gespielt haben. Was mich an seiner Persönlichkeit fasziniert, ist sein Ehrgefühl. Bereits innerhalb der ersten zwei Spielstunden trifft Ichiban eine Entscheidung, die nicht jeder umsetzen würde. Dazu erfahrt ihr weiter oben mehr in meinem Video.

Nachdenklicher Ichiban Kasuga aus Yakuza: Like a Dragon, ein emotionaler Moment, der die menschliche Tiefe des Spiels zeigt.
Quelle: Quest-Knight-Screenshot


Sein Ehrgefühl ist stark ausgeprägt. Trotz vieler Rückschläge kämpft er sich wie ein Underdog durch. Im Gegensatz zu vielen anderen Protagonisten wirkt er menschlicher denn je. Er ist verletzlich, impulsiv, aber auch hoffnungsvoll und mitreißend.

Warum die Serie trotz Humor unglaublich ernst ist

Die absurde Seite (Humor):

Es gibt eine Quest mit Männern in Baby-Windeln. Dann sind im Spiel noch die Poundmates, die euch später im Kampf helfen können. Die Begegnung ist aber richtig witzig, ohne euch zu viel zu verraten. Außerdem gibt es viele verrückte Jobs, und skurrile Charaktere, denen ihr im Verlauf von Yakuza: Like a Dragon begegnet. Im Spiel könnt ihr sogar ein eigenes Unternehmen aufbauen, das ein Huhn als Maskottchen hat.

Die ernste Seite (Drama):

Im Spiel werden sehr ernste Themen behandelt, wie Verrat, Obdachlosigkeit, Armut, politische Korruption und Gewalt, die nicht verherrlicht wird, sondern Narben hinterlässt. Das Spiel ist nicht ohne Grund ab 18 Jahren. Aber genau diese Mischung macht Yakuza so menschlich. Es zeigt, wie absurd das Leben sein kann, und wie brutal ehrlich es einen dann wieder einholt.

Übrigens waren die Yakuza-Spiele letztens auf Steam im Angebot. Wenn ihr etwas mehr über den Umfang der Reihe wissen möchtet, schaut gerne rein.

Yakuza: Like a Dragon – Was westliche Spiele davon lernen könnten

Viele westliche Spiele setzen auf große Open-Worlds, bombastische Action und perfekt inszenierte Momente. Yakuza geht einen anderen Weg: Es erzählt Geschichten im Kleinen, mit Figuren, die nicht unbesiegbar sind, sondern Fehler machen, scheitern, zweifeln und trotzdem weitermachen.

Yakuza zeigt, wie stark ein Spiel sein kann, wenn es den Mut hat, einen verletzlichen Helden in den Mittelpunkt zu stellen. Ichiban ist kein Supermann. Er verliert Menschen, Geld, Würde und Perspektiven, doch genau das macht seine Reise so mitreißend. Viele westliche Spiele könnten von dieser Art der Charakterzeichnung profitieren: weniger Perfektion, mehr Menschlichkeit.

Traditionelles, rot-goldenes Gebäude im nächtlichen Chinatown von Yakuza: Like a Dragon, beleuchtet von warmem Neonlicht und voller städtischer Atmosphäre
Quelle: Quest-Knight-Screenshot

Und dann ist da noch der Humor. In Yakuza ist er nicht einfach ein Gag zwischendurch, sondern ein Teil der emotionalen Balance. Er lockert die schweren Themen auf, ohne sie ins Lächerliche zu ziehen. Diese Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe trifft man in westlichen Produktionen nur selten.

Schlussendlich zeigt Yakuza, dass Geschichten nicht durch Größe überzeugen, sondern durch Ehrlichkeit. Durch Figuren, die uns an echte Menschen erinnern. Durch Momente, die nicht darauf aus sind, cool zu wirken, sondern etwas auszulösen.

Yakuza: Like a Dragon hat mich bewegt. Es hat mich nicht bewegt, weil es perfekt ist, sondern weil es mich an das erinnert, was Gaming ausmacht: Das Gefühl, eine Reise zu erleben, die uns verändert.

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