Warum stürzt Black Ops 7 schon wenige Tage nach dem Launch ab, während Arc Raiders und Battlefield 6 mühelos davonziehen? Woran liegt es?
Ich frage mich seit Tagen, warum Black Ops 7 so schwer ins Rollen kommt. Auf dem Papier wirkt der Launch gar nicht so katastrophal. Der Metascore liegt überraschend hoch bei 84 Punkten, die Kampagne bekommt sogar Lob. Trotzdem versinkt das Spiel in Wut, Frust und vernichtenden Reviews. Gleichzeitig schießen Arc Raiders und Battlefield 6 in völlig andere Sphären.
Die Zahlen liefern uns ein klares Bild. Während Black Ops 7 heute gerade einmal etwas über 67.000 aktive Spieler hält, tummeln sich bei Arc Raiders zur selben Zeit mehr als 244.000, bei Battlefield 6 fast 190.000. Und das ist nicht einmal der Peak, vor 24 Stunden waren es bei Arc Raiders fast 450.000 Spieler. Also, was läuft hier falsch? Warum fällt ein Franchise, das früher jeden Verkaufsrekord pulverisiert hat, plötzlich so weit zurück? Ist es die KI-Debatte? Der Preis? Die Mikrotransaktionen? Oder steckt etwas Tieferes dahinter, etwas, das die Fans seit Jahren spüren, aber selten so deutlich ausgesprochen wurde?
In meiner Arc Raiders Vorschau könnt ihr übrigens erfahren, wie ich den Start anhand der Entwicklung und anderen Dingen einschätzte.
Black Ops 7: Warum die Reihe krankt – und die Spieler müde werden
Die Diskussionen über KI, Mikrotransaktionen oder Bugs sind laut, aber sie überdecken oft das eigentliche Problem. Die Serie wirkt müde. Viele Call-of-Duty-Fans haben das Gefühl, seit Jahren dasselbe zu spielen, nur mit neuer Kampagne, neuer Map und neuen „Features“, die schnell wieder verpuffen. Dadurch entsteht keine Vorfreude mehr, sondern Gewohnheit. Und Gewohnheit sorgt irgendwann für Gleichgültigkeit.

Genau das zeigt sich jetzt brutal in den Reaktionen. Der Userscore auf Metacritic liegt bei erschreckenden 1.6 Punkten. Kommentare wie „Respektlosigkeit gegenüber den Fans“ oder „Eines der schlimmsten Spiele der gesamten Videospielgeschichte“ schießen weit über das Ziel hinaus, offenbaren aber etwas Tiefes: Viele sind nicht wütend auf dieses Spiel. Sie sind wütend auf die Serie, die sie einmal geliebt haben.
Ich finde die Kritik an der reinen KI-Nutzung ehrlich gesagt überzogen. KI als Unterstützung einzusetzen, ist nicht verwerflich, und viele Spiele tun das längst. Aber die Fans projizieren ihren Frust trotzdem darauf, weil sie spüren, dass sich die Formel nicht weiterentwickelt. Und je mehr sich die Spiele anfühlen wie ein Jahresabo statt wie ein Ereignis, desto lauter wird die Müdigkeit.
Was Shooter 2025 wirklich brauchen
Interessant ist, dass gerade die Konkurrenz zeigt, wie stark das Genre sein kann, wenn es wieder mutiger wird. Arc Raiders brilliert mit frischen Ideen und einer Richtung, die spürbar neue Impulse setzt: Koop-Fokus, klare Identität, starke Atmosphäre. Kein Wunder, dass der Shooter zurzeit deutlich über 240.000 aktive Spieler zählt, und gestern fast die halbe Million knackte.
Battlefield 6 liegt ebenfalls weit über Black Ops 7, und legte einen fulminanten Start mit fast 750.000 gleichzeitigen Shooter-Fans hin. Spieler wollen offenbar 2025 keine Routine mehr, sondern Erlebnisse. Sie wollen fühlen, dass ein Spiel etwas wagt. Und genau das bieten Arc Raiders und Battlefield 6. Vielleicht bieten sie das nicht in jedem Detail, aber genug, um Interesse und Neugier zu erzeugen.
Black Ops 7 dagegen fühlt sich an wie ein Produkt, das die Spieler schon kennen, bevor sie es überhaupt installiert haben. Natürlich gibt es auch positive Stimmen, die die Kampagne loben oder einfach Spaß mit dem Spiel haben. Das sollte man nicht vergessen. Aber das große Ganze zeigt klar, dass sich die Shooter-Landschaft weiterentwickelt hat. Call of Duty scheint den Anschluss verpasst zu haben. Oder wie seht ihr das?
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