2026 wird ein starkes Jahr für Shooter-Fans. Neben großen Namen tauchen Spiele auf, die mit Stil, Risiko und neuen Ideen spielen. In dieser Liste sammle ich neun Titel, die ich mir genau ansehe. Manche sind klassische Shooter, andere setzen stark auf Shooter-Elemente und hinterlassen dasselbe Kribbeln.
Shooter werden oft auf Reflexe und hohe Killzahlen reduziert. In Wahrheit geht es um mehr. Gute Shooter geben mir Kontrolle. Sie belohnen Timing, Positionierung und Entscheidungen unter Druck. Ich bewege mich, ziele, treffe, weiche aus und merke sofort, ob ich gerade gut spiele. Dieses direkte Feedback liefern nur wenige Genres so konsequent.
Für diese Bestenliste schaue ich breiter auf das Genre. Deshalb landen hier nicht nur reine First-Person-Shooter, sondern auch Third-Person-Spiele und Titel mit starken Shooter-Elementen. Am Ende zählt, ob das Spiel sein Gunplay ernst nimmt und ob es mich dazu bringt, noch eine Runde zu starten oder noch ein Kapitel weiterzugehen.
Was sind Shooter und woher kommt der Reiz?
Shooter sind Spiele, die sich um Schusswaffen drehen. Ihr zielt aktiv, trefft in Echtzeit und gewinnt Situationen durch Bewegung, Deckung und Präzision Das kann aus der Ego-Perspektive passieren, was man als First-Person-Shooter definiert, oder aus der Schulterkamera, also als Third-Person-Shooter. Manche Spiele mischen beides oder betten Shooter-Mechaniken in eine größere Welt aus Story, Stealth oder Open-World ein.
Der Reiz entsteht aus der Direktheit. Ein guter Shooter belohnt nicht bloß Geduld, sondern Instinkt und Reaktion. Jede Waffe hat Gewicht, Rhythmus und einen Rückstoß. Jede Ecke kann ein Vorteil oder eine Falle sein. Ihr lernt Karten, Gegnerverhalten und eure eigenen Grenzen kennen. Deshalb bleiben viele Shooter so lange attraktiv. Sie geben euch schnelles, klares Feedback und ein Spielgefühl, das sich mit jeder Stunde verfeinert. Zwar mag ich RPGs lieber, aber wenn ich Nervenkitzel suche, wird es Zeit für einen neuen Shooter oder ein Soulslike.
Die besten Shooter 2026: Marathon

Marathon setzt auf das klassische Extraction-Prinzip. Ihr betretet eine Zone, sammelt Ausrüstung, trefft auf Gegner und versucht, lebend wieder herauszukommen. Gelingt euch das, verbessert ihr eure saisonale Stufe, schaltet neue Ausrüstung frei und baut eure Builds gezielt aus. Geht ihr unter, verschwindet die Beute.
Interessant ist die Bandbreite an Runner-Hüllen, Waffenmodifikationen und Implantaten. Sie erlauben direkten Druck genauso wie vorsichtige Positionskontrolle. Solo-Runs sind möglich, im Team verändert sich das Spieltempo jedoch deutlich, weil Abstimmung und Rollenverteilung stärker ins Gewicht fallen. Modi wie der Rook-Modus erweitern das Grundkonzept zusätzlich.
Der Stil von Marathon wirkt auf mich noch nicht vollkommen geschlossen, aber Bungie steht für präzises Gunplay. Die jüngsten Eindrücke zeigen ein dunkleres, klarer strukturiertes Gesamtbild. Marathon hat das Potenzial, ein Highlight für Shooter-Fans zu werden. Entscheidend wird sein, ob Risiko und Belohnung langfristig zusammenpassen.
Over The Top: WWI
Over The Top: WWI nutzt den Ersten Weltkrieg als Kulisse, geht spielerisch jedoch einen anderen Weg als viele Genrevertreter. Statt langsamer Frontverlagerung und strenger Simulation setzt der Shooter auf Tempo und Chaos. Bis zu 200 Spieler treffen gleichzeitig aufeinander, während sich das Schlachtfeld permanent verändert. Schützengräben verschwinden, Krater reißen neue Wege auf, Deckungen brechen weg. Ein sicherer Abschnitt kann wenige Minuten später offenes Niemandsland sein.

Ihr entscheidet euch für eine Klasse und übernehmt eine klare Aufgabe. Sturmsoldaten treiben Angriffe voran, Ingenieure bauen Verteidigungen auf, Offiziere koordinieren Vorstöße und fordern Unterstützung an. Das Spiel lebt von vielen parallelen Entscheidungen. Kaum ein Plan hält lange, weil Explosionen, Fahrzeuge und Artillerie jede Situation neu ordnen. Präzision steht nicht im Mittelpunkt. Bewegung, Reaktion und Teamarbeit geben den Ton an.
Ich bin erst über meine Liste der März-Veröffentlichungen auf Over The Top gestoßen. Vorher hatte ich den Titel nicht auf dem Radar. Gerade deshalb reizt mich das Konzept. Es wirkt wie ein Spiel, das erst mit einer festen Gruppe sein Potenzial entfaltet. Der Gedanke an chaotische Abende mit Freunden weckt bei mir Erinnerungen an frühere Siege-Runden.
John Carpenter’s Toxic Commando
John Carpenter’s Toxic Commando setzt auf reines Koop-Chaos. Ihr bildet ein Viererteam und stellt euch endlosen Wellen infizierter Monster, die euch aus allen Richtungen angreifen. Wer fällt, wird wiederbelebt. Munition wird geteilt, Deckung gegeben, Positionen werden gehalten oder aufgegeben. Allein kommt ihr hier nicht weit.

Die schiere Masse macht den Unterschied. Hunderte Gegner stürmen gleichzeitig auf euch zu. Sabers Swarm-Technik kennt man bereits aus anderen Titeln, hier treibt sie das Konzept weiter. Dauerfeuer, Explosionen und überladene Gefechte prägen das Bild. Präzises Taktieren tritt in den Hintergrund. Durchhalten und Zusammenspiel zählen mehr als einzelne Heldentaten.
Interessant sind die Fahrzeuge, die auf den Karten verteilt stehen. Manche liefern rohe Feuerkraft, andere bieten Werkzeuge oder Spezialfunktionen. Wer das richtige Vehikel im richtigen Moment nutzt, kann eine festgefahrene Situation drehen. Gerade diese Mischung aus Infanteriekampf und mobilem Chaos gibt dem Spiel seinen eigenen Rhythmus.
Mich erinnert das Konzept an klassische Koop-Abende, bei denen es weniger um Perfektion geht als um gemeinsame Eskalation. Toxic Commando wirkt wie ein Spiel, das man nicht analysiert, sondern erlebt. Entscheidend wird sein, ob das Dauerfeuer über viele Stunden trägt oder ob sich die Wellen zu schnell wiederholen.
Die besten Shooter 2026: 007 First Light
007 First Light erzählt keine abgeschlossene Bond-Mission, sondern setzt früher an. Ihr erlebt James Bond als jungen Rekruten, noch ohne Doppelnull-Status, noch ohne Legende. Das Spiel begleitet seine Ausbildung beim MI6, seine Fehler und die Momente, in denen sich zeigt, warum ausgerechnet er für das Programm infrage kommt. Dadurch wirkt die Geschichte persönlicher als viele klassische Agentenplots.

Spielerisch knüpft IO Interactive an das an, was das Studio auszeichnet. Missionen geben euch Freiheit. Ihr könnt euch leise durch Areale bewegen, Wachen umgehen, Gadgets gezielt einsetzen oder den direkten Weg wählen. Schauplätze wechseln, Fahrzeuge spielen eine Rolle, und viele Einsätze lassen sich auf unterschiedliche Weise lösen. Es geht weniger um Dauerfeuer als um Kontrolle, Beobachtung und das Gefühl, einen Schritt voraus zu sein.
Die letzten Trailer haben mein Interesse geweckt, auch wenn das Genre für mich kein automatischer Day-One-Kauf ist. Ein Hitman habe ich bis heute nicht gespielt, was ich vermutlich irgendwann nachholen sollte. Bond selbst hat mich nie besonders gereizt, obwohl ich Agentengeschichten mag. Die Bourne-Filme etwa haben mich damals deutlich stärker gepackt. Vielleicht liegt gerade darin der Reiz von First Light. Es könnte Bond von einer Seite zeigen, die ich bisher nicht gesucht habe.
Mouse: P.I. For Hire
Mouse: P.I. For Hire springt euch nicht mit Realismus an, sondern mit Schwarzweiß-Ästhetik. Die Welt erinnert an Cartoons der dreißiger Jahre, mit Gummischlauch-Animationen und handgezeichneten Figuren. Statt düsterem Militärdesign bekommt ihr Film-Noir-Stimmung, Jazz und eine Stadt voller zwielichtiger Gestalten.

Ihr spielt Jack Pepper, einen ehemaligen Kriegshelden, der als Privatdetektiv in Mausburg unterwegs ist. Ein Vermisstenfall führt tiefer in ein Netz aus Korruption, Entführung und Mord. Die Geschichte dient nicht nur als Rahmen, sondern trägt die Kampagne. Über zwanzig Level führen durch Straßen, Studios, Opernhäuser, Sümpfe und Abwasserkanäle.
Spielerisch bleibt Mouse ein klassischer Ego-Shooter mit Tempo. Ständige Bewegung ist gefragt. Wandläufe, Enterhaken und Doppelsprünge geben euch Mobilität, während ein Arsenal aus überzeichneten Waffen für Chaos sorgt. Power-ups verändern Gefechte kurzfristig und bringen zusätzliche Dynamik hinein. Die Mischung aus Boomer-Shooter-Elementen und moderner Bewegungsfreiheit wirkt eigenständig.
Mich reizt hier weniger die reine Action als der Stil. Shooter mit klarer visueller Handschrift bleiben länger im Gedächtnis als der nächste Militärschauplatz. Wenn Gunplay und Leveldesign tragen, wird Mouse 2026 zu einem der auffälligsten Shooter des Jahres. Gerade weil es anders aussieht als fast alles andere auf dieser Liste.
PRAGMATA
Mit PRAGMATA wagt Capcom eine neue Science-Fiction-IP. Schauplatz ist eine Mondforschungsstation in naher Zukunft. Dort kämpfen sich Hugh und die androide Diana durch eine kalte, sterile Umgebung, die eher an Isolation als an Bombast erinnert.

Hugh und Diana funktionieren nur gemeinsam. Das Kampfsystem kombiniert direkte Action mit einem Hacking-Element, das euch zwingt, gleichzeitig zu schießen und Systeme zu manipulieren. In der gezeigten Demo wird schnell klar, dass hier nicht nur Reaktion gefragt ist, sondern Koordination. Während Hugh Druck auf Gegner ausübt, öffnet Diana Schwachstellen oder legt Verteidigungen lahm. Das wirkt weniger wie reines Dauerfeuer und mehr wie ein abgestimmtes System.
Interessant finde ich die technische Ausrichtung. Capcom legt sichtbar Wert auf Dianas Mimik und Ausdruck. Laut Regisseur Yonghee Cho sollte sie bewusst Gesten und Reaktionen zeigen, die nicht rein menschlich wirken. Dazu kommt Path Tracing auf dem PC, das Licht und Oberflächen sehr detailliert darstellt. PRAGMATA scheint also nicht nur spielerisch, sondern auch visuell einen eigenen Anspruch zu haben.
Für eine Shooterliste ist PRAGMATA vielleicht der Grenzfall, weil es stärker in Richtung Action-Adventure geht. Gleichzeitig dreht sich ein Großteil der Begegnungen ums Schießen. Wenn das Hacking-System trägt und die Dynamik zwischen Hugh und Diana überzeugt, könnte hier eines der ungewöhnlicheren Experimente des Jahres entstehen.
Die besten Shooter 2026: Grand Theft Auto VI
Fast dreizehn Jahre liegen zwischen GTA V und GTA VI. Entsprechend hoch ist der Druck auf Rockstar. Schauplatz ist der fiktive Bundesstaat Leonida, eine moderne Interpretation Floridas mit einer neu gedachten Version von Vice City. Neon trifft auf ländliche Weite, Strandpromenade auf Hinterland.

Ihr steuert zwei Figuren: Lucia Caminos und Jason Duval. Ihre Geschichte beginnt mit einem Coup und zieht beide tiefer in Konflikte, die den ganzen Staat umspannen. Rockstar setzt erneut auf Perspektivwechsel und eine offene Welt, die stärker auf Details und Interaktion ausgelegt ist.
GTA VI ist kein klassischer Shooter, aber Schusswechsel gehören zum Kern des Spiels. In kaum einem anderen Open-World-Spiel verzahnen sich Waffen, Fahrzeuge und Missionen so eng. Gefechte entstehen nicht nur in festgelegten Arenen, sondern aus Situationen heraus. Eine Flucht kann in ein Feuergefecht kippen, ein Überfall außer Kontrolle geraten. Genau deshalb gehört GTA VI auf diese Liste.
Warhammer 40,000: Boltgun 2
Boltgun 2 knüpft direkt an den Vorgänger an und bleibt dem Retro-Ansatz treu. Pixelige Explosionen, schnelle Bewegungen und ein Arsenal, das eher nach Neunzigerjahre-Shooter als nach moderner Militärästhetik klingt. Hier geht es nicht um Deckungssysteme oder langsames Taktieren. Ihr rennt, feuert und zerlegt Gegner in hohem Tempo.

Neu ist die Wahl zwischen zwei spielbaren Figuren. Malum Caedo steht für rohe Gewalt und klassisches Space-Marine-Gefühl. Nyra Veyrath bietet eine beweglichere, anders gewichtete Spielweise. Damit verschiebt sich der Rhythmus je nach Entscheidung leicht, ohne das Grundprinzip zu verändern.
Die Kampagne führt durch unterschiedliche Biome, von urbanen Höhen bis zu fremdartigen Landschaften. Entscheidungswege bedeuten, dass ihr nicht jede Mission identisch erlebt. Das Gunplay bleibt dabei das, worum sich alles dreht. Boltgun 2 baut auf dem auf, was den ersten Teil stark gemacht hat, und zieht es konsequenter durch.
Für mich steht der Titel für den anhaltenden Boom klassischer Ego-Shooter. Wenn Tempo, Leveldesign und Gegnerdruck stimmen, kann Boltgun 2 2026 genau das liefern, was viele in modernen Shootern vermissen: Klarheit, Direktheit und konsequente Übertreibung.
Valor Mortis
Valor Mortis verbindet First-Person-Shooter mit Soulslike-Struktur und verlegt das Geschehen in ein alternatives Europa des 19. Jahrhunderts. Es gibt übrigens einige vielversprechende Soulslikes 2026.
Ihr spielt William, einen ehemaligen Soldaten der Grande Armée, der nach seinem Tod auf dem Schlachtfeld wiedererweckt wird. Doch das Europa, in das ihr zurückkehrt, ist von einer Seuche gezeichnet, die Menschen und Landschaften entstellt hat.

Das Kampfsystem setzt auf Paraden, Ausweichbewegungen und gezielte Gnadenstöße. Jeder Fehler kostet euch Fortschritt, jeder Tod zwingt zur Anpassung. Gleichzeitig erweitert ihr eure Fähigkeiten mit übernatürlichen Kräften, die je nach Situation Schutz bieten oder Druck erzeugen. Waffen wirken hier weniger wie rohe Gewalt, sondern wie Teil eines präzisen Duells.
Das Setting ist das, was mich am meisten reizt. Napoleonische Uniformen treffen auf verzerrte Kreaturen, historische Anklänge auf düsteren Horror. Die Welt wirkt nicht nur als Kulisse, sondern als zerbrochener Schauplatz eines endlosen Krieges. Mobilität spielt dabei eine wichtige Rolle. Ihr bewegt euch durch verseuchte Areale, weicht überlegenen Gegnern aus und sucht nach Wegen, ihre Muster zu durchbrechen.
Valor Mortis ist der wohl ungewöhnlichste Shooter dieser Liste. Er fordert Geduld und Aufmerksamkeit, statt schnelle Reflexe allein. Wenn Schusswaffen, Nahkampf und Progression ineinandergreifen, könnte hier 2026 ein Titel entstehen, der Shooter- und Soulslike-Fans gleichermaßen anspricht.
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