Spiele wie Resident Evil: düstere Szene mit Pistole, Notizen und Schlüssel auf einem Tisch

Spiele wie Resident Evil setzen nicht nur auf Horror, sondern auf Struktur, Rätsel und Druck. Diese Synergien enthalten auch andere Titel, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Spiele wie Resident Evil erkennt man oft schneller, als man denkt. Es sind nicht nur Zombies oder düstere Orte, sondern diese typischen Abläufe: verschlossene Türen, Umwege durch bekannte Räume, Hinweise, die erst später Sinn ergeben. Wer genau darauf Lust hat, findet abseits der großen Namen einige spannende Alternativen.

In dieser Liste geht es nicht um beliebige Horror-Spiele, sondern um Titel, die ähnliche Wege gehen. Mal klassisch mit festen Kameras, mal moderner interpretiert, aber immer mit diesem Gefühl, sich schrittweise vorzuarbeiten.

Ihr verfolgt alles gern rund um Resident Evil? Resident Evil Code Veronica könnte ein Remake erhalten. RE2- und RE4-Teams sollen beteiligt sein.

Spiele wie Resident Evil: Woher kommt die Horror-Lust?

Normalerweise war ich nie ein großer Horror-Fan, wenn es um Spiele geht. Doch stimmt das eigentlich? Ja, ich mag keine Horrorspiele wie Outlast, weil ich mich darin kaum wehren kann. Anders sieht es in Spielen aus, in denen ich mächtig sein kann, wenn ich gut ausgerüstet bin oder taktisch vorgehe. Früher spielte ich zum Beispiel gern F.E.A.R., zwar hatte ich Angst, aber ich liebte den Nervenkitzel. Außerdem verliere ich mich gern in Endzeitspielen wie Dying Light oder Metro, obwohl diese auch sehr gruselige Stellen aufweisen.

Spiele wie Resident Evil sind meistens eine Palette aus mehreren Genre-Arten. Überwiegend schaffen die Entwickler es, das Zusammenspiel so zu formen, dass nichts überhandnimmt. Man sieht es an Resident Evil 9. Sie haben das Kunststück vollbracht, uns düstere Horrorpassagen und Action zu liefern.  Der vierte Teil mit Leon war übrigens mein Einstieg und zog mich in diese düstere Welt. Ich kann nur für mich sprechen, ich stehe auf diese knisternde Spannung. Diese Liste enthält hier mehr Spiele, die das alte Feeling von Resident Evil haben. Wenn ihr einige Spiele nicht wegen der Optik gleich weglegt, bekommt ihr starke Alternativen. Was auch tolle Alternativen sind, sind 8 Spiele wie Fallout. Diese Endzeit-Abenteuer solltet ihr kennen

Spiele wie Resident Evil im Blick

SpielReleasePlattformen
The Evil Within14. Oktober 2014PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
SIGNALIS27. Oktober 2022PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch
Crow Country9. Mai 2024; PS4 & Switch: 16. Oktober 2024PC, PS5, Xbox Series X/S, PS4, Nintendo Switch
Alisa22. Oktober 2021 auf PC; Developer’s Cut am 6. Februar 2024 auf KonsolenPC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch
Tormented Souls26./27. August 2021, weitere Plattformen späterPC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch
Daymare: 199817. September 2019 auf PC; 28. April 2020 auf PS4 und Xbox OnePC, PS4, Xbox One
Visage29./30. Oktober 2020; Current-Gen-Versionen 2021PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S

The Evil Within

Mit The Evil Within zeigt Shinji Mikami noch einmal, was Resident Evil ursprünglich ausgemacht hat: knappe Ressourcen, Druck in engen Räumen und das Gefühl, nie wirklich sicher zu sein. Statt auf Dauer-Action setzt das Spiel auf kontrolliertes Chaos, bei dem jede Kugel zählt und jeder Fehler Konsequenzen hat.

Ihr begleitet Detective Sebastian Castellanos, der nach einem brutalen Tatort in eine verzerrte Realität gezogen wird. Räume verändern sich, Wege verschwinden, Gegner tauchen dort auf, wo eben noch Ruhe war. Orientierung gibt es kaum. Das erzeugt diesen konstanten Druck, der eher an klassische Resident-Evil-Teile erinnert als an moderne Shooter.

Figur nähert sich einem verlassenen Anwesen in The Evil Within
Quelle: Tango Gameworks

Kämpfe fühlen sich wahrlich unbequem an. Munition ist knapp, Fallen werden zur Notlösung und Ausweichen ist oft sinnvoller als ein Angriff. Viele Situationen lassen sich nicht sauber lösen, sondern nur überleben. Dieses ständige Abwägen macht den Kern des Spiels aus.

Hinzu kommen groteske Kreaturen und tödliche Vorrichtungen, die selten fair wirken, aber genau dadurch im Kopf bleiben. The Evil Within zwingt euch dazu, aufmerksam zu bleiben und eure Umgebung zu lesen. Wer einfach durchläuft, scheitert.

SIGNALIS

SIGNALIS greift die Struktur klassischer Resident-Evil-Teile auf und verlegt sie in eine kalte, dystopische Sci-Fi-Welt. Begrenztes Inventar, Backtracking und verschachtelte Rätsel bestimmen den Ablauf. Jeder Schritt fühlt sich geplant an und jeder Umweg kostet Zeit und Ressourcen.

Ihr spielt Elster, eine Replika, die nach einem Absturz aus dem Kälteschlaf erwacht. Auf der Suche nach ihrer Partnerin bewegt sie sich durch verlassene Anlagen, enge Korridore und verschlossene Bereiche. Türen öffnen sich selten sofort, Wege ergeben sich erst nach und nach. Dieses langsame Freilegen der Umgebung erinnert stark an frühe Resident-Evil-Strukturen.

Spiele wie Resident Evil: Pixel-Horror mit Gegnern und Waffe in SIGNALIS
Quelle: rose-engine

Gegner erscheinen plötzlich und bleiben eine dauerhafte Bedrohung. Die Munition ist knapp und die Heilung begrenzt. In SIGNALIS müsst ihr mit Köpfchen arbeiten und nicht jeden Raum sofort säubern, was stark an Resident Evil 9 erinnert. Wer von euch ein echter Planer ist, profitiert mehr.

Die Rätsel greifen ineinander und verlangen Aufmerksamkeit für Details. Codes, Dokumente und Hinweise liegen nicht offen aus, sondern müssen zusammengesetzt werden. Die Welt erzählt übrigens ihre Geschichte über ihre Umgebung, Fragmente und Erinnerungen.

Die Mischung aus Retro-Optik, bedrückender Atmosphäre und klarer Spielstruktur macht SIGNALIS zu einem der konsequentesten modernen Survival-Horror-Spiele. Wer Resident Evil wegen seiner Rätsel, seines Tempos und seiner Unsicherheit schätzt, findet hier eine überraschend präzise Weiterentwicklung im Sci-Fi-Gewand.

Kürzlich gab es Neuigkeiten zu einem Sci-Fi-Spiel, das mich selbst brennend interessiert. Neues Sci-Fi-RPG erinnert stark an Mass Effect.

Spiele wie Resident Evil: Crow Country

Crow Country fühlt sich an wie eine verlorene PS1-Version von Resident Evil, nur in einem verlassenen Freizeitpark statt einer Villa. Feste Perspektiven, überschaubare Areale und klassisches Backtracking bestimmen den Ablauf. Neue Wege öffnen sich erst, wenn ihr Schlüssel, Codes oder Hinweise gefunden habt.

Ihr spielt Mara Forest, die zwei Jahre nach dem Verschwinden von Edward Crow den stillgelegten Park betritt. Die Umgebung wirkt zunächst fast harmlos, doch je tiefer ihr vordringt, desto mehr ändert sich die Stimmung. Räume erzählen ihre eigene Geschichte, Hinweise liegen verstreut und Zusammenhänge ergeben sich erst nach und nach.

Retro-Horror mit fester Kamera in Crow Country
Quelle: SFB Games

Rätsel stehen klar im Vordergrund. Türen bleiben verschlossen, also müsst ihr die Mechanismen verstehen, um die Lösungen zu ergründen. Natürlich entsteht auch Druck durch fiese Gegner, die nicht einfach verschwinden. Ressourcen sind auch hier begrenzt. Kämpfe sollten überlegt geführt werden.

Der Park selbst ist in diesem Spiel wichtig. Statt klassischer Horrororte erkundet ihr Attraktionen, Wartungsbereiche und versteckte Räume. Gerade dieser Kontrast aus vertrauter Umgebung und wachsender Bedrohung erzeugt ein unangenehmes Gefühl.

Wenn ihr Spiele wie Resident Evil sucht, die wirklich den legendären Retro-Charme haben, solltet ihr Crow Country mal versuchen. Diesen Geheimtipp kennen nur wenige, wenn man sich SteamDB anschaut. Trotzdem erhielt das Spiel überragende Bewertungen auf Steam, 98 Prozent sind überzeugt. Eine Demo könnt ihr auch ausprobieren.

Alisa

Alisa orientiert sich stark an den frühen Resident-Evil-Teilen und übernimmt viele ihrer Grundprinzipien. Feste Kameraperspektiven, vorgerenderte Hintergründe und begrenzte Ressourcen bestimmen das Spielgefühl. Auch hier kommt ihr mit bloßem Tempo nicht voran. Ihr müsst eher die Umgebung klug analysieren.

Ihr spielt eine Agentin, die in einem viktorianischen Herrenhaus strandet. Zombies begegnen euch hier nicht. Ihr müsst mit mechanischen, puppenartigen Gegner vorliebnehmen, die sich unnatürlich bewegen und schwer einzuschätzen sind.

Spiele wie Resident Evil: unheimliche Puppenkreatur im Herrenhaus in Alisa
Quelle: Casper Croes

Alte Strukturen sind obendrein vorhanden. Türen bleiben verschlossen und Räume müssen mehrfach besucht werden. Hinweise ergeben erst später Sinn, also gibt Obacht.

Kämpfe fühlen sich eingeschränkt an. Die Munition ist begrenzt, also ist es klug, wenn ihr wie bei den typischen Resi-Spielen eher die Konfrontation als letztes Mittel nutzt.  Ein ungewöhnliches Shop- und Währungssystem frischt das Spiel auf, indem ihr darüber eure Ressourcen aktiv verwalten müsst.

Alisa wirkt wie ein direkter Rückgriff auf die 90er, ohne sich nur darauf zu verlassen. Ihr könnt eine Demo über Steam testen. Allerdings gibt es keine deutsche Lokalisierung. Wenn euch das nicht stört bekommt ihr eine tolle Alternative. 89 Prozent bewerteten dieses Spiel positiv.

Spiele wie Resident Evil: Tormented Souls

Tormented Souls lehnt sich sichtbar an frühe Resident-Evil-Teile an und übernimmt deren Grundstruktur. Feste Kamerawinkel bestimmen, was ihr seht und was nicht. Räume wirken dadurch enger, Wege unsicherer. Ihr bewegt euch nicht einfach vorwärts, sondern tastet euch schrittweise durch das Gebäude.

Ihr spielt Caroline Walker, die bei der Suche nach verschwundenen Zwillingen in einem alten Herrenhaus landet. Kurz darauf wacht sie nackt in einer Badewanne auf, angeschlossen an medizinische Geräte. Gibt es eine schlimmere Vorstellung? Von dort aus arbeitet ihr euch durch Flure, Krankenzimmer und versteckte Bereiche, die immer wieder neue Fragen aufwerfen.

Heldin kämpft gegen Kreatur in düsterem Herrenhaus in Tormented Souls
Quelle: PQube

Viele Türen bleiben zunächst verschlossen. Ihr lauft Wege mehrfach, entdeckt neue Abkürzungen und versteht Zusammenhänge oft erst später. Tagebücher, Notizen und kleine Details geben Hinweise, die ihr im Kopf behalten müsst. Wer unaufmerksam spielt, läuft schnell im Kreis. Das ist eben wieder typischer Survival-Horror-Mix.

Ein genialer Kniff sind hier die Spiegel, die euch zwischen zwei Versionen der Umgebung wechseln lassen. Räume verändern sich dadurch komplett, neue Wege öffnen sich und andere verschwinden. Ihr könnt euch so besser orientieren oder sogar selbst verwirren.

Daymare: 1998

Daymare: 1998 ist eher ein Semi-Geheimtipp. Das Spiel weckt schnell Erinnerungen an Resident Evil, konnte bei den Wertungen aber nicht alle überzeugen. Auf Steam fallen 69 Prozent der Rezensionen positiv aus. Das ist nicht katastrophal, wirkt auf der Plattform aber schon deutlich verhaltener als bei den anderen Kandidaten dieser Liste.

Inhaltlich schlägt Daymare trotzdem klar in die Resi-Richtung. Eine geheime Forschungsanlage, eine Biowaffe, eine Kleinstadt im Ausnahmezustand und Bewohner, die sich in Monster verwandeln: Die Parallelen sind nicht zu übersehen. Dazu kommen mehrere spielbare Figuren, aus deren Blickwinkeln sich die Geschichte Stück für Stück zusammensetzt.

Spiele wie Resident Evil: Mutant greift in dunklem Gang in Daymare 1998 an
Quelle: Invader Studios

Auch spielerisch orientiert sich das Spiel deutlich an klassischen Vorbildern. Munition ist knapp, Speicherpunkte sind begrenzt, Wege führen mehrfach durch bekannte Gebiete. Ihr lauft also nicht einfach geradeaus durch, sondern müsst eure Route und eure Mittel im Blick behalten. Gerade dieses Backtracking und die kleinen Umwege geben Daymare seinen vertrauten Survival-Horror-Rhythmus.

Dazu kommen Rätsel, ein bewusst altmodischer Aufbau und Gegner, die euch nicht viel Raum für Fehler lassen. Daymare: 1998 erreicht nicht die Klasse seiner offensichtlichen Vorbilder, aber genau deshalb passt es als Geheimtipp trotzdem gut in diese Liste. Wer Lust auf ein Spiel mit klarer Resident-Evil-Schlagseite hat und über die Ecken hinwegsehen kann, findet hier eine stimmige Alternative.

Spiele wie Resident Evil: Visage

Visage geht einen anderen Weg als klassische Resident-Evil-Spiele, trifft aber genau dieses Gefühl von Unsicherheit, das viele daran schätzen. Statt Kämpfen steht hier das Aushalten im Vordergrund. Ihr bewegt euch durch ein großes Haus, das sich verändert, sobald ihr glaubt, es verstanden zu haben.

Die Räume wirken zunächst leer, fast ruhig. Doch genau das kippt immer wieder. Türen stehen plötzlich offen, Geräusche kommen aus Ecken, in denen eben noch nichts war. Ihr lauft durch Flure, die sich vertraut anfühlen, bis kleine Details zeigen, dass etwas nicht stimmt.

Spiele wie Resident Evil: dunkler Flur in einem verlassenen Haus in Visage
Quelle: SadSquare Studio

Das Haus erzählt seine Geschichte über das, was ihr findet. Fotos, Gegenstände und kurze Szenen geben Einblicke in das, was hier passiert ist. Ganze Familien sind hier zerbrochen, und diese Vergangenheit bleibt. Jeder Abschnitt hat seinen eigenen Ton, der sich langsam aufbaut, statt euch direkt zu überrollen.

Ihr habt keine Waffen. Wenn etwas auftaucht, bleibt euch nur, Abstand zu halten oder euch neu zu orientieren. Licht wird dabei zu einem wichtigen Anker. Dunkelheit sorgt nicht nur für schlechtere Sicht, sondern verändert auch, wie sich die Situation anfühlt.

Visage erinnert weniger an die actionlastigen Momente von Resident Evil, sondern eher an diese Phasen, in denen ihr zögert, bevor ihr die nächste Tür öffnet. Wer genau dieses Gefühl sucht, findet hier eine konsequente, ruhige Variante davon.

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