Fable streicht ein bekanntes Feature der Reihe. Selbst der Schöpfer der Originale kann die Entscheidung nicht ganz nachvollziehen.
Fable geht im Reboot einen anderen Weg. Das bekannte Moral-System der Originale fehlt und wird durch ein regionsbasiertes Rufsystem ersetzt. Diese Änderung begeistert nicht jeden Spieler. Auch Peter Molyneux, der die ursprünglichen Spiele geprägt hat, äußert sich kritisch dazu.
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Moral-System fällt weg und wird ersetzt
In den alten Fable-Teilen spiegelten sich Entscheidungen direkt im Aussehen wider. Gute Taten führten zu einem Heiligenschein und böse Handlungen zu Hörnern. Ich kann mich gut daran erinnern, wie ein Kumpel von mir in einer alten Kapelle Seelen geopfert hat, um einen legendären Bogen zu bekommen. Sein Aussehen hat sich natürlich unschön gewandelt.
Im Reboot funktioniert das offenbar anders. Die Entscheidungen haben weiterhin Folgen, doch sie zeigen sich nicht mehr sofort am Charakter. Stattdessen reagiert die Umgebung je nach Region unterschiedlich. Es erinnert mich sofort ein wenig an Kingdom Come: Deliverance.
Molyneux bezeichnet das als „wirklich schade“. Er merkt an, dass die Umsetzung heute deutlich aufwendiger sei, gerade bei moderner Technik und verschiedenen Charaktervarianten.
Fable setzt stärker auf indirekte Konsequenzen
Das neue System verlagert die Wirkung von Entscheidungen stärker in die Spielwelt. In einer neuen Stadt kann der Charakter zunächst unerkannt bleiben.
Ich finde den Ansatz nicht unbedingt schlecht. Wenn die Quests und Entscheidungen überzeugen, kann das System trotzdem funktionieren.
Ein bisschen sichtbare Veränderung würde ich trotzdem begrüßen. Selbst kleine Anpassungen am Verhalten oder Ausdruck könnten schon reichen, um die Entscheidungen greifbarer zu machen.
Am Ende kommt es darauf an, wie sich das Ganze im Spiel anfühlt. Fable erscheint voraussichtlich im Herbst für die PS5, Xbox Series X und S sowie den PC. Würdet ihr euch ein Moralsystem wie beim alten Spiel wünschen?
Quelle: IGN
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