Persona 5 Artwork mit Joker und den Phantom Thieves vor rotem Hintergrund

Persona könnte bei Netflix zur Live-Action-Serie werden. Laut einem neuen Bericht arbeiten Story Kitchen und 21 Laps an einer Adaption der Atlus-Rollenspielreihe.

Story Kitchen ist unter anderem mit den Sonic-the-Hedgehog-Filmen verbunden, während 21 Laps die Produktionsfirma von Shawn Levy ist, der unter anderem an Stranger Things, Deadpool & Wolverine und Free Guy beteiligt war. Christopher Monfette soll die Adaption für Persona schreiben und zugleich als Showrunner sowie Executive Producer fungieren.

Persona-Serie befindet sich angeblich noch in früher Entwicklung

Netflix selbst lehnte gegenüber Variety eine Stellungnahme ab. Damit bleibt offen, ob das Projekt am Ende tatsächlich bestellt, gedreht und veröffentlicht wird. Gerade bei Videospieladaptionen gibt es häufig frühe Entwicklungsprojekte, die später wieder verschwinden oder stark verändert werden.

Die Kombination könnte aber kaum passender sein. Persona hat eine Serienstruktur: Schulalltag, Freundschaften, düstere Geheimnisse, übernatürliche Bedrohungen und innere Konflikte. Die Spiele erzählen meist von japanischen Schülergruppen, die tagsüber ein halbwegs normales Leben führen und nachts in parallelen Welten gegen Schatten, Dämonen oder andere Bedrohungen kämpfen.

Mich wundert, dass nicht längst eine Serie kreiert wurde, weil der Stoff perfekt für düstere Teenager-Geschichten ist. So etwas kommt sowohl bei jungen als auch älteren Zuschauern gut an, wenn das Konzept aus den Spielen vernünftig übernommen wird.

Christopher Monfette bringt dafür Serienerfahrung mit. Er war zuvor unter anderem an Star Trek: Picard, 12 Monkeys und 9-1-1 beteiligt. Laut Variety arbeitet er außerdem an Marvels kommender Serie VisionQuest. Shawn Levy und Robert Atwood sollen für 21 Laps als Executive Producer beteiligt sein, während Story Kitchen mit Dmitri M. Johnson, Michael Lawrence Goldberg und Timothy I. Stevenson vertreten ist. Auch SEGA ist über Toru Nakahara als Executive Producer eingebunden.

Live-Action bleibt schwierig

Netflix hat in den vergangenen Jahren stark auf Videospielmarken gesetzt, weil eine große Fanbase durch die Spiele bereits vorhanden ist. Deshalb finde ich es nur logisch, dass sie darauf bauen möchten. Im Animationsbereich gelangen ihnen einige starke Umsetzungen, darunter Arcane, Castlevania, Cyberpunk: Edgerunners, Devil May Cry und Tomb Raider. Bei Live-Action-Adaptionen lief es komplett glänzend ab. Resident Evil wurde nach einer Staffel beendet, während andere Projekte wie BioShock weiterhin in Entwicklung sind. Persona wäre daher eine spannende, aber auch riskante Marke.

Persona ist nicht nur wegen seiner Kämpfe beliebt, sondern wegen dem Stil, der Musik,  den Figuren, Beziehungen und Themen wie Identität, Schuld, Rebellion oder Selbstfindung. Eine Serie müsste diese Ebene erwischen, ohne die Spiele nur als Kostümvorlage zu benutzen. Übrigens gibt es gute Gründe für mich, warum Atlus-Spiele wie Persona 5 Royal die besten JRPGs sind.

Die Persona-Reihe ist übrigens wieder stark präsent. Persona 6 wurde Anfang Juni 2026 offiziell angekündigt, besitzt aber noch keinen bestätigten Release-Termin. Außerdem erscheint Persona 4 Revival am 18. Februar 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC. Das Remake des ursprünglich 2008 veröffentlichten Rollenspiels bringt Inaba und den Midnight Channel in moderner Form zurück.

Für Atlus und SEGA wäre eine Netflix-Serie also eine Chance, Persona noch stärker außerhalb der JRPG-Blase bekannt zu machen. Die Marke bietet genug Stoff für Drama, Mystery, Coming-of-Age und übernatürliche Kämpfe. Wenn es richtig knallt, könnten ältere Spiele sogar mehr Beachtung bekommen. Immerhin befeuerte die Cyberpunk-Serie auch das Spiel Cyberpunk 2077.

Quest Knight gibt es übrigens auch auf YouTube. Dort findet ihr Shorts, News und persönliche Eindrücke zu Spielen, über die ich gerade gern spreche.

Quelle: Polygon

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