Eternal Anima: Ein gewaltiger Gegner speit Feuer auf die Heldengruppe und verursacht bei mehreren Charakteren Schaden.

In Eternal Anima wisst ihr schon vor eurem Zug, was der Gegner vorhat und welche Folgen seine Angriffe haben. Ein Final-Fantasy-Veteran erklärt, warum im Kampfsystem nicht das Würfelglück, sondern eure Entscheidungen zählen.

Ein mächtiger Boss holt zum vernichtenden Schlag aus. Normalerweise bleibt euch in einem Rollenspiel nur die Hoffnung, dass eure Verteidigung hält oder ein kritischer Treffer den Gegner rechtzeitig erledigt. In Eternal Anima kennt ihr das Ergebnis schon, bevor der Angriff überhaupt stattfindet.

Hinter diesem Kampfsystem steckt Katsuhisa Higuchi, der seit rund 40 Jahren JRPGs entwickelt. Er arbeitete früher an mehreren Final-Fantasy-Teilen und Chrono Trigger. Bei Eternal Anima will er den Zufall aus den Kämpfen verbannen und euch stattdessen zeigen, welche Folgen eure Entscheidungen haben.

Eternal Anima zeigt euch die Zukunft jedes Kampfzuges

Im Interview mit dem japanischen Magazin AUTOMATON erklärt Higuchi, warum Eternal Anima euch vor jedem Zug so viele Informationen liefert. Auf kritische Treffer oder glückliche Zufälle müsst ihr euch kaum verlassen. Ihr seht im Voraus, wann ein Gegner angreift, welches Gruppenmitglied er trifft und wie viel Schaden der Angriff verursacht.

Mit diesem Wissen könnt ihr die vorhergesagte Zukunft verändern. Trefft ihr die Schwachstelle eines Gegners, könnt ihr seine nächste Aktion in der Kampfreihenfolge nach hinten verschieben.

Drängt ihr ihn weit genug zurück, verliert er seinen Zug vollständig. Das Entwicklerteam nennt diese Mechanik Break. Higuchi möchte, dass eure Entscheidungen über Sieg oder Niederlage bestimmen und nicht ein glücklicher oder unglücklicher Zufall.

Auch defensives Spielen ist wichtig. Während viele Standard-JRPGs vor allem hohe Schadenszahlen belohnen, müsst ihr in Eternal Anima überlegen, wie ihr gegnerische Angriffe verhindert oder hinauszögert.

Normale Gegner sollt ihr auf dem Standard-Schwierigkeitsgrad auch ohne große Planung besiegen können. Bei Bossen müsst ihr euch mehr Gedanken über eure Züge machen. Wollt ihr härtere Kämpfe, könnt ihr den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Für Spieler, die vor allem die Geschichte erleben möchten, gibt es auch einen leichteren Modus.

Ein Final-Fantasy-Veteran lässt euch Vergangenheit und Zukunft verändern

Das Kampfsystem hängt eng mit Wades Geschichte zusammen. Der Protagonist besitzt eine Fähigkeit namens Psychometrie, mit der er Erinnerungen aus alten Gegenständen lesen kann. So übernimmt er Klassen und Fähigkeiten von Helden, die längst nicht mehr leben.

Bis zu zwei Klassen kann Wade gleichzeitig ausrüsten. Je nach Kombination bekommt ihr andere Werkzeuge an die Hand, um vorhergesagte Angriffe eurer Gegner noch vor dem Treffer zu vereiteln. Auch außerhalb der Kämpfe ist die Zeit nicht unwichtig. Wade bereist vier verlorene Kontinente in der Vergangenheit und der Gegenwart. Was ihr dort entscheidet, kann die Welt und das Leben ihrer Bewohner noch Generationen später verändern.

Higuchi kennt rundenbasierte Rollenspiele aus mehreren Jahrzehnten Entwicklungsarbeit. Bei Square arbeitete er vor allem an den Kampfsystemen von Final Fantasy II bis Final Fantasy V, Final Fantasy XI und Chrono Trigger.

Eternal Anima beschreibt er als eine Art Zusammenfassung seiner bisherigen Arbeit. Nach rund 40 Jahren mit JRPGs will er trotzdem nicht einfach alte Systeme wiederholen. Das Projekt soll zeigen, was sich aus rundenbasierten Kämpfen noch herausholen lässt.

Eternal Anima erscheint am 4. März 2027 für die PS5, die Xbox Series X|S und die Nintendo Switch 2. Eine PC-Version ist über Steam geplant.

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Quellen: automaton-media, 4gamer, Steam

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