The Legend of Zelda: Ocarina of Time – Link hebt das Master-Schwert in die Höhe, während Navi neben ihm schwebt.

Was kommt nach zwei der erfolgreichsten Zelda-Abenteuer? Für Hidemaro Fujibayashi steht fest, dass Nintendo nicht einfach bekannte Ideen wiederverwenden sollte. Der erfahrene Director erklärt, wie er jüngere Entwickler zu neuen Spielkonzepten ermutigt.

Kaum eine Nintendo-Reihe hat sich über die Jahrzehnte so stark verändert wie The Legend of Zelda. Mal erkundet ihr Tempel, mal segelt ihr über einen riesigen Ozean und in Tears of the Kingdom dürft ihr sogar eigene Fahrzeuge und Flugmaschinen zusammenbauen.

Die beiden jüngsten großen Abenteuer haben gezeigt, wie viel Freiheit Nintendo seinen Spielern mittlerweile zugesteht. Doch soll das nächste Zelda einfach eine noch größere Welt mit weiteren Baumöglichkeiten heraushauen?

Hidemaro Fujibayashi hält wenig davon, alte Ideen bloß neu zu verpacken. Der Director von Breath of the Wild und Tears of the Kingdom hat in einem Interview mit Polygon über die kreative Entwicklung der Reihe gesprochen. Dabei erklärte er, wie er mit jüngeren Mitarbeitern über neue Spielmechaniken diskutiert.

Eine einfache Frage entscheidet über neue Zelda-Ideen

Wenn junge Entwickler ihre Vorschläge vorstellen, stellt Fujibayashi ihnen häufig eine grundlegende Frage: „Wird das Spaß machen?“

Dabei hinterfragt er auch, ob ähnliche Ideen nicht längst in früheren Zelda-Spielen verwirklicht wurden. Als Beispiele nennt er Ocarina of Time und Breath of the Wild.

Es geht ihm jedoch nicht darum, neue Vorschläge einfach abzulehnen. Vielmehr möchte er die Entwickler dazu bringen, über bekannte Mechaniken hinauszudenken und eigene Lösungen zu finden.

Für Fujibayashi ist Zelda eine Art kreativer Spielplatz. Die Reihe gibt Entwicklern den Raum, eigene Ideen auszuprobieren und daraus etwas Neues zu bauen.

Viele Einfälle für frühere Spiele entstanden auf ähnliche Weise. Die Teams überlegten, was ihnen selbst Spaß machen würde, probierten es aus und machten daraus später einen Teil des jeweiligen Abenteuers.

Diesen Freiraum möchte Fujibayashi auch der nächsten Entwicklergeneration lassen.

Muss das nächste Zelda überhaupt wieder eine Open World haben?

Mit Breath of the Wild warf Nintendo 2017 viele alte Regeln der Reihe über Bord. Ihr konntet Hyrule fast nach Lust und Laune erkunden, Aufgaben in unterschiedlicher Reihenfolge angehen und Probleme auf ganz eigenen Wegen lösen.

Tears of the Kingdom legte 2023 noch einmal nach. Gegenstände ließen sich miteinander verbinden, Fahrzeuge zusammenzimmern und selbst für viele Rätsel gab es nicht nur eine einzige vorgesehene Lösung.

Wird Nintendo beim nächsten Zelda wieder eine große Welt bereitstellen? Keine Ahnung, denn noch ist nichts bestätigt.

Fujibayashi kündigt übrigens keinen Abschied von der Open World an. Ihm geht es darum, dass sich kommende Entwickler nicht einfach an Breath of the Wild und Tears of the Kingdom festklammern, nur weil diese Spiele erfolgreich waren.

Wie stark sich Zelda verändern kann, sieht man, wenn man die Reihe genauer betrachtet. Das frisch veröffentlichte Remake von Ocarina of Time führt euch durch aufgebaute Tempel, Rätsel und eine stärker geführte Geschichte. Die beiden Switch-Abenteuer geben euch dagegen mehr Freiheit.

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Quellen: Polygon | GamesRadar

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