Skyrim: Eine gewaltige Festung erhebt sich im goldenen Abendlicht über einer felsigen Landschaft mit Fluss und Nadelbäumen.

Gilden gründen, Land besitzen und anderen Spielern ganze Gebiete streitig machen: Eine neue Multiplayer-Mod verwandelt Skyrim in eine Onlinewelt, in der Himmelsrand nicht einfach stillsteht. Was ihr tut, kann Besitzverhältnisse verschieben und die Welt für andere Spieler verändern. Die öffentliche Beta läuft bereits.

In The Elder Scrolls 5: Skyrim könnt ihr zum Drachenblut aufsteigen, einen Bürgerkrieg mitentscheiden und euch mit fast jeder Fraktion anlegen. Trotzdem dreht sich Himmelsrand am Ende immer um euch. Die Welt wartet darauf, dass ihr etwas tut.

Aurbis will das ändern. Hier ziehen andere Spieler durch dieselben Städte, verfolgen ihre eigenen Pläne und können euch dabei genauso gut helfen wie in die Quere kommen.

Vielleicht verdient ihr eure Septime als Händler, zieht mit einer Armee in den Kampf oder macht euch als Bandit einen Namen. Und während ihr an eurer eigenen Geschichte bastelt, tun andere Spieler dasselbe.

Am 7. November 2026 kündigten die Entwickler auf ModDB den Start der öffentlichen Beta an. Einen Tag später griff auch PC Gamer das Projekt auf.

Eine Welt, in der Spieler selbst Geschichte schreiben

Aurbis soll kein Server sein, auf dem ihr abends gemeinsam ein paar Dungeons abklappert und am nächsten Tag ist alles wieder wie vorher. Die Welt bleibt bestehen und soll sich durch das verändern, was ihre Spieler tun.

Dafür dürft ihr eigene Gemeinschaften gründen, die sogenannten Cohorts. Daraus können Familien, Händlerbünde, Gilden oder ganze militärische Organisationen wachsen.

Auch politisch könnt ihr ordentlich mitmischen. Spieler sollen Einfluss auf die verschiedenen Fürstentümer gewinnen und Adlige, Wachen oder Fraktionsführer in die Verwaltung einbinden können. Selbst lokale Gesetze, Verhaftungen und Kopfgelder sind vorgesehen.

Wer keine Lust auf Politik hat, kann sich stattdessen eine wirtschaftliche Existenz aufbauen. Ihr übt Berufe aus, stellt Waren her, besitzt Grundstücke oder eröffnet eigene Geschäfte. Über die Banken und den Handel wechseln Geld und Ressourcen zwischen den Spielern den Besitzer.

So könnte sich auf einem Server mit der Zeit eine ganz eigene Gesellschaft entwickeln. Vielleicht kontrolliert eine Gilde den Handel einer Stadt, während nebenan eine andere Gruppe militärisch immer mächtiger wird.

Bekannte Namen aus Skyrim mischen mit. Die Diebesgilde, die Dunkle Bruderschaft, die Kaiserliche Legion und die Sturmmäntel sind ebenfalls teil der Welt von Aurbis.

Eigene Sprachen lernen und gemeinsam Dungeons erkunden

Politik und Handel sind nur ein Teil von Aurbis. Selbst bei eurem Charakter geht die Mod viel weiter als das normale Skyrim.

Schon bei der Erstellung wählt ihr einen Geburtsstein, der bestimmte Fähigkeiten begünstigt. Ihr könnt eure Reise sogar als Vampir oder Werwolf beginnen.

Richtig kurios wird es bei den Sprachen. Zehn Sprachen aus Tamriel könnt ihr erlernen, und nicht jeder Charakter versteht automatisch jedes Gespräch. Beherrscht ihr die Sprache eures Gegenübers nicht, kann euch also schlicht ein Teil der Unterhaltung entgehen.

Wer lesen und schreiben kann, darf sogar eigene Bücher verfassen und Wissen an andere Spieler weitergeben. Vielleicht landet euer Werk irgendwann in der Bibliothek einer fremden Gilde.

Für Abenteurer, die lieber Türen eintreten als Bücher schreiben, gibt es gemeinsame Dungeons. Gegner, Truhen und Rätsel werden zwischen den Spielern synchronisiert. Ihr könnt zusammen Schalter betätigen, Türen öffnen und euch mit ganzen Gruppen auf stärkere Feinde stürzen.

Selbst Wetter und Tageszeit laufen für alle Spieler gleich. Wenn es auf eurem Bildschirm in Weißlauf regnet, steht der Rest des Servers also nicht plötzlich unter strahlend blauem Himmel.

Gegeneinander kämpfen könnt ihr ebenfalls. Die Entwickler planen Fraktionskriege und offene PvP-Gefechte, bei denen der Tod mehr bedeutet als ein kurzer Ladebildschirm.

Und falls euch das ganze Rollenspiel mit Politik, Berufen und Sprachen irgendwann zu viel wird, ist das ebenfalls kein Problem. Ihr könnt einfach mit Freunden durch Himmelsrand ziehen, Monster verkloppen und bessere Ausrüstung zusammensammeln.

Aurbis ist schon spielbar, aber noch lange nicht fertig

Wenn euch das Ganze neugierig gemacht hat, könnt ihr die Beta schon selbst betreten. Den Aurbis-Launcher findet ihr auf ModDB.

Ihr braucht eine legale PC-Version von Skyrim Special Edition in Version 1.6.1170. Den nötigen Sitzungsschlüssel für die Beta stellen die Entwickler ebenfalls bereit.

Viel Mod-Bastelei soll euch dabei erspart bleiben. Der eigene Launcher installiert die benötigten Mods, sucht nach fehlenden Dateien und kümmert sich um Updates. Einen separaten Mod-Manager müsst ihr dafür laut Team nicht anschmeißen.

Fertig ist Aurbis noch lange nicht. Weitere Fraktionsinhalte, Welt-Ereignisse und Änderungen am Balancing stehen auf der Liste der Entwickler.

Vor allem bei einer dauerhaft laufenden Onlinewelt wird die Beta zeigen müssen, wo es noch knirscht. Wie sich Hunderte Spieler, politische Systeme, Handel, Grundstücke, PvP und gemeinsame Dungeons auf Dauer miteinander vertragen, dürfte eine der größten Bewährungsproben werden.

Trotzdem steckt jetzt schon verdammt viel in diesem Fanprojekt. Während Bethesda weiter an The Elder Scrolls 6 arbeitet, bauen sich Spieler ihr eigenes Himmelsrand, in dem nicht mehr alles nur um das Drachenblut kreist.

Vielleicht schreibt dort irgendwann der Händler aus Weißlauf mehr Geschichte als der Held, der eigentlich die Welt retten sollte.

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Quellen: PC Gamer

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