Das The-Witcher-Multiplayer-Spiel könnte die Reihe in eine ungewohnte Richtung führen. Ein Bericht nennt Koop, eigene Hexer und Monsterjagden, die allein oder gemeinsam funktionieren sollen.
Neben The Witcher 4 und der Erweiterung The Witcher 3: Songs of the Past befindet sich angeblich noch ein weiteres Projekt im Witcher-Universum in Arbeit. Schon länger ist ein Multiplayer-Spiel unter dem Codenamen Project Sirius bekannt. Nun berichtet MP1st über neue Details, die auf ein Free-to-Play-Koop-Action-RPG für PC und Mobilgeräte hindeuten. Beachtet, dass noch nichts offiziell feststeht.
Ihr sucht mehr Entscheidungen und Konsequenzen? Hier sind Spiele wie The Witcher 3. Wahrscheinlich kennt ihr davon aber bereits alle, denn die Liste ist überschaubar.
The-Witcher-Multiplayer-Spiel: Eigene Hexer statt Geralt oder Ciri
Laut MP1st soll das unangekündigte The-Witcher-Multiplayer-Spiel im Jahr 1230 spielen, also in einer Zeit, in der Geralt noch ein junger Hexer ist. Spieler sollen allerdings nicht Geralt, Ciri oder eine andere bekannte Figur übernehmen, sondern einen eigenen Hexer erstellen. Dazu sollen typische Anpassungsoptionen eines Multiplayer-Spiels gehören, darunter Geschlecht und Aussehen.
Für mich klingt das logisch. Wenn mehrere Spieler gemeinsam Monster jagen, wäre eine Gruppe eigener Hexer glaubwürdiger als vier Geralts, die durch denselben Wald laufen. Obendrein könnte CD Projekt Red mehr Hexer-Schulen einbinden und Spielern unterschiedliche Kampfstile geben.
Nach aktuellem Bericht zielt das Projekt nur auf PC und Mobilgeräte ab. Konsolenplattformen werden nicht erwähnt. Das finde ich zunächst etwas seltsam, weil die Hauptteile der Reihe stark mit dem PC und den Konsolen verbunden ist. Ein Free-to-Play-Modell und Mobile-Support würden eher auf ein anderes Publikum und eine andere Struktur hindeuten als bei The Witcher 3 oder dem kommenden The Witcher 4.
Spielerisch soll es um Aufträge gehen, bei denen Monster in typischen Witcher-Umgebungen gejagt werden. Genannt werden dunkle Wälder, Dörfer und verfluchte Ruinen. Das Kampfsystem soll auf Timing setzen: Blocks, Ausweichmanöver, Paraden und Hinrichtungen sollen ebenso wichtig sein wie Zeichen, Tränke und Fähigkeiten aus verschiedenen Hexerschulen.
Ihr gerade mit The Witcher 3 angefangen? Dieser frühe Axii-Skill ist Pflicht für bessere Dialogoptionen.
Koop kann mit einer Methode funktionieren
Ich bin zwar kein großer Multiplayer-Fan, aber ich glaube, dass ein The-Witcher-Multiplayer-Spiel im Koop funktionieren kann, wenn es nicht nach MMO-Checkliste riecht. Ein Spiel, das euch täglich 20 Kräuter sammeln, 15 Ghule töten und anschließend eine Belohnung abholen lässt, würde der Marke nicht guttun. Mir gefällt eher eine Quest-Methode, die die Welt und ihre Konflikte ernst nimmt.
Ein Dorf verschwindet langsam. Zwei Hexer-Schulen bekommen denselben Auftrag. Eine Seite will das Monster töten. Die andere merkt, dass der wahre Täter ein Mensch ist. Am Ende entscheidet sich, welche Schule Recht hatte oder welche Fraktion mehr Einfluss gewinnt.
Solche Situationen könnten ein The-Witcher-Multiplayer-Spiel genau die Würze geben, das es braucht. Nicht, weil vier Spieler gleichzeitig auf ein Monster einschlagen, sondern weil sie gemeinsam Spuren lesen, Entscheidungen treffen und vielleicht sogar unterschiedliche Ziele verfolgen.
Auch Events zwischen Hexer-Schulen könnten funktionieren. Vielleicht kämpfen Wolf, Katze, Greif oder Bär nicht einfach in PvP-Arenen gegeneinander, sondern ringen um Einfluss, Aufträge oder Deutungshoheit in einer Region. So etwas würde besser zur Welt passen als ein reiner Loot-Grind.
Das Risiko bleibt trotzdem groß. Free-to-Play und Mobile-Support können schnell nach täglicher Login-Belohnung, Shop-Struktur und wiederholbaren Aufgaben klingen. The Witcher braucht aber Atmosphäre, Konsequenzen und gute Geschichten. Wenn das neue Projekt diese Punkte bewahrt, könnte es ein spannender Ableger werden. Wenn nicht, dürfte es viele Fans der Hauptreihe eher abschrecken.
Bis CD Projekt Red oder ein beteiligtes Studio offiziell mehr zeigt, bleibt das Ganze ein Leak. Aber die Grundidee ist zumindest nicht automatisch falsch. Ein Koop-Witcher mit eigenen Hexern könnte funktionieren, wenn die Entwickler verstehen, dass Monsterjagd in dieser Welt immer mehr sein muss als nur ein Kampf.
Quelle: mp1st
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