WARDOGS Hubschrauber aus dem Cockpit über der Landschaft

Wer in WARDOGS zum ersten Mal einen Hubschrauber übernimmt, kann den Ausflug schon wenige Sekunden später kopfüber auf dem Flugfeld beenden. Ich erkläre euch die wichtigsten Flugbewegungen, ein brauchbares Setup für Maus und Tastatur und wie ihr eure Passagiere wieder heil auf den Boden bekommt.

Mit Helikoptern fliegt ihr in WARDOGS nicht nur von A nach B. Ihr transportiert Mitspieler, übernehmt Nachschub oder mischt euch mit bewaffneten Varianten direkt ins Gefecht ein. Nur die Steuerung möchte mit etwas Gefühl behandelt werden. Wer mit Maus und Tastatur hektisch am Steuer herumreißt, lernt schneller als geplant, wie innig sich die Rotorblätter und die Landschaft kennenlernen können.

Zum Glück könnt ihr das Fliegen kostenlos üben, bevor ihr einen Hubschrauber voller Mitspieler im nächsten Baum parkt.

Ihr bleibt lieber mit beiden Füßen auf dem Boden? In meinem Guide erkläre ich euch, wie ihr in WARDOGS den Mörser benutzt, richtig zielt und mehrere Granaten schnell hintereinander abfeuert.

Hubschrauber kostenlos auf dem Übungsgelände testen

Für eure ersten Flugversuche würde ich nicht direkt in ein normales Match hüpfen. WARDOGS besitzt ein Übungsgelände, auf dem ihr die Helikopter kostenlos ausprobieren könnt. So muss wenigstens niemand sterben, nur weil ihr noch nach der Taste fürs Hochziehen sucht.

Öffnet im Hauptmenü die Firing Range beziehungsweise das Übungsgelände. Dort wartet ein Fahrzeughändler auf euch. Wechselt zum Bereich für Luftfahrzeuge und lasst euch den gewünschten Hubschrauber hinstellen.

Hier könnt ihr starten, landen, eure Steuerung anpassen und den einen oder anderen Rotor opfern, ohne dafür Geld zu verbrennen.

Für die ersten Runden würde ich den AH-6M Little Bird nehmen. Er reagiert schneller als die größeren Transporthubschrauber und zeigt euch sehr direkt, was eure Eingaben bewirken.

Passt aber auf. Reißt ihr hektisch am Steuer, setzt der Little Bird euren Plan ohne jede Diskussion um.

Diese Steuerung funktioniert gut mit Maus und Tastatur

Eine einzige perfekte Tastenbelegung gibt es nicht. Die Steuerung lässt sich anpassen und aktuelle Spieler nutzen verschiedene Varianten.

Für Maus und Tastatur hat sich folgendes Schema als guter Ausgangspunkt erwiesen:

  • W erhöht den Auftrieb und lässt euch steigen
  • S verringert den Auftrieb und lässt euch sinken
  • A und D drehen den Hubschrauber nach links oder rechts
  • Maus nach vorne und hinten neigt die Nase
  • Maus nach links und rechts kippt den Hubschrauber seitlich

Diese Belegung wird sowohl in aktuellen Community-Beiträgen als auch von MetaForge empfohlen. Die Maus übernimmt dabei Pitch und Roll, während W und S für den Auftrieb und A und D für die Drehung zuständig sind.

Falls euch diese Begriffe im Einstellungsmenü begegnen, bedeuten sie:

  • Collective regelt euren Auftrieb. Mehr davon lässt euch steigen, weniger lässt euch sinken.
  • Yaw dreht den Helikopter nach links oder rechts, ohne ihn dafür seitlich zu kippen.
  • Pitch senkt oder hebt die Nase. Damit beschleunigt ihr vorwärts oder bremst eure Vorwärtsbewegung ab.
  • Roll kippt den Hubschrauber nach links oder rechts.

Gerade Pitch und Roll mit der Maus funktionieren für viele Spieler besser als reine Tasteneingaben. Eine Taste kennt schließlich nur gedrückt oder nicht gedrückt. Mit der Maus könnt ihr kleinere Korrekturen machen. Das hilft beim Schweben und Landen.

Empfindlichkeit einstellen und hektische Bewegungen vermeiden

Bevor ihr den Little Bird nach drei Sekunden Flugzeit verflucht, schaut einmal in die Fahrzeugeinstellungen. WARDOGS besitzt eine eigene Empfindlichkeit für Fahrzeuge, und die kann euch beim Fliegen ordentlich dazwischenfunken.

Steht der Wert zu hoch, reicht schon ein kleiner Ruck mit der Maus und der Hubschrauber legt sich stärker zur Seite, als ihr eigentlich wolltet. Probiert die Empfindlichkeit deshalb in Ruhe auf dem Übungsgelände aus, bis sich kleine Korrekturen auch wirklich klein anfühlen.

Falls ihr WARDOGS schon vor dem aktuellen Update gespielt habt, solltet ihr euch nicht blind auf euer Muskelgedächtnis verlassen. BULKHEAD hat kurz vor dem Early-Access-Start noch einmal an der Hubschraubersteuerung gearbeitet. Seit dem Season-1-Update vom 9. September greift die Eingabedämpfung bei allen Eingabegeräten. Beim Z20 Lakota wurde zusätzlich das träge Pitch-Verhalten überarbeitet.

Beim Fliegen selbst hilft vor allem Zurückhaltung. Hebt erst einmal nur ein paar Meter ab und versucht, den Hubschrauber ruhig in der Luft zu halten.

Kippt er nach rechts, beantwortet das nicht mit einem wilden Ruck nach links. Sonst beginnt schnell das bekannte Spiel aus rechts, links, stärker rechts, Panik, Baum.

Beherrscht ihr das Schweben, senkt die Nase vorsichtig ab und nehmt Fahrt auf. Zum Bremsen richtet ihr den Hubschrauber wieder waagerechter aus.

Sieht am Anfang vielleicht nicht nach Top Gun aus. Eure Mitspieler werden es euch danken, wenn sie nicht schon beim ersten Transportflug Bestandteil der örtlichen Vegetation werden.

So landet ihr einen Hubschrauber

In die Luft kommen ist die eine Sache. Den Hubschrauber anschließend wieder heil auf den Boden zu bekommen, trennt in WARDOGS recht schnell Pilot von Altmetallproduzent.

Nehmt zuerst Geschwindigkeit raus und richtet den Hubschrauber möglichst waagerecht aus. Erst dann reduziert ihr über das Collective langsam den Auftrieb.

Mit ordentlich Tempo einfach Richtung Boden rauschen und auf eine glückliche Landung hoffen, endet selten elegant. Bremst vorher ab und versucht, für die letzten Meter ruhig über dem Landeplatz zu schweben.

Zum Üben könnt ihr euch an diesen Ablauf halten:

  1. Ein paar Meter abheben und schweben
  2. Langsam nach vorne fliegen
  3. Den Hubschrauber wieder waagerecht ausrichten
  4. Geschwindigkeit abbauen
  5. Über dem Landeplatz zum Schweben kommen
  6. Auftrieb langsam reduzieren und aufsetzen

Klappt das vernünftig, könnt ihr euch an Dächer, Hänge und andere Landezonen wagen, bei denen der Boden nicht so freundlich auf euch wartet.

Im Gefecht müsst ihr den Hubschrauber übrigens nicht jedes Mal vollständig absetzen. Ist die Landezone mit Gegnern übersät, können eure Passagiere auch aus größerer Höhe abspringen. Das ist meist gesünder, als einen Transporthubschrauber zwischen Raketen, Gewehrfeuer und schlecht gelaunten Gegnern einzuparken.

WARDOGS belohnt sowohl erfolgreiche Landungen als auch Transporte, bei denen eure Passagiere abspringen.

Bis das alles sitzt, darf das Übungsgelände ruhig ein paar Flugstunden von euch bekommen. Eure ersten echten Passagiere wissen schließlich nicht, dass sie gerade Teil der Abschlussprüfung sind.

Falls euer Questlog noch nicht voll genug ist, schaut auf meinem YouTube-Kanal Quest Knight vorbei. Dort warten neue Videos, Shorts und persönliche Eindrücke. Weitere Artikel gibt es über meinen Newsletter direkt ins Postfach. Und vergesst nicht: Immer schön weiterquesten.

Quellen: BULKHEAD via Steam, GameSpot, MetaForge, Reddit

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