Kenshi hat inzwischen mehr als 3 Millionen Exemplare verkauft. Lo-Fi Games reagiert auf die wohl wichtigste Fan-Frage.
Kenshi ist für viele zurecht ein abschreckendes Spiel. Ihr startet nicht als Auserwählter, nicht als Held und nicht einmal als halbwegs kompetenter Überlebender. Manchmal beginnt ihr einfach verletzt, unterernährt, alleine in der Wüste und ohne linken Arm.
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Das Survival-Spiel bleibt auch Jahre nach Release lebendig
Lo-Fi Games bestätigte den neuen Meilenstein in einem aktuellen Blogpost. Dort bedankte sich das Studio bei allen Spielern, die Kenshi weiterempfohlen, Screenshots geteilt oder mehr Stunden investiert haben, als sie öffentlich zugeben möchten.
Kenshi wirft Spieler in eine offene Welt, die sich kaum darum schert, ob sie gerade bereit sind. Ihr könnt verhungern, versklavt werden, Gliedmaßen verlieren oder von Gegnern zerlegt werden, die euch nicht einmal als ernsthafte Bedrohung wahrnehmen. Diese Härte ist wohl wie süßes Gift, was man schon in anderen Bereichen beobachten konnte. Ich denke dabei an Squid Game. Warum war diese koreanische Serie so ein Knaller? Menschen mögen Geschichten, in denen sich Protagonisten in einer grausamen Welt durchschlagen müssen. Ähnlich ist es mit Attack on Titan oder Berserk.
Kenshi übersetzt dieses Gefühl in ein offenes Sandbox-Spiel. Ihr schaut keinem verzweifelten Überlebenskampf zu, ihr steckt selbst mittendrin. Ein Start mit der Bedingung „ganz unten“ fasst Kenshi fast perfekt zusammen. Ihr beginnt mit einem Punkt in allen Werten, ohne linken Arm, unterernährt und in einem Gebiet, in dem Hungern illegal ist. Andere Spiele geben euch ein Tutorial. Kenshi gibt euch ein Problem und schaut zu, ob ihr daran zerbrecht.
Trotzdem oder gerade deshalb bleibt das Spiel auf Steam aktiv. Aktuell spielen über 4.200 Nutzer gleichzeitig, der letzte 24-Stunden-Peak lag fast bei 6.000. Für ein Spiel, das 2018 den Early Access verlassen hat, ist das nicht übel.
Wenn man sich die Wertungen anschaut, wundert es mich nicht, das noch Tausende Spieler nach all den Jahren aktiv sind. Kenshi steht auf Steam bei 92 Prozent positiven Rezensionen, die neueren Wertungen liegen sogar bei 97 Prozent. Ein Nutzer fasste es trocken zusammen: „Perfektes Spiel für Sadisten und Masochisten.“ Die Community liebt offenbar genau diesen Mix aus Freiheit, Schmerz und absurden Geschichten. Selbst eine Mod, die Kreuzigungen hinzufügt, besitzt im Steam Workshop eine 5-Sterne-Bewertung. Das ist schon ein wenig bizarr, aber na gut.
Kenshi 2 bleibt die große Frage der Community
Natürlich wissen auch die Entwickler, worauf viele Fans eigentlich warten. Im Blogpost reagierte Lo-Fi Games auf die wohl häufigste Frage der Community: Was ist mit Kenshi 2? Die Antwort ist zumindest ein kleines Augenzwinkern.
Das Studio startete die Webseite kenshi2when.com. Es handelt sich dabei um eine Newsletter-Anmeldung. Der besondere Witz liegt darin, dass Spieler alles abwählen können, was nicht ausdrücklich mit Kenshi 2 zu tun hat. Für eine Community, die seit Jahren auf Neuigkeiten wartet, dürfte das ziemlich passend sein.
Wann Kenshi 2 tatsächlich enthüllt oder veröffentlicht wird, bleibt offen. Der erste Teil verbrachte vor seinem vollständigen Release ganze fünf Jahre im Early Access. Deshalb lässt sich nur schwer abschätzen, wie lange Lo-Fi Games für den Nachfolger braucht.
Dass Kenshi 2 irgendwann kommt, wirkt inzwischen aber ziemlich wahrscheinlich. Der Erfolg des ersten Teils zeigt, dass es weiterhin eine große Zielgruppe für komplexe, sperrige und gnadenlose Sandbox-Spiele gibt.
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