Das Witchfire Revelations Update ist da und gehört zu den bisher größten Erweiterungen für den düsteren Shooter von The Astronauts. Mit Version 0.9.0 erreicht das Spiel einen wichtigen Punkt auf dem Weg zur finalen Veröffentlichung. Die Entwickler bezeichnen Revelations als letztes großes Inhaltsupdate, bevor die Arbeit an Version 1.0 ansteht.
Ja, das Paket ist wirklich voll. Es gibt ein neues Gebiet, einen weiteren Dungeon, neue Gegner, neue Waffen, frische Zauber, mehr Story-Inhalte, ein Dialogsystem, überarbeitete Fallen Preyers und eine neue Version der World-Corruption-Mechanik. Dazu kommen viele Anpassungen an Ausrüstung, Benutzeroberfläche, Audio, Lokalisierung und Technik.
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Marschland, Outskirts Vault und ein neuer Garten im Hermitorium
Das größte neue Gebiet ist das Marschland. Dort erkundet ihr die Ruinen einer versunkenen Kathedrale, umgeben von Sumpf, Waldstücken und neuen Gefahren. Das Gebiet soll neue Geheimnisse, Gegner und Bedrohungen verbergen. Insgesamt erweitert das Update Witchfire um neun neue Gegner, wodurch sich Expeditionen im neuen Biom deutlich frischer anfühlen dürften.
Neben dem Marschland öffnet auch das Outskirts Vault. Dabei handelt es sich um einen neuen Dungeon mit eigenen Gefahren und Belohnungen. Der Zugang soll nicht einfach nur gekauft oder stumpf freigeschaltet werden. Schon der Weg hinein ist mit einer Aufgabe verbunden, die ihr erst lösen müsst.
Ruhiger wird es im neuen Garten des Hermitoriums. Dort könnt ihr Ressourcen für Räucherwerke anbauen, statt sie ausschließlich während Expeditionen zu sammeln. So können die Spieler mehr Kontrolle über ihre Vorräte erhalten. Schließlich ist Vorbereitung das halbe Leben.
Die Story bekommt in Witchfire mehr Input
Revelations legt außerdem den Grundstein für die große Story-Enthüllung in Version 1.0. Dafür wurde ein neues Dialogsystem eingebaut, mit dem ihr stärker mit NPCs interagiert. Die Entwickler wollen damit nicht nur einzelne Gespräche ermöglichen, sondern Witchfire erzählerisch besser vorbereiten.
Ein wichtiger Teil davon sind die Fallen Preyers. Bislang waren sie zwar als Unterstützung in Kämpfen vorhanden, blieben aber eher eine Nebenmechanik. Mit der neuen Überarbeitung rücken sie stärker in eure Wahrnehmung. Ihr könnt mit ihnen interagieren, ihre Geschichten kennenlernen, mehr über ihre Vergangenheit erfahren und schließlich über ihr Schicksal entscheiden.
Dabei geht es nicht nur um kleine Dialogzeilen. Das Update nennt Entscheidungen wie Absolution oder Verdammung, also das Freisprechen oder Verurteilen dieser gefallenen Figuren. Somit bekommt Witchfire eine stärkere Rollenspielkante, ohne andere Elemente aufzugeben.
Auch der Collector erhält eine narrative Einführung. Dazu kommen weitere Story-Inhalte, darunter The Severance und eine zusätzliche Quest mit einem neuen Charakter.
World Corruption 2.0 reagiert stärker auf euren Spielstil
Eine der wichtigsten Systemänderungen betrifft World Corruption. Die Mechanik wurde in Version 2.0 überarbeitet, nachdem sie zuvor wohl zu hart und teils unfair wirkte. Nun soll sie stärker an eure Entscheidungen gebunden sein.
Wer vorsichtig spielt, muss die Verderbnis nicht ständig herausfordern. Wer dagegen aggressiver vorgeht, verfluchte Schätze nimmt, verschlossene Truhen gewaltsam öffnet oder zu vielen Versuchungen nachgibt, zieht mehr Ärger auf sich. Die Welt sieht also nicht einfach nur schöner oder gefährlicher aus, sie antwortet direkter auf eure Gier und eure Risikobereitschaft.
Ab Gnosis III kommen neue Temptations hinzu. Ebenfalls ab dieser Stufe könnt ihr verschlossene Truhen ohne Vorratsschlüssel aufbrechen. Das klingt verlockend, kann aber Folgen haben. Dazu wurden Spawnraten vieler World-Corruption-Ereignisse angepasst, Wahnsinns-Orbs entschärft, neue Fackeln und weitere Geschütztürme eingebaut. Überdies gibt es ein neues Reinigungs-Glocken-Ereignis.
Neue Waffen, Zauber und viele Balance-Anpassungen in Witchfire
Das Arsenal wird mit diesem Update nicht vergessen. Revelations enthält vier neue Waffen, zwei neue Zauber, zwölf neue Rosenkranzperlen und zwei neue Qualen. Im Gearpack stecken unter anderem drei Revolver, eine Strahlenwaffe und eine verfluchte Glocke als neue Nahkampfoption.
Dazu wurden zahlreiche bestehende Waffen und Ausrüstungsteile angepasst. Der Buckler reagiert nun schneller, Paraden verursachen mehr Betäubungsschaden und die Kosten beim Blocken stärkerer Treffer wurden reduziert. Dafür kostet Blocken jetzt etwas Ausdauer.
Twinshade wurde bei allen Mysteria überarbeitet. Der Zauber kann nun unter bestimmten Bedingungen ein Schwert beschwören, Gegner bei niedriger Gesundheit töten oder bei einem Kill einen Teil der Ladung zurückgeben. Echo wurde dagegen abgeschwächt, weil die Waffe laut Entwickler schon länger zu stark war und ihre Mysteria kaum nötig hatte. Tribunal, Judgement und Nemesis erhalten dafür Verbesserungen.
Auch Alchemie, Heilung und Ressourcen wurden angepasst. Der Philosopher’s Stone gewährt euch nun ein Heilungselixier, ist günstiger beim Collector und kann früher genutzt werden. Räucherwerke erhalten stärkere, aber teurere Varianten, während einige Basisversionen schwächer ausfallen.
Abseits des Gameplays wurde die Benutzeroberfläche deutlich erweitert. Es gibt neue Bildschirme für Dialoge, Briefe und Dossiers, aktive Quests lassen sich verfolgen, die Karte zeigt neue Informationen zur Weltverderbnis und Quest-Benachrichtigungen wurden überarbeitet. Dazu kommen Unterstützung für 14 neue Sprachen, viele Lokalisierungsanpassungen und zahlreiche Fehlerbehebungen.
Revelations kann man wirklich als Übergang ansehen. Witchfire bekommt mehr Inhalt, mehr erzählerische Struktur und einige Systeme, die stärker ineinandergreifen. Wer bisher auf neue Gebiete und mehr Story gewartet hat, findet mit Update 0.9.0 viele Gründe für eine Rückkehr. Wer dagegen auf die vollständige Erzählung wartet, weiß mit dem Update, wo die Reise in etwa hingehen soll. Die vollständigen Update-Inhalte findet ihr bei Steam.
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