Ein 65-Zoll-Gaming-TV für PS5 und Xbox muss euch nicht gleich das OLED-Budget aus der Tasche ziehen. Der TCL 65Q6C packt QD-Mini-LED, 4K und native 144 Hz auf den großen Bildschirm und ist bei Amazon gerade im Preis gefallen.
Wer die PS5 oder die Xbox Series X nicht auf einem Bildschirm im Briefmarkenformat betreiben möchte, bekommt beim TCL 65Q6C ordentlich Platz vor die Nase. Der 65-Zoll-Gaming-TV für PS5 und Xbox zeigt 4K und bringt Mini-LED, VRR, ALLM sowie FreeSync Premium Pro mit.
Auch der PC darf mitspielen. Bei voller 4K-Auflösung schafft das Panel bis zu 144 Hz, sofern eure Grafikkarte genug Bilder Richtung Fernseher schaufelt.
65-Zoll-Gaming-TV von TCL im Blick
| Stärken | Schwächen |
| 65 Zoll mit 4K-Auflösung | nur zwei HDMI-Anschlüsse bieten die volle HDMI-2.1-Bandbreite |
| QD-Mini-LED mit Local Dimming | PS5 und Xbox nutzen maximal 120 Hz statt 144 Hz |
| natives 144-Hz-Panel | HDR kann bei sehr hellen Bildbereichen Details verlieren |
| 4K/120 Hz für PS5 und Xbox Series X | Farben verlieren bei stark seitlicher Betrachtung an Sättigung |
| VRR, ALLM und FreeSync Premium Pro | Verarbeitung fällt laut Test eher einfach aus |
| gemessener Input Lag von 13,1 ms bei 60 Hz | |
| Dolby Vision, HDR10+ und Google TV |
Wenn ihr statt eines großen Fernsehers lieber direkt am Schreibtisch spielt, habe ich mir außerdem einen WQHD-Monitor für Shooter mit bis zu 210 Hz angesehen.
PS5 und Xbox bekommen 4K mit bis zu 120 Hz
Die beworbenen 144 Hz des TCL 65Q6C sind keine hochgerechnete Zwischenbild-Zauberei. TCL verbaut ein natives 144-Hz-Panel, das diese Bildrate auch bei 4K schafft. Voll ausreizen kann das vor allem ein Gaming-PC. PS5 und Xbox Series X enden bei 120 Hz. Der Fernseher könnte schneller, nur liefern ihm die Konsolen keine weiteren Bilder.
Für Konsolenspieler sind 4K mit 120 Hz ohnehin mehr als ordentlich. VRR hält Fernseher und Bildrate im Takt, während ALLM beim Zocken automatisch die Handbremse bei der Eingabeverzögerung löst. AMD FreeSync Premium Pro ist ebenfalls an Bord.
Bei What Hi-Fi musste der TCL zeigen, was davon abseits des Datenblatts übrig bleibt. Gemessen wurden 13,1 Millisekunden Input Lag bei 60 Hz. Das ist zumindest eine Zahl aus dem Messgerät und nicht aus der Marketingabteilung. What Hi-Fi beschreibt das Spielgefühl zudem als flüssig und reaktionsschnell.
Auch QD-Mini-LED macht auf 65 Zoll Sinn. Viele kleine LEDs und Local Dimming helfen dem Fernseher dabei, dunkle Bildbereiche abzudunkeln, ohne helle Stellen gleich mit in den Keller zu ziehen. Quantum Dots kümmern sich zusätzlich um die Farben.
Wer nachts durch einen düsteren Dungeon schleicht, möchte schließlich Schwarz sehen und keine graue Nebelsuppe.
Bei den HDMI-Anschlüssen müsst ihr etwas aufpassen
Vier HDMI-Buchsen sehen erst einmal entspannt aus. Laut What Hi-Fi liefern beim Q6C aber nur zwei Anschlüsse die volle HDMI-2.1-Bandbreite von 48 Gbit/s. Stehen die PS5, Xbox Series X und der Gaming-PC gleichzeitig im Wohnzimmer, beginnt also das kleine Port-Gerangel. Zwei dürfen in die erste Klasse, einer muss sich mit weniger zufriedengeben.
Auch beim Bild erinnert euch der TCL gelegentlich daran, dass ihr hier keinen Fernseher aus der Luxusliga kauft. What Hi-Fi beobachtete bei sehr hellen HDR-Spitzen sogenanntes Clipping. Feine Farb- und Helligkeitsabstufungen können dabei verloren gehen. Sitzt ihr weit seitlich vor dem Bildschirm, lässt außerdem die Farbsättigung nach und Blooming kann stärker auffallen. Für den großen Spieleabend mit halber Fußballmannschaft auf dem Sofa ist das zumindest gut zu wissen.
Bei den HDR-Formaten wird dagegen nicht geknausert. Unterstützt werden Dolby Vision, HDR10+, HDR10 und HLG, als Betriebssystem läuft Google TV.
Auch beim Ton kommt der TCL nicht völlig nackt daher. Ein Onkyo-2.1-System mit eigener Tieftoneinheit steckt bereits im Fernseher. Die Soundbar darf deshalb erst einmal im Laden bleiben und muss nicht direkt mit auf die Kreditkartenrechnung.
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65-Zoll-Gaming-TV: Das denken Gamer und Tester über den TCL 65Q6C
Auch abseits des Datenblatts bekommt der TCL Q6C ordentlich Rückenwind. What Hi-Fi hat sogar den 65Q6C selbst getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Computer Bild kommt beim technisch gleichen 55-Zoll-Modell auf die Note 2,2 „gut“. Käufer bei Alza vergeben für den 65Q6C im Schnitt 4,6 von 5 Sternen bei 30 Bewertungen.
| Quelle | Wertung | Kurzfazit |
| What Hi-Fi | 5/5 Sterne | starke Schwarzwerte, natürliche Farben und viel Gaming-Ausstattung fürs Geld |
| Computer Bild | 2,2 „gut“ | hoher Kontrast und gutes HDR, Kritik gibt es für Blickwinkel und nur zwei HDMI-2.1-Anschlüsse |
| Alza | 4,6/5 bei 30 Bewertungen | Käufer loben vor allem Bild und Preis-Leistung, beim Ton und Google TV gehen die Erfahrungen auseinander |
Auch Computer Bild hat den Q6C ins Labor geschickt, dort allerdings in der 55-Zoll-Version. Laut Redaktion steckt in den verschiedenen Größen abseits der Diagonale dieselbe Technik, deshalb lassen sich die Ergebnisse auch auf den 65Q6C übertragen.
Am Ende steht die Testnote 2,2. Pluspunkte sammeln unter anderem der hohe Kontrast, Dolby Vision, HDR10+ und die Streaming-Ausstattung. Das stark spiegelnde Display und die schwache Blickwinkelstabilität kassieren dagegen Minuspunkte.
Beim Gaming maß Computer Bild 19 Millisekunden Eingabeverzögerung. What Hi-Fi kam zwar auf 13,1 Millisekunden, daraus würde ich aber keinen Labor-Krieg machen. Unterschiedliche Messmethoden und Einstellungen können solche Abweichungen erklären.
Auch bei Alza kommt der Q6C bei den Käufern gut weg. 30 Bewertungen ergeben dort 4,6 von 5 Sternen. Lob gibt es unter anderem für die Bildqualität, den 144-Hz-Modus und das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Beim Ton scheiden sich die Geister. Einige Käufer kommen mit den eingebauten Lautsprechern gut klar, andere würden lieber eine Soundbar danebenstellen. Vereinzelt bekommt auch Google TV sein Fett weg, unter anderem wegen einer trägen Bedienung. Ein magisches Einhorn ohne Macken ist der Q6C also auch hier nicht.
Das Gesamtbild ist trotzdem nicht übel. Mini-LED, 4K und starke Gaming-Funktionen sind seine größten Argumente. Wer dagegen mit vier schnellen HDMI-Geräten anrückt, oft weit seitlich vor dem Fernseher sitzt oder beim Klang echtes Heimkino erwartet, stößt eher an die Grenzen des günstigeren Preises.
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