15 Jahre Entwicklungszeit, eine verlassene Nervenheilanstalt und jede Menge Dinge, die man besser nicht im Dunkeln entdeckt: ASYLUM ist jetzt auch für Konsolen erschienen. Auf Steam haben die Spieler dem Horror-Adventure schon ein starkes Zeugnis ausgestellt.
Manche Orte möchte man nach dem Verlassen nie wiedersehen. Endlose Flure, merkwürdige Geräusche und Erinnerungen, die besser tief vergraben geblieben wären. Willkommen im Hanwell Mental Institute, einer heruntergekommenen psychiatrischen Einrichtung, in der etwas Schreckliches passiert ist.
In ASYLUM spielt ihr einen ehemaligen Patienten, den verstörende Visionen zurück an diesen Ort treiben. Ihr durchstreift das Gebäude, untersucht Zimmer und versucht Stück für Stück herauszufinden, was hinter den Mauern von Hanwell wirklich geschehen ist. Entwickelt wurde das Horror-Adventure vom argentinischen Studio Senscape, das 2006 mit Scratches schon einen kleinen Horrorklassiker ablieferte.
15 Jahre Arbeit an einem einzigen Horrorspiel
Die Geschichte von ASYLUM beginnt schon 2010. Damals stellte Senscape das Projekt vor. Bis zum PC-Release im März 2025 sollten noch satte 15 Jahre vergehen.
Studiogründer Agustín Cordes erklärte im Interview mit WellPlayed, warum sich die Entwicklung so lange hinzog. Anfangs arbeitete das Team mit einer eigenen Engine. Während die Jahre vergingen, wurde die Technik aber immer älter und die Ansprüche an moderne Spiele stiegen weiter.
Irgendwann zog Senscape die Reißleine und wechselte zur Unreal Engine. Das verschlang erneut Zeit und Geld. Finanzielle Probleme und persönliche Umstände warfen das Projekt zurück.
Nach dieser Odyssee kam ASYLUM 2025 endlich auf den PC. Auf Steam fallen 84 Prozent der bisherigen Nutzerrezensionen positiv aus.
ASYLUM: Psycho-Horror ohne ständige Schockmomente
ASYLUM jagt euch nicht im Minutentakt Monster auf den Hals. Das Abenteuer dreht sich vor allem um die Erkundung der Nervenheilanstalt.
Aus der Ego-Perspektive streift ihr durch die weitläufige Nervenheilanstalt, untersucht Gegenstände und setzt nach und nach Hinweise zusammen. Viele Rätsel verlangen, dass ihr euch die Umgebung gründlich anschaut und ein wenig um die Ecke denkt.
Als Inspiration nennt Senscape H. P. Lovecraft, typische Hammer-Horrorfilme und europäische Horrorproduktionen der 1980er-Jahre.
Beim Soundtrack schlägt das Spiel eine ähnliche Richtung ein. Die Musik erinnert an John Carpenter, der mit Filmen wie Halloween und The Thing berühmt wurde.
Der Horror kriecht euch eher langsam unter die Haut, anstatt euch alle paar Minuten etwas vor die Nase springen zu lassen. Ein paar Jumpscares hat ASYLUM trotzdem im Ärmel.
Für die Hauptgeschichte rechnen die Entwickler mit rund zehn Stunden Spielzeit. Wollt ihr jeden Winkel von Hanwell durchstöbern und sämtliche Geheimnisse ausgraben, seid ihr natürlich länger beschäftigt.
Ab sofort für PS5, Xbox und Nintendo Switch erhältlich
Nach der PC-Veröffentlichung im vergangenen Jahr dürfen sich seit dem 30. Oktober 2026 auch Konsolenspieler in die unheimliche Nervenheilanstalt wagen.
Publisher SOEDESCO hat ASYLUM für PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X/S und Nintendo Switch veröffentlicht. Zum Konsolenstart gibt es eine kleine Überraschung: Die digitalen Fassungen für Nintendo Switch und Xbox Series X/S werden vorübergehend mit 20 Prozent Rabatt angeboten.
Wer lieber eine physische Version im Regal stehen hat, sollte aufpassen. Die Handelsfassungen für Nintendo Switch und Xbox Series X/S sind laut Publisher ausschließlich in den USA erhältlich.
Das Timing könnte für ein Horrorspiel kaum besser sein: Halloween steht direkt vor der Tür. Für das Wochenende könnt ihr euch also freiwillig in einer verlassenen Nervenheilanstalt einschließen. Vielleicht lasst ihr danach vorsichtshalber das Flurlicht an.
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Quellen: GamesPress, WellPlayed, Steam
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