Agony of Choice: Keyart zum Echtzeitstrategiespiel mit Soldaten, einem Reiter und einem Panzer auf dem Schlachtfeld.

Brücken sprengen, Gegner in Hinterhalte locken und ganze Schlachten durch kluge Entscheidungen gewinnen: Das Strategiespiel Agony of Choice möchte beweisen, dass schnelle Reflexe nicht über Sieg oder Niederlage entscheiden müssen. Dahinter stecken gerade einmal drei Entwickler.

Wer in einem stinknormalen Echtzeitstrategiespiel erfolgreich sein will, braucht oft flinke Finger. Während an einer Front eure Soldaten unter Beschuss geraten, schreit am anderen Ende der Karte schon die nächste Einheit nach Befehlen. Ein kurzer Aussetzer kann reichen und die ganze Schlacht kippt.

Meander Games aus Österreich und der Schweiz will diesen Stress aus dem Genre nehmen. Am 4. November 2026 stellte das dreiköpfige Team sein Debütspiel Agony of Choice vor, an dem die Entwickler seit mehreren Jahren arbeiten.

Ihre Idee lässt sich am ehesten als Schach in Echtzeit beschreiben. Ihr plant jeden Zug sorgfältig, bekommt aber keine gemütliche Denkpause spendiert. Während ihr noch überlegt, was als Nächstes passiert, zieht der Gegner längst weiter und kann euren schönen Plan innerhalb weniger Sekunden auseinandernehmen.

Keine versteckten Gegner und zerstörbare Brücken

Verstecken könnt ihr eure Armee in Agony of Choice kaum. Einen Kriegsnebel gibt es nicht, sodass beide Seiten jederzeit sehen, wo sich gegnerische Einheiten befinden, wie viele Lebenspunkte sie noch haben und wo ihre Stärken oder Schwächen liegen.

Der Trick besteht also nicht darin, plötzlich irgendwo aus dem Nebel aufzutauchen. Ihr müsst euren Gegner mit Bewegungen, Umwegen und gut vorbereiteten Angriffen ausspielen.

Dabei seid ihr an ein festes Straßennetz gebunden. Soldaten können nicht einfach querfeldein marschieren. Wollt ihr eine Stellung umgehen, müsst ihr mit den vorhandenen Wegen arbeiten.

Brücken machen die Sache noch wilder. Sprengt ihr die richtige im richtigen Moment, kommen gegnerische Verstärkungen vielleicht gar nicht erst an oder müssen einen langen Umweg nehmen.

Höhenlagen, Befestigungen und gut gewählte Positionen können euch im Gefecht ebenfalls den Hintern retten.

Die eigentlichen Kämpfe laufen größtenteils von selbst. Ihr müsst also nicht jeden einzelnen Schuss anklicken. Bei Rückzügen und Verstärkungen seid ihr aber wieder selbst gefragt.

Gebiete erobern und erfahrene Truppen in Agony of Choice aufbauen

Aus eroberten Gebieten zieht ihr Ressourcen, Forschungspunkte und Effektpunkte. Je mehr davon unter eurer Kontrolle stehen, desto größer wird euer Spielraum für den nächsten Angriff.

Davon bildet ihr neue Truppen aus, schaltet Verbesserungen frei oder ruft Unterstützung aufs Schlachtfeld. Das reicht von Artilleriebeschuss und Sabotage bis zu Verstärkungen aus der Luft.

Eure Soldaten sammeln über mehrere Gefechte Erfahrung. Bleiben sie am Leben, steigen sie zu Veteranen auf und verbessern ihre Fähigkeiten.

Ein Sieg um jeden Preis kann euch deshalb später noch wehtun. Klar, das Gebiet gehört danach euch. Wenn dafür aber die halbe Armee im Dreck liegt, war der Tausch vielleicht doch nicht so clever.

Veröffentlichung für 2027 – geschlossene Beta in Vorbereitung

Agony of Choice lässt euch nicht nur allein über das Schlachtfeld grübeln. Ihr könnt gegen KI-Gegner mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden antreten, gemeinsam Schlachten schlagen oder euch im PvP gegenseitig die Pläne ruinieren. Dazu kommen Herausforderungen mit eigenen Regeln und Siegbedingungen.

Bevor das Spiel erscheint, will Meander Games erst einmal Spieler ranlassen. Eine geschlossene Beta wird vorbereitet, Tester werden schon gesucht. Auch an einer spielbaren Demo arbeitet das Team.

Der PC-Release soll 2027 erfolgen. Einen festen Termin gibt die Steam-Seite noch nicht an. Deutsche Texte und Untertitel sind dort aber schon eingetragen.

Falls ihr vorher selbst ausprobieren wollt, ob eure Feldherrenkünste etwas taugen, findet ihr auf der offiziellen Entwicklerseite die Anmeldung für den Betatest.

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Quellen: Meander Games, GamesPress – Pressemitteilung vom 4. November 2026

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