Ein Dragon-Age-Origins-Remake gehört zu diesen Wünschen, die im Netz einfach nicht verschwinden. Immer wieder tauchen Threads, Kommentare und Diskussionen auf, in denen Fans BioWares Rollenspielklassiker in moderner Form zurückhaben wollen. Ich kann diesen Wunsch sehr gut verstehen.
Vor wenigen Monaten schrieb ein Fan auf Reddit sinngemäß, dass er Dragon Age: Origins gerne in moderner Form zurückhätte. Die Seele des Spiels soll aber erhalten bleiben, ohne eine Veränderung der Dialoge oder der Story. Nur ist das überhaupt möglich?
Dragon Age Origins Remake: BioWare kann nicht einfach loslegen
Viele Leute glauben seit Jahren, dass BioWare den Quellcode von Dragon Age: Origins verloren habe. Tatsächlich scheint das aber nicht zu stimmen. Mehrere ehemalige Entwickler erklärten inzwischen, dass das eigentliche Problem die alte Eclipse-Engine sei, auf der Dragon Age: Origins basiert.
Im Gegensatz zur Mass-Effect-Trilogie, die auf der weit verbreiteten Unreal Engine 3 lief, nutzt Dragon Age: Origins eine proprietäre Technologie, mit der heute kaum noch Entwickler arbeiten. Laut BioWare besitzen nur noch wenige Mitarbeiter Erfahrung mit der Eclipse-Engine. Darum wäre ein modernes Remaster oder Remake deutlich komplizierter und aufwendiger.
Hinzu kommt, dass es intern offenbar mehrfach Ideen und Gespräche über eine Neuauflage gab. Ehemalige BioWare-Mitarbeiter ließen durchblicken, dass sogar Remake-Konzepte existierten. Am Ende dürften jedoch vor allem technische Hürden, hohe Kosten und EAs Prioritäten eine jeweils eine Hürde gewesen sein.
Die Hoffnung vieler Menschen bleibt trotzdem bestehen. Mich wundert es nicht, denn Dragon Age: Origins ist für viele so etwas wie die Peak-Zeit von BioWare. Allerdings ist es für mich nicht mehr dasselbe Studio.
BioWare ist nicht mehr dasselbe Studio
Viele Köpfe, die das alte Dragon Age erschaffen haben, arbeiten längst nicht mehr dort. David Gaider, Lead Writer und einer der wichtigsten kreativen Köpfe hinter der Welt von Dragon Age, verließ BioWare 2016 nach 17 Jahren. Mike Laidlaw, lange Creative Director der Reihe, ging 2017 nach 14 Jahren.
Dazu kamen in den vergangenen Jahren mehrere harte Einschnitte. 2023 strich BioWare rund 50 Stellen, darunter erfahrene Dragon-Age-Mitarbeiter wie Mary Kirby, die an allen Teilen der Reihe mitgeschrieben hatte. 2025 wurde das Studio nach Dragon Age: The Veilguard erneut verkleinert und auf das nächste Mass Effect ausgerichtet. BioWare selbst sprach davon, dass nur noch ein Kernteam an Mass Effect arbeitet.
Deswegen wirkt ein Dragon-Age-Origins-Remake heute komplizierter als nur eine technische Frage. Es ginge nicht allein darum, alte Texturen zu überarbeiten oder die Eclipse-Engine zu bändigen. Ein neues Team müsste auch verstehen, warum Origins damals so fulminant war: die schmutzige Fantasy-Stimmung, die harten Entscheidungen, die ruhigen Gespräche im Lager und dieses Gefühl, wirklich durch eine gefährliche Welt zu ziehen.
Die Marke gehört noch BioWare. Aber das BioWare von 2009 gibt es in dieser Form nicht mehr. Spätestens Dragon Age: The Veilguard hat mir persönlich gezeigt, wie weit sich die Reihe inzwischen von dem entfernt hat, was ich einst an Origins geliebt habe. Vielleicht ist ein Dragon-Age-Origins-Remake trotz allem nicht ausgeschlossen. Die Hoffnung stirbt also nicht ganz. Wenn BioWares Klassiker aber wirklich eines Tages zurückkehrt, würde ich mir ein anderes Studio dafür wünschen. Eines, das die alte, dreckige Fantasy-Stimmung versteht und nicht versucht, Origins glattzubügeln.
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